Spannung bis zur allerletzten Sekunde: HCE verliert wichtige Punkte in Nordhorn
Nordhorn – Beim Duell gegen eines der stärksten Teams der 2. Handball-Bundesliga, die HSG Nordhorn-Lingen, musste der HC Elbflorenz im Kampf um den Aufstieg eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Trotz der knappen 31:32 (16:18)-Pleite hatten die Dresdner bis zur letzten Minute die Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden.
„Wir sind jetzt genau dort, wo wir hinwollten“, erklärte André Haber während eines Timeouts kurz vor dem Spielende und fügte hinzu: „In der entscheidenden Phase haben wir das doch schon so oft gut gelöst.“ Doch an diesem Freitagabend reichte es leider nicht mehr, das Spiel noch zu drehen.
Schon der Beginn des 25. Spieltags verlief nicht nach Plan. Doruk Pehlivan (27) kam überhaupt nicht ins Spiel: Zwei Würfe fanden nicht ihr Ziel, dazu kam ein Foul an Gegenspieler Christian Wilhelm (23). Die Folge war eine Zwei-Minuten-Strafe und ein Siebenmeter für die Gastgeber, die damit erstmals in Führung gingen (2:3, 5. Minute).
Die Tigers fanden lange Zeit nicht zu ihrem Spielrhythmus, was Haber (39) sichtlich verärgerte. Das Spiel wiederholte sich quasi ständig – der HCE verkürzte auf zwei Tore Rückstand, Nordhorn antwortete prompt und baute den Vorsprung wieder aus (11:14, 23.).
Durch den doppelten Lauro Pichiri (21) und eine überraschende offensive Deckung konnten die Sachsen zwar den Ausgleich erzielen (14:14, 25.), jedoch ging es mit noch einigen Aufgaben für den zweiten Durchgang in die Pause.
Für den 23:23-Ausgleich sorgte Dresdens bester Werfer in Nordhorn: Julius Dierberg (33) reagierte nach einer Parade von Luca Tschentscher (22) blitzschnell und stellte den Spielstand wieder her.
Auch wenn nach einem Ballgewinn von Linksaußen Louis Bensch (20) die Führung verpasst wurde, war der HCE weiter im Spiel (42.).
Das Problem zeigte sich jedoch in der Schlussphase: Mister 100 Prozent blieb nicht fehlerfrei. Dierberg, der zuvor alle acht seiner Siebenmeter verwandelt und beide Feldwürfe getroffen hatte, scheiterte in den letzten Minuten zweimal (57. & 60.).
Der Treffer von Sebastian Greß (31) mit der Schlusssirene war am Ende nur noch Ergebniskosmetik.