Mit dem Schlusspfiff zum Triumph! HC Elbflorenz rächt sich für das Skandalspiel
Lübeck – Ähnlich wie beim umstrittenen Spiel in der vergangenen Saison, als der HC Elbflorenz in den letzten Sekunden unrechtmäßig den Ausgleich gegen den VfL Lübeck-Schwartau erzielte, fiel die Entscheidung diesmal erneut in der letzten Spielminute – jedoch mit einem korrekten und besseren Ausgang für die Mannschaft aus Dresden.
Mit dem Ertönen der Schlusssirene erzielte Kapitän Sebastian Greß den Siegtreffer zum 31:30 (14:15). Lediglich acht Sekunden zuvor erhielten die Tiger noch einmal die Chance zum Angriff, da Lübecks Nadav Cohen beim Wurf im Kreis stand.
Für die Tiger bedeutete dieser Erfolg den dritten Sieg am Stück, den sie ohne ihren Cheftrainer André Haber errangen. Aufgrund einer Krankheit konnte Haber die Reise nach Lübeck nicht antreten und wurde von seinem Assistenten Fabian Bergers-Metzner vertreten.
Dieser sah eine schnelle Partie, in der aus Dresdner Sicht jedoch nicht alles perfekt lief. „Die Abwehr ist hervorragend“, lobte der Ersatztrainer in seiner Auszeit kurz vor der Halbzeitpause vollkommen zu Recht.
Torhüter Marino Mallwitz, ein gebürtiger Lübecker, zeigte zusammen mit der aggressiven Defensive eine starke Leistung, dennoch lagen die Gastgeber zur Pause knapp vorne, was den 29-Jährigen sichtlich ärgerte. Wutentbrannt stürmte er in die Kabine.
Die gewünschte Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Angeführt von Doruk Pehlivan, der mit zehn Treffern der erfolgreichste Werfer für den Tabellendritten war, kämpften sich die Tiger zurück und sicherten sich ihren verdienten Erfolg im hohen Norden.