Kein Selbstläufer für den HCE: „Nicht vorneweg, aber stärkster Verfolger“
Dresden – Am Freitag trifft der HC Elbflorenz in der BallsportARENA (19.30 Uhr) auf die HSG Krefeld Niederrhein, das dritte Team aus der unteren Tabellenregion in Folge. Dass die Partie dennoch kein leichter Sieg wird, hat die jüngste Vergangenheit deutlich gezeigt.
Im Hinspiel gegen Essen, das direkt über dem Abstiegsstrich steht, erzielten die Dresdner mit 41:24 ihren höchsten Sieg in der Geschichte der 2. Liga. Eine Woche später folgte gegen Krefeld eine ähnlich klare Angelegenheit – nach 60 Minuten stand es 43:27.
Wie stark sich die Verhältnisse innerhalb eines halben Jahres ändern können, bewies das Rückspiel in Essen am vergangenen Sonntag. Dank etwas Glück und einem eiskalten Louis Bensch (20) sicherten sich die Tiger in der letzten Sekunde noch die vollen zwei Punkte.
Genau dieses Erfolgserlebnis und das daraus resultierende Selbstvertrauen sollen auch am 1. Mai helfen.
„Man wird uns in den ersten zehn Minuten ansehen können, ob wir die letzte Begegnung gewonnen haben oder nicht. Ich bin mir sicher, dass sich das auf das Spiel auswirken wird“, erklärt HCE-Trainer André Haber (39).
Fünf Spieltage vor Saisonende ist der Tabellendritte weiterhin überzeugt, den großen Coup zu landen, auch wenn Haber die Aufstiegschancen nüchtern einschätzt: „Wir sind nicht mehr die Nummer eins im Rennen, aber der härteste Verfolger von Bietigheim und Balingen. Es ist durchaus angemessen, weiterhin Hoffnungen zu hegen. Die Chancen sind zwar nicht mehr enorm, wir bleiben jedoch realistisch. Trotzdem bin ich auch ein Träumer, der bis zum Schluss an unsere Möglichkeit glaubt.“
Allerdings warnt Bensch vor dem Heimspiel gegen Krefeld, das den Auftakt zu fünf entscheidenden Partien bildet: „Zuerst müssen wir auf uns selbst schauen.“