Handball-Streit vor EM-Auftakt! Deutscher Torhüter reizt den Gegner
Herning (Dänemark) – Bereits vor Beginn der Handball-EM heizt sich die Stimmung auf! Am Donnerstagabend bestreitet Deutschland sein erstes Spiel gegen Österreich, doch schon vor dem Anpfiff liefern sich die beiden Torhüter verbale Seitenhiebe.
"Ich hoffe, ihm ist bewusst, dass seine Wortwahl unpassend war. Falls noch jemand zusätzliche Motivation benötigt, sollte er sich das Video noch einmal ansehen – dann sind die letzten Prozente da, um volle Leistung zu bringen", kommentierte Österreichs Keeper Constantin Möstl (25) am Mittwoch gegenüber Sport1.
Doch was war passiert? Beim letzten EM-Testspiel gegen Kroatien in Hannover äußerte sich DHB-Torwart Andreas Wolff (34) wenig schmeichelhaft über die Spielweise des Gegners.
"Österreich praktiziert definitiv Anti-Handball, das möchte eigentlich niemand sehen, das ist extrem unattraktiv", spottete der 34-Jährige während einer Medienrunde und bezog sich dabei auf die Taktik der Alpenrepublik, den Torwart oft zugunsten eines siebten Feldspielers vom Platz zu nehmen.
Doch damit nicht genug: Begriffe wie „Angriffsspiel in all seiner Hässlichkeit“ fielen ebenso, und Wolff meinte, das Match werde „kein Genuss“.
Möstl machte deutlich, dass solche Aussagen in dieser Form nicht angebracht seien: "Es geht vor allem um die Wortwahl. Teilweise war es einfach nicht richtig, wie über den Gegner gesprochen wurde", erklärte der 25-Jährige, nahm die Bemerkungen aber als zusätzlichen Ansporn für das Auftaktspiel beider Mannschaften mit.
„Aber ehrlich gesagt ist es uns total egal, entschuldigung“, stellte der ÖHB-Schlussmann klar: „Wir konzentrieren uns auf uns selbst, spielen unser Spiel und geben alles. Und wenn uns das den Sieg bringt, ist es mir egal, ob es 2:1 oder 40:39 steht. Hauptsache, wir gewinnen.“
Am Donnerstagabend (15. Januar, 20:30 Uhr) treffen beide Torhüter in Herning (Dänemark) aufeinander und haben die Gelegenheit, ihre Worte in Taten umzusetzen.
Die deutsche Mannschaft tut sich traditionell schwer mit dem Spielstil der Österreicher – vor zwei Jahren bei der EM erkämpfte der Außenseiter in der Hauptrunde ein Unentschieden gegen den DHB, ein Punktverlust, der insbesondere bei Wolff wohl noch nachwirkt.