Schock-Diagnose im Aufstiegskampf: Rückraum-Star des HCE fällt mehrere Wochen aus
Dresden – Der Auftakt in die Rückrunde verlief für die Handballer des HC Elbflorenz mit den Niederlagen gegen Bietigheim (27:31) und Balingen-Weilstetten (27:28) alles andere als erwartet. Nun trifft es die Sachsen noch härter: Timo Löser (26) wird voraussichtlich mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.
In der 42. Minute des Spitzenspiels gegen Balingen setzte Löser zum Torwurf an und verkürzte auf 19:21.
Unglücklicherweise landete er nach dem Wurf ungünstig auf seinem rechten Fuß. Obwohl der Rückraumspieler einen weiteren Versuch startete, musste er humpelnd zurück zur Bank gehen.
Die anschließende Diagnose fiel ernüchternd aus: Bruch im rechten Mittelfuß.
Der Rechtshänder, der im zweiten Jahr bei den Dresdnern mit 93 Treffern eine tragende Rolle im Angriff spielt, wird in den kommenden Wochen fehlen.
„Die Nachricht hat mich zunächst sehr getroffen“, erklärte der wurfgewaltige 1,97 Meter große Athlet zu seiner Verletzung.
Dennoch richtet er seinen Fokus bereits auf die Zukunft: „Ich werde alles daransetzen, stärker zurückzukehren. So bitter die Situation auch ist, sehe ich darin auch eine Chance, an meinen Schwächen zu arbeiten, meine Kondition zu verbessern und so schnell wie möglich wieder auf das Spielfeld zurückzukehren.“
Wie wichtig Löser für seine Mannschaft ist, bewies er im bisherigen Saisonverlauf mehrfach. Im DHB-Pokal erzielte er in der Verlängerung gegen den HSV Hamburg den entscheidenden Siegtreffer. Wenige Wochen zuvor sicherte er seinem Team mit einem Last-Minute-Tor gegen Potsdam den ersten Saisonsieg.
Auf diese maßgeblichen Beiträge des linken Rückraumspielers muss der HCE in den nächsten Wochen verzichten – zumindest in den Spielen.
„Trotzdem möchte ich weiterhin so viel wie möglich bei der Mannschaft sein, das Teamgefühl erleben und ich vertraue darauf, dass jeder Einzelne alles geben wird, um die Rückrunde genauso erfolgreich zu gestalten wie die Hinrunde“, betont Löser.
Trainer André Haber (39) sendet beste Genesungswünsche an seinen Schützling und zeigt sich optimistisch: „Die Mannschaft ist gut aufgestellt, um diese Herausforderung zu meistern, und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen werden.“