Handball-EM live: Deutschland übernimmt Tabellenführung nach Dänemarks Sieg
Die Handball-Europameisterschaft 2026 der Männer in Dänemark, Schweden und Norwegen befindet sich momentan in vollem Gange.
Bis zum 1. Februar kämpfen 24 Teams in den drei Gastgeberländern um den Titel. Auch die deutsche Nationalmannschaft ist am Start und hofft darauf, nach zehn Jahren endlich wieder eine EM-Medaille zu gewinnen – damals gab es den Gold-Coup.
Zum Auftakt der Hauptrunde setzte sich Deutschland knapp mit 32:30 gegen Portugal durch und sicherte sich damit beste Chancen auf das Halbfinale. Am kommenden Samstag (20:30 Uhr) steht die Begegnung mit Norwegen an.
TAG24 begleitet das Kontinentalturnier im Liveticker und versorgt Euch fortlaufend mit den neuesten Informationen.
Dank Dänemarks deutlichem 32:19-Erfolg gegen Frankreich am Donnerstagabend führt das DHB-Team nun die Tabelle der ersten Hauptrundengruppe an. Zudem gewann Norwegen mit 35:34 gegen Spanien.
Heute Freitag starten die Spiele der zweiten Hauptrundengruppe in Malmö: Island trifft um 15:30 Uhr auf Kroatien, die Schweiz spielt um 18 Uhr gegen Ungarn, und um 20:30 Uhr steht die Partie Slowenien gegen Schweden auf dem Programm.
Am Samstag geht es für Deutschland weiter mit dem Duell gegen Norwegen (20:30 Uhr). Zuvor messen sich Frankreich und Portugal (15:30 Uhr) sowie Spanien und Dänemark (18 Uhr).
Portugal erzielte zwar den Anschluss, doch den letzten Treffer setzte Renars Uscins zum 32:30-Endstand! Nach dem Schlusspfiff jubelt Deutschland über den knappen Sieg und die Tabellenführung in der Hauptrundengruppe.
Mit sieben Toren war Miro Schluroff der erfolgreichste Torschütze der deutschen Mannschaft, doch zum „Man of the Match“ wurde Torhüter Andreas Wolff gekürt, der beeindruckende 32,6 Prozent der Würfe abwehrte.
Im wahrscheinlich letzten Angriff vergab Mertens bei einem Spielstand von 30:29, doch ein portugiesischer Spieler hielt ihn am Arm fest.
Den daraus resultierenden Siebenmeter verwandelte Zerbe zum 31:29, es blieben nur noch wenige Sekunden auf der Uhr.
Welch dramatische Szenen: Wolff fing einen Ball ab, der allerdings möglicherweise die Torlinie überschritten hatte. Die Schiedsrichter entschieden sich für eine Videoüberprüfung und gaben schließlich den Treffer für Portugal.
Obwohl Deutschland in Unterzahl in den letzten Sekunden noch das 27:25 erzielte, stand Wolff beim Ballbesitz der Portugiesen noch nicht im Tor, sodass Portugal postwendend den Anschluss schaffte.
Eine harte Entscheidung fiel bei der Sichtung der Videobilder: Johannes Golla erhielt die Rote Karte, nachdem er einen Gegenspieler mit dem Unterarm im Gesicht erwischte.
Auch Fischer musste für zwei Minuten auf die Bank, sodass Deutschland kurzzeitig in Unterzahl spielte.
Trotzdem traf Schluroff zum 24:22 und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her – noch sieben Minuten waren zu spielen.
Justus Fischer nutzte einen Siebenmeter, der allerdings von Lichtlein vergeben wurde.
Ungeachtet dessen setzte Deutschland das 24:22, als Zerbe von Rechtsaußen hochstieg und den gegnerischen Torwart Capdeville überwinden konnte.
Deutschland übernahm nun mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel und ging erstmals in dieser Halbzeit mit zwei Toren in Führung.
Schluroff und Knorr trafen unmittelbar hintereinander, beim Spielstand von 21:19 für Deutschland waren jedoch noch etwa 14 Minuten zu absolvieren.
Andreas Wolff zeigte sich erneut in hervorragender Form und parierte beim Stand von 19:18 erneut einen Wurf.
Portugal zog daraufhin die erste Auszeit in der zweiten Halbzeit, kehrte jedoch mit sieben Feldspielern und ohne Torwart aufs Feld zurück – eine Taktik, die Wolff zuvor bereits als „Anti-Handball“ bezeichnet hatte.
Bei 17:17 wurde die Partie kurz unterbrochen, da die Schiedsrichter eine Szene am Bildschirm überprüfen wollten.
Cavalcanti musste für zwei Minuten vom Feld, nachdem er Golla ins Gesicht getroffen hatte. Eine mögliche Rote Karte wurde nicht ausgesprochen.
Portugal ging immer wieder in Führung, doch Deutschland konterte jeden Rückstand sofort.
Im Anschluss verlor Portugal den Ball, was Deutschland nutzen konnte: Schluroff erzielte in der 39. Minute das 16:15 – die erste Führung für Deutschland in dieser Hälfte.
Während die erste Halbzeit vergleichsweise langsam verlief, ging es im zweiten Durchgang deutlich schneller zur Sache.
Schluroff, Costa und Uscins wechselten sich mit Treffern ab, sodass es nach nur 135 Sekunden 13:13 stand. Könnte dies noch zu einem wahren Torfestival werden?
Portugal begann die zweite Halbzeit mit dem Anwurf und verwandelte nach nur acht Sekunden durch Costa die 12:11-Führung.
In der Pause sprach Justus Fischer kurz mit der Sportschau und nannte die vielen technischen Fehler im Angriff als Hauptproblem der Deutschen.
„Trotz der Fehler ist das Ergebnis noch recht gut. Wenn wir diese Fehler abstellen, haben wir in der zweiten Hälfte weniger Schwierigkeiten“, so der Kreisläufer.
Kaum war der Kapitän zurück auf dem Spielfeld, musste Deutschland erneut in Unterzahl agieren, da Kiesler eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt.
Portugal nutzte die Überzahl und glich zum 11:11 aus. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Der Kapitän stand im Mittelpunkt: Golla erzielte zunächst das 10:8 für Deutschland, zeigte sich dann in der Defensive energisch und musste zwei Minuten auf die Bank.
Die Führung für Deutschland war damit gesichert!
Neves blockte Zerbe und wurde dafür mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt. Den anschließenden Siebenmeter verwandelte Lichtlein zum 8:8. Wolff hielt hinten stark, sodass Uscins nach 24 Minuten das 9:8 erzielen konnte.
Es folgten zahlreiche Fehlwürfe auf beiden Seiten. Sowohl Wolff als auch Capdeville konnten mehrfach Angriffe entschärfen.
Selbst eine Auszeit von Portugals Trainer Pereira half nicht weiter.
Nils Lichtlein musste kurz behandelt werden, nachdem er von Salvador hart gefoult wurde. Auch der Portugiese erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe und entschuldigte sich fair beim Deutschen.
Unmittelbar danach erzielte Grgic sein siebtes Tor für Deutschland, nach 19 Minuten stand es 7:8 aus deutscher Sicht.
Die deutsche Mannschaft konnte Portugal bislang nicht dauerhaft unter Druck setzen und lieferte vor allem im Angriff noch keine Glanzleistung ab. Nach etwa 13 Minuten standen lediglich vier Tore zu Buche, wovon zwei durch Siebenmeter erzielt wurden.
Portugal hingegen gelang es bereits sechsmal, Wolff zu überwinden. Deshalb nahm Gislason früh eine Auszeit.
Nachdem Portugal auf 3:1 gestellt hatte, erhielt Deutschland einen Siebenmeter, den Lichtlein sicher verwandelte.
Wolff zeigte danach erneut seine Klasse mit einer Parade, im schnellen Gegenstoß gelang Deutschland der Ausgleich zum 3:3.
Das erste Tor des Spiels erzielte Johannes Golla für Deutschland. Anschließend dauerte es einige Zeit, bis das DHB-Team erneut traf, während Portugal die Initiative übernahm.
Nach etwas mehr als vier Minuten schoss Francisco Costa Portugal mit 2:1 in Führung.
Das Spiel begann mit Deutschland in der Aufstellung: Torwart Andreas Wolff, Juri Knorr, Julian Köster, Renars Uscins, Johannes Golla, Lukas Mertens und Lukas Zerbe.
Für Deutschland geht es heute um einen gelungenen Start in die Hauptrunde und um Revanche für das bittere WM-Viertelfinal-Aus vor einem Jahr, als Portugal im Verlängerungskrimi mit 31:30 die Oberhand behielt.
Etwa zehn Minuten vor Spielbeginn betraten beide Teams die Halle und sangen die Nationalhymnen.
Bundestrainer Alfred Gislason warnte in der Sportschau nochmals vor Portugal, das vor wenigen Tagen überraschend Topfavorit Dänemark vor heimischer Kulisse besiegt hatte.
Wie üblich vor jedem Spiel muss der Bundestrainer zwei Spieler aus dem 18-köpfigen Kader streichen. Diesmal fehlen Kreisläufer Jannik Kohlbacher und Rechtsaußen Mathis Häseler, die bislang wenig Einsatzzeit hatten. Dagegen sind Rune Dahmke, Nils Lichtlein, Franz Semper und Matthes Langhoff, die bereits früher einmal gestrichen wurden, mit dabei.
Nach einer dreitägigen Pause startet das DHB-Team heute in die Hauptrunde.
Die Partie gegen Portugal beginnt ausnahmsweise schon um 15:30 Uhr – bisher spielte Deutschland in diesem Turnier immer um 20:30 Uhr. Alle Fans sollten also am Nachmittag einschalten.
Eine gute Nachricht für Deutschland vor dem Duell am Donnerstag: Der europäische Handballverband EHF sperrte den portugiesischen Kreisläufer Victor Iturriza (35) für eine Partie, sodass er gegen Deutschland nicht zum Einsatz kommen darf.
Iturriza war im Vorjahr mit sieben Treffern maßgeblich am WM-Viertelfinal-Sieg Portugals über Deutschland beteiligt.
Beim überraschenden Sieg der Portugiesen gegen Dänemark vor wenigen Tagen erhielt der 35-Jährige kurz vor Spielende seine dritte Zwei-Minuten-Strafe und damit die Rote Karte nach einem Foul an Dänemarks Topstar Mathias Gidsel.
Anders als im Fußball führt dies nicht automatisch zu einer Sperre für die nächste Begegnung. Die Disziplinarkommission der EHF bewertete das Vergehen jedoch als „grob fahrlässig und gefährlich“ und sperrte ihn deshalb für das Deutschland-Spiel aufgrund „schwerwiegenden unsportlichen Verhaltens“.
Am Montagabend verlor der Topfavorit Dänemark überraschend das letzte Vorrundenspiel gegen Portugal mit 29:31, weshalb Deutschland in der Hauptrunde nun als Erstes erneut auf Portugal trifft.
Die Partie am Donnerstag beginnt um 15:30 Uhr. Weitere Termine stehen ebenfalls fest: Am Samstag gegen Norwegen um 20:30 Uhr, am Montag gegen Dänemark um 20:30 Uhr und am Mittwoch (28. Januar) gegen Frankreich um 18 Uhr.
Nationalmannschafts-Manager Benjamin Chatton bezeichnete die Gruppe aufgrund der Gegner als eine „Todesgruppe“ und kündigte spannende Spiele im Zwei-Tages-Rhythmus an.
Deutschland, Portugal und Frankreich nehmen als Sieger ihrer Vorrundengruppen jeweils zwei Punkte mit in die Hauptrunde. Die beiden besten Teams jeder Gruppe erreichen das Halbfinale, während der Drittplatzierte Platz fünf ausspielt.
In der anderen Hauptrundengruppe kämpfen Schweden, Kroatien, Slowenien, Schweiz, Island und Ungarn um den Einzug ins Halbfinale.
Nach dem Sieg gegen Spanien geht es für die DHB-Auswahl bereits am Donnerstag in der Hauptrunde weiter.
Der nächste Gegner wird erst am Dienstagabend ermittelt. Sicher ist aber, dass Deutschland am Samstag (24. Januar) gegen Norwegen und am Montag (26. Januar) gegen Frankreich antreten wird. Der letzte Gegner der Hauptrunde am Mittwoch (28. Januar) steht noch nicht fest.
In Gruppe B fallen die Platzierungen und damit die möglichen Gegner für Deutschland. Dänemark, Portugal oder Nordmazedonien kommen infrage. Die genauen Anstoßzeiten sind noch nicht bekannt.
Ende, die Partie ist beendet.
Deutschland besiegt den zweifachen Europameister mit 34:32 und zieht als Gruppensieger in die EM-Hauptrunde ein.
Das sollte nun wohl die Entscheidung gewesen sein!
Kurz vor Schluss erhöht Uscins auf 33:29 – war das schon die Vorentscheidung?
Es verbleiben noch etwa drei Minuten.
Deutschland führt mit drei Toren und der Einzug in die nächste Runde wird immer wahrscheinlicher.
30:27 für das DHB-Team!
Bundestrainer Gislason nimmt zu Beginn der Schlussphase eine Auszeit, um sein Team auf die letzten Minuten einzustellen.
Deutschland liegt weiterhin vorn, die verbleibende Spielzeit beträgt knapp 15 Minuten.
Damit ist die Mannschaft aktuell Tabellenführer und sicher in der EM-Hauptrunde.
Deutschland führt weiterhin mit drei Toren, doch Spanien bleibt am Ball.
Mit zwei spektakulären Paraden hält DHB-Torhüter Späth die Iberer jedoch auf Distanz, beim Spielstand von 23:20.
18:15! Deutschland baut die Führung auf drei Tore aus.
Knorr setzt sich am Gegner durch und trifft sehenswert ins Tor.
Dennoch ist Vorsicht geboten, denn gegen Serbien hatte Deutschland zuletzt eine vier Tore-Führung verspielt und die Partie verloren.
Die Pause ist vorbei.
Die zweite Halbzeit wurde soeben angepfiffen.
Im letzten Angriff vor der Halbzeit hätte Deutschland auf 18:15 erhöhen können.
Uscins versuchte es mit einem Hüftwurf aus zentraler Position, doch der Ball prallte vom Pfosten zurück. Es blieb beim 17:15.
Damit geht Deutschland als Tabellenführer der Gruppe A in die Pause.
Nur noch rund drei Minuten der ersten Hälfte sind übrig, und die Zwei-Tore-Führung bleibt in deutscher Hand.
Golla spielt Zerbe auf der linken Seite an, der hochsteigt und trifft zum 17:15 für Deutschland.
Etwa zehn Minuten vor der Halbzeit nahm Spaniens Trainer Ribera die erste Auszeit.
Bundestrainer Gislason blieb gelassen: „Mit Geduld weiterspielen“ gab er seiner Mannschaft mit auf den Weg.
Bisher präsentierte sich Deutschland überzeugend und führte mit 12:9.
Doppelte Unterzahl für Spanien!
Knorr wurde im Angriff am Hals festgehalten und erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe. Kurz darauf sah auch Serradillo wegen Nachfassens gegen Köster die Zeitstrafe und musste ebenfalls auf die Bank.
Die deutsche Nationalmannschaft führte weiterhin mit zwei Toren.
Nach etwa 15 Minuten lag Deutschland mit 8:6 vorn.
Nach rund fünf Minuten sorgte Knorr für die 3:2-Führung aus deutscher Sicht.
Die Partie war ausgeglichen, es ging hin und her.
Anwurf, das Spiel läuft.
Die Iberer haben den Ball und spielen von links nach rechts.
Die Teams sind bereit, doch zunächst herrscht stille Andacht.
Vor Spielbeginn wurde eine Schweigeminute für die Opfer des schweren Zugunglücks im Süden Spaniens eingelegt.
Am Sonntagabend kamen bei der Tragödie nahe Adamuz in der Provinz Córdoba mindestens 40 Menschen ums Leben, viele weitere wurden verletzt.
Mehr dazu hier: „Auch Deutsche unter den Opfern! Entsetzen nach verheerendem Zugunglück: Wie konnte das passieren?“
Bundestrainer Gislason veränderte seinen Kader im Vergleich zum zweiten Gruppenspiel gegen Serbien an zwei Positionen.
Linksaußen Dahmke und Rückraumspieler Semper fehlten, dafür waren Lichtlein und Langhoff im Aufgebot.
Österreichs Handballer ebneten Deutschland den Weg zum Weiterkommen.
Im letzten Vorrundenspiel besiegte das Team von Nationaltrainer Iker Romero Serbien mit 26:25.
Gegen die bereits qualifizierten Spanier reicht Deutschland ein Unentschieden, um ins Viertelfinale einzuziehen.
Das letzte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft wird im Free-TV übertragen.
Ab 20:15 Uhr zeigt das ZDF das Spiel live aus Herning, der Anpfiff erfolgt eine Viertelstunde später.
Rund zwei Stunden vor Anpfiff des letzten Gruppenspiels richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die Begegnung in Herning.
Parallel läuft das Spiel Serbien gegen Österreich, dessen Ausgang direkten Einfluss auf Deutschlands Chancen hat.
Je nach Spielverlauf könnte der DHB-Auswahl ein Unentschieden ausreichen, selbst eine Niederlage wäre nicht unmöglich, wenn Österreich mit drei Toren Vorsprung gewinnt und höchstens 29 Treffer erzielt.
Vor dem wichtigen Spiel gegen Spanien wird es eine Schweigeminute für die Opfer des Zugunglücks in Andalusien geben.
Am Sonntagabend entgleiste ein Hochgeschwindigkeitszug nahe Adamuz bei 300 km/h und kollidierte mit einem entgegenkommenden Zug. Mindestens 39 Menschen starben, über 70 wurden verletzt.
Die Schweigeminute findet nach den Nationalhymnen statt, anschließend erfolgt der Anpfiff um 20:30 Uhr. Die spanische Delegation hatte darum gebeten, die EHF stimmte zu.
Die überraschende Niederlage gegen Serbien bringt Deutschland in Bedrängnis: Gegen Spanien geht es nun nicht nur um wertvolle Punkte, sondern um das Weiterkommen.
Sollte Serbien gegen Österreich gewinnen, benötigt Deutschland einen Sieg gegen Spanien mit mindestens drei Toren Vorsprung, sonst droht das Vorrunden-Aus trotz zweier Siege.
Ein Unentschieden reicht nur, wenn Österreich gegen Serbien kein Erfolg gelingt. Die Mannschaft von Kapitän Johannes Golla darf sich nicht auf Hoffnungen verlassen, sondern muss alles geben, um das erste Vorrunden-Aus bei einer EM zu verhindern.
Nach der unerwarteten Niederlage gegen Serbien hagelte es Kritik für das deutsche Team und Trainer Gislason, insbesondere von ehemaligen Spielern und TV-Experten.
Stefan Kretzschmar kritisierte die mangelnde Einbindung der Außenbahnen, während Weltmeister Michael „Mimi“ Kraus die Offensive als „einfach schlecht“ bezeichnete.
Intern gab es ebenfalls Unruhe, nachdem Spielmacher Juri Knorr öffentlich den Coach kritisierte: „Wir haben die Serben in der ersten Hälfte beherrscht und dann alles geändert. Ich stand in der zweiten Hälfte kaum noch auf dem Feld.“
Gislason versuchte, zu beruhigen, während Lukas Mertens Knorrs Äußerungen als wenig hilfreich einstufte: „Der Trainer entscheidet, wer spielt.“
Nur wenig Zeit bleibt, um die Wogen zu glätten: Schon am Montag steht das wichtige Spiel gegen Spanien an, ohne Sieg droht das peinliche Vorrunden-Aus für den Olympiazweiten.
Der Schock muss erst verarbeitet werden, aber heute Abend ist ein Erfolg Pflicht.
Nach Abpfiff zeigte sich Alfred Gislason selbstkritisch und übernahm die Verantwortung für einen Fehler bei der Auszeit – eine Szene, die das Spiel kippen ließ.
Trotzdem bleiben viele Fragen, wie das DHB-Team das Spiel in der zweiten Halbzeit aus der Hand geben konnte.
Was für eine Blamage: Serbien nahm zwölf Sekunden vor Ende bei eigener Führung und Ballbesitz eine Auszeit.
Dann fiel das 30:27, und das Spiel war entschieden. Serbien drehte die Partie sensationell, Deutschland konnte es kaum fassen.
Auf beiden Seiten fielen Treffer, Serbien hielt die Führung mit zwei Toren, noch 50 Sekunden auf der Uhr.
Serbien traf zum 27:25 und stellte Deutschland vor die schwere Aufgabe, in zwei Minuten zwei Tore aufzuholen. Zudem gab es Siebenmeter und zwei Minuten Überzahl für Serbien.
Zerbe vergab den Siebenmeter knapp – ein herber Rückschlag.
Unglücklich: Gislason nahm eine Auszeit während Knorr einen Wurf abgegeben hatte, der Treffer zählte nicht.
Die Schiedsrichter überprüften die Szene in Zeitlupe, doch die Entscheidung blieb bestehen – bitter für Deutschland. Serbien führte nun 26:25, noch zweieinhalb Minuten waren zu spielen.
Was für ein Nervenspiel! Köster erhielt nach einem schnellen Konter der Serben zwei Minuten, Serbien verwandelte den Siebenmeter zum 25:25.
Gislason wechselte Wolff ein, doch das Team verstand erneut eine Schiedsrichterentscheidung nicht.
Zerbe verwandelte einen Siebenmeter, anschließend hielt „Super-Andy“ im Tor – Deutschland war wieder zurück (25:24).
Uscins brachte Deutschland mit 24:23 in Führung, endlich platzte der offensive Knoten, und die Halle tobte.
Serbien glich kurz darauf wieder aus, noch sechseinhalb Minuten auf der Uhr.
Deutschland spielte in Überzahl und traf den Siebenmeter. Schluroff brachte den Ball zum 23:23 im Netz unter.
Nach mehr als zwei Minuten wurde weiterspielt, und Serbien ging mit 23:21 in Führung.
Die deutsche Abwehr gewährte zu viele Chancen.
Kurz darauf glich Serbien erneut aus. Deutschland verlor den Ball zu schnell und wurde nervös.
Serbien nutzte dies zum 22:21 und übernahm die Führung endgültig. Anschließend musste der Hallenboden wegen Klebearbeiten kurz pausieren – ein willkommener Unterbruch für Deutschland.
Siebenmeter für Serbien, Wolff parierte mit der rechten Hand – ein wichtiger Moment, die Halle war elektrisiert.
Deutschland blieb mit 21:20 in Führung.
Uscins sorgte für die 21:20-Führung, Grgic kam im linken Rückraum ins Spiel.
Der 20:20-Ausgleich fiel, da Serbien in der zweiten Halbzeit nahezu alles verwandelte.
Gislason reagierte in der Auszeit und brachte Torwart Wolff zurück ins Spiel.
Dahmke wurde nach 38 Minuten ausgewechselt, Mertens kam auf Linksaußen. Serbien verkürzte auf 19:18 und 20:19.
Die Zuschauerzahl lag bei 9.130, die ein unterhaltsames Handballspiel verfolgten.
Deutschland vergab die ersten beiden Abschlüsse in der zweiten Hälfte, doch Uscins traf in Unterzahl.
Im Gegenzug erzielte Serbien das 18:16, dann war Deutschland wieder komplett.
Das Spiel machte bisher viel Freude und so soll es weitergehen.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Pfostentreffer für Deutschland.
Schluroff gab vor der Pause noch ein kurzes Statement: „Im Großen und Ganzen macht uns das Tempospiel so gefährlich.“ Er lobte außerdem den serbischen Torwart.
Wieder traf Schluroff, mit einem Vier-Tore-Vorsprung ging es mit 17:13 in die Kabine.
Etwa 90 Sekunden vor der Pause nahm Gislason die erste Auszeit. Kurz darauf donnerte Schluroff den Ball mit 134 km/h zum 16:13 ins Tor.
37 Sekunden vor der Halbzeit nahm Serbien eine Auszeit.
Späth zeigte erneut seine Klasse mit der siebten Parade.
Uscins erzielte nach 26 Minuten das 14:12, Deutschland traf jetzt sehr konstant.
Serbien verkürzte durch einen deutschen Ballverlust und einen Siebenmeter auf 11:10.
Kurz darauf setzte Knorr Golla gekonnt in Szene, 12:10.
Semper spielte stark auf und erzielte sein drittes Tor zum 11:8 nach 18 Minuten.
Späth konnte ebenfalls parieren.
Nach 14 Minuten stand es 8:8, Deutschland führte, Serbien zog nach.
Die erste Zwei-Minuten-Strafe gegen Serbien folgte, Deutschland nutzte die Überzahl jedoch nur bedingt zum 9:8.
Der serbische Torwart zeigte von Beginn an seine Extraklasse und parierte über 50 Prozent der deutschen Würfe.
Knorr fand eine Lücke und brachte Deutschland mit 5:4 in Führung.
Deutschland eroberte viele Bälle, Knorr vollendete einen Konter zur Führung, ehe Serbien zum 4:4 ausglich.
Späth parierte den ersten serbischen Schuss, Zerbe warf das 1:0, Knorr das zweite Tor.
Nach fünf Minuten stand es 3:3.
Serbien hatte Anwurf. Deutschland begann mit Späth im Tor, Knorr im Rückraum und Dahmke auf Linksaußen.
Gleich geht es los. Gislason erwartet emotionale Serben, eine starke Abwehr und zwei Weltklasse-Torhüter.
Von seinem Team erwartet er eine Verbesserung im Überzahlspiel und ein schnelleres Tempo.
Die Stimmung vor dem Anpfiff in Herning ist großartig. Die Arena ist fast komplett in deutscher Hand.
Die erste Personalentscheidung ist gefallen: Bundestrainer Alfred Gislason hat Rune Dahmke zurück ins Team geholt. Zum Auftakt gegen Österreich hatte der Linksaußen noch gefehlt.
Für ihn musste EM-Debütant Matthes Langhoff weichen. Nils Lichtlein fehlte angeschlagen.
Noch etwa 45 Minuten bis zum zweiten deutschen Gruppenspiel gegen Serbien, das ab 20:30 Uhr live in der ARD übertragen wird.
Mit einem Sieg könnte Deutschland mit Spanien gleichziehen, die zuvor Österreich mit 30:25 besiegt hatten.
Die deutschen Handballer starteten erfolgreich in die EM und erreichten mit 5,532 Millionen Zuschauern in der ARD die höchste Einschaltquote des Donnerstags.
Nur knapp dahinter lag die ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ mit 4,95 Millionen Zuschauern.
Beim Auftaktsieg gegen Österreich gab es einen Schreckmoment: Torwart Andreas Wolff bekam einen Ball von Sebastian Frimmel ins Gesicht. Sein linkes Auge lief voller Blut, er musste kurz behandelt werden.
„Der Ball traf genau mein offenes Auge, das war nicht angenehm. Ich konnte nur einen schwarzen Fleck sehen“, erklärte der „Hexer“ nach dem Spiel, wie die DPA berichtete.
Die medizinische Abteilung sorgte jedoch dafür, dass Wolff weitermachen konnte. „Jetzt sehe ich wieder klar“, ergänzte er. Mit zwölf Paraden war er ein entscheidender Faktor für den 30:27-Erfolg gegen Österreich.
Das war’s, Deutschland gewann den EM-Auftakt mit 30:27 (12:8)! Kapitän Johannes Golla war mit sieben Treffern der beste Werfer.
Durch den Sieg mit drei Toren Vorsprung schob sich Deutschland an die Tabellenspitze der Gruppe A, da Spanien nur knapp gegen Serbien gewann.
In Gruppe C gewann Norwegen klar mit 39:22 gegen die Ukraine.
Ist das die Vorentscheidung? Justus Fischer holte einen Siebenmeter heraus, den Zerbe in der 58. Minute zum 28:25 verwandelte.
Auf der Gegenseite bekam auch Österreich einen Strafwurf, doch Wolff war zur Stelle und parierte.
Deutschland konnte die Situation mit leerem Tor bei Österreich mehrfach nicht nutzen, während der ÖHB seine Chancen verwertete.
Als Golla eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt und Deutschland in Unterzahl spielte, traf Nigg zum 24:26 (56. Minute). Vier Minuten vor Schluss waren es nur noch zwei Tore Vorsprung für Deutschland.
Johannes Golla erzielte mit seinem sechsten Versuch das sechste Tor, nach 49 Minuten stand es 25:20 für Deutschland.
Das tat weh!
Andreas Wolff wurde mit einem harten Ball ins Gesicht getroffen und musste kurz raus. David Späth kam ins Tor. Sebastian Frimmel musste wegen des Fouls zwei Minuten auf die Bank, Österreich spielte in Überzahl.
Wie reagierte Deutschland? Mit vielen Toren! In den folgenden fünf Minuten traf das DHB-Team sechsmal und verteidigte stark, sodass es in der 41. Minute 19:14 stand.
Österreich startete gut in die zweite Halbzeit und kam durch Treffer von Hutecek und Nigg wieder auf zwei Tore heran.
Nach 36 Minuten stand es 13:11 für Deutschland.
Weiter geht’s!
Schafft die deutsche Mannschaft den Auftaktsieg oder gelingt Österreich die Aufholjagd?
Lukas Zerbe äußerte sich kurz im ARD-Interview zufrieden mit der Leistung: „Unsere Chancen haben wir genutzt, die Abwehr war überragend.“ Im Sechs-gegen-Sechs habe man den Gegner komplett unter Kontrolle gehabt, nur im Sieben-gegen-Sechs gab es kleinere Probleme.
Die erste Hälfte endete mit einer klaren Führung für Deutschland: 12:8 gegen den Nachbarn aus Österreich.
Andreas Wolff zählt zu den besten Torhütern der Welt. Schon jetzt hält er 42 Prozent der Schüsse, die auf sein Tor kommen.
Die erste Vier-Tore-Führung für Deutschland!
In der 25. Minute traf Zerbe zum 11:7. Deutschland hatte das Geschehen im Griff, weshalb Österreich eine Auszeit nahm.
Die Taktik der Österreicher rächte sich: Deutschland eroberte den Ball, Golla schaltete schnell und warf den Ball ins leere Tor auf der anderen Spielfeldhälfte.
Nach 20 Minuten stand es 8:6 für Deutschland.
Österreich war nun im Spiel, ein Tempogegenstoß brachte in der 18. Minute den Ausgleich zum 6:6.
In der 13. Minute, als Deutschland zum 5:2 traf, nahm Österreich seinen Torwart heraus, um einen siebten Feldspieler einzusetzen – und verkürzte prompt auf 3:5.
Dieses Risiko war hoch, denn Wolff versuchte einen Wurf über das gesamte Feld, traf aber nur die Latte.
Langsamer Start ins Spiel: Nach sieben Minuten stand es nur 2:1 für Deutschland, den ersten Treffer erzielte Lukas Zerbe per Siebenmeter.
Beide Mannschaften verteidigten gut, Wolff zeigte sich bereits mehrfach stark. Die befürchtete Taktik mit sieben Feldspielern im Angriff bei leerem Tor war bislang bei Österreich nicht zu sehen.
Das Spiel ist freigegeben, die Schiedsrichter aus Montenegro haben den Anpfiff gegeben. Deutschland hat den ersten Angriff.
Für das DHB-Team starten Keeper Wolff, Marko Grgic, Julian Köster, Renars Uscins, Lukas Mertens, Kapitän Johannes Golla und Lukas Zerbe.
Parallel spielt in Gruppe C Norwegen gegen die Ukraine.
Alles ist vorbereitet für das erste EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft!
Die Nationalhymnen werden gespielt, erst singen die Deutschen mit, dann die Österreicher.
Vor jedem Spiel muss der Kader von 18 auf 16 Spieler reduziert werden. Nils Lichtlein ist angeschlagen ausgefallen. Bundestrainer Gislason ließ Rune Dahmke ebenfalls außen vor, wie „Bild“ und „Sportschau“ berichteten.
Dahmke, der vor zehn Jahren Europameister wurde, war überraschend in den EM-Kader berufen worden, verpasste zudem das Vorbereitungsspiel gegen Kroatien wegen Gepäckproblemen.
Das erste Spiel der Vorrundengruppe ist vorbei: Mitfavorit Spanien setzte sich knapp mit 29:27 gegen Serbien durch und führt vorläufig die Tabelle an.
Parallel gewann Frankreich deutlich mit 42:28 gegen Tschechien.
Der Startschuss fällt pünktlich um 18 Uhr mit den ersten vier Begegnungen der EM.
In Gruppe A tritt Spanien gegen Serbien an, in Gruppe C spielt Frankreich gegen Tschechien.
Andreas Wolff erwartet eine „Anti-Handball“-Taktik vom Angstgegner, doch ein Auftaktsieg der Deutschen ist für den Torhüter Pflicht.
Gegen Österreich am Donnerstagabend (20:30 Uhr) geht das Gislason-Team als klarer Favorit ins Spiel.
Das österreichische Team um Lukas Hutecek und Nikola Bilyk verfügt allerdings über Qualität: In der EM-Qualifikation im März 2023 kam Deutschland in Wien nur zu einem 26:26.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70) unterstützte die deutschen Handballer mit motivierenden Worten.
„Tempo, Leidenschaft und Teamgeist – das zeichnet den Handball aus. Nach dem großartigen Turnier der Frauen starten nun die Männer in die EM. Ich drücke der Nationalmannschaft die Daumen und wünsche viel Erfolg und einen fairen Wettbewerb“, schrieb der CDU-Politiker in den sozialen Medien.
Die deutsche Gruppe hat es in sich: Mit Österreich, Serbien und dem zweifachen Europameister Spanien warten schwierige Aufgaben. Gelingt das Weiterkommen, könnte es im Viertelfinale zum Duell mit Handball-Großmacht Dänemark kommen.
Für Bundestrainer Gislason ist es „wahrscheinlich das schwierigste Turnier bisher“. Dennoch hat er das Halbfinale als Ziel ausgegeben. „An guten Tagen können wir jeden Gegner schlagen“, sagte er.
Der erste EM-Titel seit 2016 würde sich für die deutsche Mannschaft auch finanziell lohnen: Bei Gold gibt es eine Prämie von insgesamt 575.000 Euro.
Ab 20 eingesetzten Spielern steigt die Summe auf maximal 600.000 Euro, teilte der DHB mit.
Die Prämienregelung wurde von DHB-Sportvorstand Ingo Meckes gemeinsam mit Kapitän Johannes Golla und den Führungsspielern Julian Köster und Andreas Wolff ausgehandelt.
Nationaltorhüter Wolff sorgte vor dem EM-Auftakt mit deutlicher Kritik für Aufsehen und heizte die Stimmung vor dem Duell mit Österreich an.
Die Österreicher zeigten sich überrascht über die Aussagen des deutschen Keepers wenige Tage vor dem Spiel.
Mehr dazu hier: „Handball-Zoff vor EM-Start! Deutscher Keeper provoziert Auftakt-Gegner“
Zum EM-Auftakt könnte Nils Lichtlein ausfallen. Der Linkshänder von Füchse Berlin zog sich beim Training in Hannover eine Verletzung am linken Vorfuß zu, wie der DHB mitteilte.
Trotz der Blessur reiste der 23-Jährige mit der Mannschaft nach Silkeborg. „Es ist möglich, dass er in zwei Tagen wieder einsatzfähig ist, vielleicht aber erst in vier“, erklärte Nationalmannschafts-Manager Benjamin Chatton.
Ein längerer Ausfall wird nicht erwartet, daher ist aktuell keine Nachnominierung geplant.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker!
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