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Spannendes Finale: HC Elbflorenz verliert Geburtstags-Krimi

Dresden – Bis zur allerletzten Sekunde wurde gekämpft und zumindest auf einen Punktgewinn gehofft. Doch der Pass von Anton Preußner in den Kreis fand nicht den Weg zu Oliver Seidler – somit wurde die Chance auf den Ausgleich mit dem Schlusspfiff vergeben. Stattdessen unterlag der HC Elbflorenz an seinem 20. Vereinsgeburtstag mit 27:28 (13:16) gegen die HBW Balingen-Weilstetten.

„Das war ein Spiel von unglaublicher Intensität, das in beide Richtungen hätte kippen können“, fasste Gästetrainer Matthias Flohr die Partie in der Pressekonferenz zusammen.

Seine Mannschaft wollte mit großer Zweikampfhärte die Feierlichkeiten torpedieren. Bereits im ersten Abschnitt mussten die Gäste fünfmal für jeweils zwei Minuten auf die Strafbank, am Ende standen sogar neun Zeitstrafen zu Buche.

Gerade im letzten Drittel der ersten Hälfte zeigte dieses körperbetonte Spiel Wirkung, denn die Dresdner erzielten in dieser Phase lediglich drei Tore.

Da Marino Mallwitz mehr als eine Viertelstunde lang keinen Ball der Baden-Württemberger abwehren konnte, ging es folgerichtig mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause.

Doch eine Entscheidung war noch nicht gefallen. Robin Cantegrel sorgte mit einer Parade vom Siebenmeterpunkt für ausgelassene Stimmung unter den 2704 Zuschauern in der ausverkauften BallsportARENA (41. Minute, 18:21). Noch lauter wurde es, als Louis Bensch zum 23:23 ausglich (48.).

Die Dresdner waren wieder im Spiel, vergaben jedoch in der Schlussphase ihre besten Chancen.

„Das Ergebnis passt leider nicht zu dem Fest und der Feier“, erklärte HCE-Coach André Haber nach dem Spiel: „Ich bin, wie meine gesamte Mannschaft, extrem enttäuscht. Das ist sehr bitter, denn der Spielverlauf deutete klar auf ein Happy End hin.“

Bereits vor dem Anpfiff stimmten Vereinsgrößen wie Timo Meinl, inzwischen Torwarttrainer, im Legendenmatch auf das 20-jährige Jubiläum der Sachsen ein.

Auch Rico Göde, der sportliche Leiter, trug sich im Vorspiel in die Torschützenliste ein und sorgte so für großartige Stimmung, die bereits vor Beginn der Zweitliga-Partie herrschte.

Nur die Krönung – der Sieg im Spitzenspiel – blieb den Dresdnern verwehrt.