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Leipzigs Cheftrainer nach der Niederlage gegen Melsungen: „Ich fühle mich völlig erschöpft“

Leipzig – Schon vor dem Schlusspfiff war die Enttäuschung bei den Grün-Weißen nach der 27:33-Pleite (12:13 zur Halbzeit) gegen MT Melsungen deutlich spürbar. Obwohl die Mannschaft des SC DHfK Leipzig in der ersten Hälfte noch auf Augenhöhe agierte, erwischten sie den Start in den zweiten Durchgang katastrophal und liefen dem Gegner fortan hinterher.

Die Aussichten auf den Klassenerhalt werden dadurch zunehmend schlechter. In Leipzig richtet sich der Blick am Samstag mit großer Sorge auf die Partien der direkten Mitkonkurrenten Wetzlar und Minden. Nur wenn beide Mannschaften verlieren, besteht für Leipzig weiterhin Hoffnung.

„Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, zitierte Leipzigs Trainer Frank Carstens (54) nach dem Spiel den Kult-Charakter „John Rambo“. „Im Moment geht es mir richtig schlecht, ich bin vollkommen ausgelaugt. Das muss ich ehrlich zugeben, da ich von der zweiten Halbzeit wirklich enttäuscht bin.“

Das Spiel von Wetzlar gegen Erlangen am Samstag möchte Carstens lieber nicht live verfolgen: „Da ich den Ausgang nicht beeinflussen kann, werde ich wahrscheinlich joggen gehen, trainieren oder sonst etwas machen – aber nicht das Spiel schauen.“

Da Leipzig in dieser Saison nicht mehr gegen Wetzlar oder Erlangen antreten wird, hält Carstens eine Analyse der Begegnungen für verzichtbar. „Das Beste ist wohl, einfach nur das Ergebnis zu akzeptieren“, so der Trainer. „Ob ich das durchhalte, können wir nächste Woche noch einmal besprechen.“

Während die Zuschauer zur Halbzeitpause beim Stand von 12:13 noch auf einen spannenden zweiten Abschnitt hofften, wurden sie gleich nach Wiederanpfiff bitter enttäuscht. Die Leipziger starteten komplett verschlafen in den zweiten Durchgang und kassierten binnen der ersten dreieinhalb Minuten vier Gegentore, ohne selbst zu treffen (17:12).

Zwar kämpfte sich die DHfK-Mannschaft noch einmal kurz zurück, doch bei 19:26 in der 50. Minute war der Widerstand beinahe gebrochen. Am Ende stand eine 27:33-Niederlage zu Buche.

Am 3. Juni treten die Sachsen auswärts bei Lemgo an, bevor es am 7. Juni im entscheidenden Spiel gegen den derzeitigen Tabellenvorletzten aus Minden zum ultimativen Showdown kommt.