Neuzugang bringt Erfolg: HC Elbflorenz gewinnt trotz „Mittellinien-Fluch“
Dresden – Alles dreht sich um den Aufstieg! Bereits kurz vor Spielbeginn gab es für die Anhänger des HC Elbflorenz eine großartige Neuigkeit: Vom Erstliga-Zweiten Füchse Berlin wurde noch ein kräftiger Verstärker verpflichtet. Lauro Pichiri (21) erhielt mit sofortiger Wirkung ein Zweitspielrecht für die Tiger und soll den verletzten Timo Löser (26) ersetzen.
Der 2,05 Meter große Riese hatte beim 27:24 (11:13)-Erfolg gegen Eintracht Hagen zwar keinen großen Einfluss, fieberte aber an der Seitenlinie mit und unterstützte lautstark, als wäre er schon lange Teil des Teams.
Am Donnerstag steht der 21-Jährige bereits wieder im Champions-League-Kader der Füchse für das Spiel gegen KS Iskra Kielce, am Mittwoch durfte er in der 14. Minute erstmals aufs Feld.
Seinen Einstand gab Pichiri mit einem Wurf über das Tor in die obere Etage (14.) und einem Missverständnis mit Ivar Stavast (17.).
In der 46. Minute traf er dann in die dritte Etage, anschließend folgten noch zwei Minuten Einsatzzeit. In der Defensive zeigte sich das vielversprechende Talent während seiner kurzen Spielzeit deutlich präsenter und aggressiver gegen den Gegner.
Allerdings lief vorne bei André Habers Mannschaft insgesamt nicht allzu viel zusammen.
„Es war ein bisschen so, als wäre die Mittellinie für beide Teams verflucht“, meinte der HCE-Coach: „Über diese Linie passierte dann viel Unsinn. Ich bin jedoch sehr stolz darauf, wie wir über 60 Minuten konsequent verteidigt haben. Besonders in der Crunchtime haben wir mit Tempo, Paraden, Toren und gewonnenen Bällen das Spiel für uns entschieden.“
In den ersten 20 Minuten war ordentlich Tempo im Spiel, doch der HCE zeigte eine deutlich höhere Fehlerquote. Stavast verlor mehrfach den Ball und musste in der zweiten Hälfte nach einer roten Karte (50.) vom Feld. Dem Niederländer gelang wenig.
Auch andere Spieler hatten Schwierigkeiten mit der offensiven Fünf-zu-eins-Abwehr der Hagener. „Das ist unangenehm, weil man so etwas in dieser Saison nicht gewohnt ist. Sie haben uns in unserem Tempospiel mit einer sehr offensiven Deckungsvariante empfangen“, erläuterte Haber.
Nach der ersten Halbzeit standen die Torhüter Robin Cantegrel (sieben Gegentore in 15:26 Minuten) und Marino Mallwitz (fünf Gegentore in 10:39 Minuten) mit jeweils nur zwei gehaltenen Würfen da, während Lukas Wucherpfennig mit drei Treffern vorn der beste Tiger war.
Ausgerechnet er vergab im Konter nach der Pause die Chance auf den Ausgleich (33.). Diesen erzielte dann Doruk Pehlivan (33.), der wenige Minuten später die erste Führung im Spiel markierte.
Der Türke lief heiß und war mit sieben Treffern bester Schütze des HC Elbflorenz, der das Ziel Aufstieg fest im Blick hat.
Eine zwei-Tore-Führung (42.) reichte später jedoch nicht aus, da sich die Führung ständig hin und her wechselte.
Doch 2068 Zuschauer in der BallsportArena gerieten in Ekstase, als Mallwitz mit seinen Paraden sechs, sieben und acht (38 Prozent) den Sieg sicherte.