Leipzigs Franz Semper vor EM-Generalprobe: „Wir können jeden Gegner besiegen“
Hannover – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft bestreitet am heutigen Abend in Hannover ihr letztes Vorbereitungsspiel vor dem EM-Start am 15. Januar gegen Kroatien (18:05 Uhr, live in der ARD). Mit von der Partie ist auch der Leipziger Rückraumspieler Franz Semper (28) vom SC DHfK, der am Sonntag über die Stimmung im Team und die bevorstehenden Herausforderungen sprach.
Im ersten Testspiel am Donnerstagabend in Zagreb konnte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason (66) mit einem 32:29-Erfolg gegen Kroatien überzeugen.
„Das war für uns ein äußerst anspruchsvoller Test, den wir am Ende mit Bravour gemeistert haben“, erklärte Semper am Sonntag im Interview mit dem DHB. „Deshalb herrscht aktuell eine sehr positive Atmosphäre innerhalb der Mannschaft, die die Vorfreude auf das Heimspiel noch einmal verstärkt.“
Auch über die Ziele für die Europameisterschaft wurde intern bereits gesprochen: „Trotz starker Gegner in der Vorrunde und einer möglichen Hauptrunde wollen wir das Halbfinale erreichen. Entscheidend wird sein, besser als bei der Weltmeisterschaft im letzten Jahr in das Turnier zu starten. Sobald wir unseren Rhythmus finden, können wir jede Mannschaft schlagen.“
Schon in der Gruppenphase warten mit Österreich, Serbien und Spanien äußerst starke Gegner auf das DHB-Team. Für Semper stellt das jedoch keine Befürchtung dar: „Es kann sogar von Vorteil sein, wenn man in jedem Spiel bis an seine Grenzen gehen muss. Das sind genau die Mannschaften, mit denen wir uns messen wollen.“
Falls das Team die Vorrunde übersteht und den Einzug in die Hauptrunde schafft, erwarten sie mit Olympiasieger und Weltmeister Dänemark sowie Titelverteidiger Frankreich sofort Weltklasse-Mannschaften.
„Dänemark ist natürlich aktuell das Nonplusultra im internationalen Handball“, räumt der DHfK-Rückraumspieler ein. „Auch die französische Auswahl ist durchweg mit Top-Spielern besetzt. Aber selbst wenn wir sie besiegen, wird es danach nicht einfacher, egal wer sich dann qualifiziert.“
Von Anfang an war allen klar, dass die Europameisterschaft aufgrund des hohen Niveaus der teilnehmenden Teams eine größere Herausforderung darstellt als zum Beispiel die Weltmeisterschaft.
„Wir freuen uns auf jedes einzelne Spiel. Wir haben eine junge Mannschaft, die bei jedem Länderspiel mit voller Leidenschaft dabei ist. Genau das soll unser Vorteil sein“, so Semper. Den Auftakt macht die DHB-Auswahl am 15. Januar um 20:30 Uhr gegen Österreich.