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Geruchsbelästigung beim Umziehen: Spieler und Trainer müssen ins Krankenhaus

Porto (Portugal) – Was genau ist dort passiert? Ein Vorfall mit einem unangenehmen Geruch hat den 33:30-Auswärtssieg von Sporting CP im portugiesischen Handball-Meisterschaftsspiel beim FC Porto in den Hintergrund rücken lassen.

Bereits bei der Ankunft in der Dragão Arena am Samstag um 18 Uhr berichteten mehrere Medien, dass die Gäste aus Lissabon in der Umkleidekabine einen beißenden, unangenehmen Geruch wahrgenommen hätten.

Der Gestank, der mit Bleichmittel oder einer giftigen Substanz verglichen wurde, war offenbar so stark, dass Spieler und Betreuungsteam die Kabinen verlassen und sich stattdessen im Flur auf die Partie vorbereiten mussten.

In der Folge mussten Trainer Ricardo Costa (49) sowie Kreisläufer Christian Moga (27) aufgrund gesundheitlicher Beschwerden medizinisch versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Durchführung der Begegnung stand daher auf der Kippe, wurde aber gegen den Willen der Gäste dennoch angepfiffen.

Sporting erklärte in einer Stellungnahme nach dem Auswärtssieg: „Unter diesen Umständen sprach sich Sporting CP gegen die Austragung des Spiels aus, da die Mannschaft ohne ihren Trainer und einen Spieler antreten musste. Dennoch wurde uns offiziell bestätigt, dass die Bedingungen für die Durchführung erfüllt seien, weshalb wir gezwungen waren, unter Protest auf das Spielfeld zu gehen.“ Zudem erhob der Hauptstadt-Klub schwere Vorwürfe gegen die Gastgeber.

„Eine Kabine mit einem intensiven, giftigen Geruch, der die Gesundheit der Spieler und des Betreuerstabes unserer Handballmannschaft beeinträchtigte – das ist nicht nur bedauerlich, sondern geradezu kriminell“, hieß es seitens Sporting mit scharfer Kritik an die Adresse der Blau-Weißen.

Der Gastgeber wies die Anschuldigungen einer gezielten „Geruchs-Attacke“ jedoch entschieden zurück und reagierte mit einem Gegenangriff.

„Solche Behauptungen sind gravierend, beleidigend und völlig unbegründet“, teilte der Verein mit und fügte hinzu, dass die Polizei bereits eingeschaltet wurde, „damit sich die Beamten vor Ort selbst davon überzeugen können, dass in der Gästekabine der Dragão Arena keine verdächtigen Zustände vorlagen.“

Die genaue Ursache für den mutmaßlichen Geruchsvorfall ist weiterhin unklar, ebenso wie die Frage, ob tatsächlich Gas ausgetreten ist. Die Ermittlungen laufen derzeit.