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HC Elbflorenz: Was der Neuzugang Lauro Pichiri verspricht und wie man mit ihm plant

Dresden – Innerhalb von nur zwei Tagen erlebt Lauro Pichiri (21) zwei ganz verschiedene Welten: Am Mittwoch Abend kämpft er in der 2. Bundesliga um den Aufstieg, einen Tag später steht bereits Champions-League-Handball auf dem Programm. Der junge Spieler, der mit einem Zweitspielrecht von den Füchsen Berlin zum HC Elbflorenz wechselte, soll zum entscheidenden Faktor im Rennen um den Aufstieg werden.

„Auf jeden Fall. Das wird bestimmt gut laufen“, äußerte sich der 2,05 Meter große Rückraumspieler direkt nach seinen ersten Einsatzminuten gegen Eintracht Hagen. „Ich möchte natürlich meinen Beitrag leisten und eine bedeutende Rolle übernehmen, gerade weil Timo Löser (26) momentan fehlt.“

Beim 27:24-Sieg des Tabellendritten durfte Pichiri erste Spielzeit sammeln, erhielt zwei Würfe aus dem Rückraum – einen im zweiten, den anderen im dritten Stockwerk.

„Ich weiß nicht genau, was da los war. Am Ende sind die Bälle mir einfach so aus der Hand geglitten“, gab der 21-Jährige ehrlich zu. „Mit der Abwehrleistung bin ich jedoch zufrieden. Darauf kann ich aufbauen. Der Rest wird mit der Zeit kommen, wenn die Abstimmungen stimmen. Sobald ich wieder eingesetzt werde, denke ich, wird das richtig gut.“

Vor seinem Debüt hatte Pichiri nur eine Trainingseinheit mit seinen neuen Mannschaftskameraden absolviert. Den Fans in Dresden versprach er dabei: „Da kommt noch einiges mehr.“

Seine Stärken sieht der Rückraumspieler vor allem im Eins-gegen-eins. „Da kann ich zeigen, was ich draufhabe. Also nicht nur, dass ich werfen kann – was heute zwar noch nicht so gut klappte, aber in Zukunft sicher besser wird!“

Wie gut sein Körper mit der zusätzlichen Belastung durch die Reisen zurechtkommt, wird sich noch zeigen. Bei den Füchsen Berlin stand der gebürtige Hannoveraner bislang nur selten auf dem Feld.

In Dresden erwartet ihn deutlich mehr Einsatzzeit. „Das ist für mich neu, das werde ich jetzt herausfinden“, zeigte sich Pichiri bezüglich der Doppelbelastung zunächst zurückhaltend.

Er ist überzeugt: „Sicher klappt das schnell, wenn man in beiden Teams gut integriert ist und sich rasch umstellen kann. Außerdem spielt natürlich auch die eigene Vorbereitung eine Rolle.“

Wie es in den kommenden Wochen mit Pichiri weitergeht, ist mit den Füchsen Berlin bereits abgestimmt.

„Da die Füchse in der Champions League schon für die nächste Runde qualifiziert sind, wird er in Berlin Spielzeit bekommen. In der Bundesliga gegen die Rhein-Neckar Löwen wird auf ihn verzichtet, dann fährt er mit uns nach Lübeck. Auf der Rückfahrt setzen wir ihn in Berlin wieder ab. Er wird also öfter im Zug unterwegs sein“, erläutert Rico Göde (43).

Der Sportliche Leiter des HC Elbflorenz erklärt weiter: „Es gibt einen klaren Plan, gleichzeitig wird es immer wieder Absprachen geben. Man muss Bob Hanning und den Füchsen wirklich zugutehalten, dass sie sehr lösungsorientiert agieren. Das ist nicht selbstverständlich, zeigt aber, dass sie den Fokus auf die Entwicklung der Spieler legen.“