DHfK-Chef zur Mission Klassenerhalt: „Für uns beginnt jetzt eine neue Etappe“
Leipzig – Der SC DHfK Leipzig befindet sich mitten im Kampf um den Verbleib in der Liga. Nach der Handball-EM, bei der mit Franz Semper (Silber) und Marko Mamic (Bronze) gleich zwei Spieler aus dem grün-weißen Team Medaillen errangen, steht für die Mannschaft aus der Messestadt am Dienstag das Duell gegen den HSV (19 Uhr) an. Gegen eben diesen Gegner feierte man im Dezember den ersten Sieg der laufenden Saison.
Im Vorfeld der Rückrunde sprachen Geschäftsführer Karsten Günther (44) und Kapitän Lukas Binder (33) im Podcast „Körperkulturfunk“ über die bevorstehenden Herausforderungen und die schwierige erste Saisonhälfte.
„Das Positive an der aktuellen Lage ist, dass nun alles offen auf dem Tisch liegt und nichts verschwiegen wird“, erklärte der DHfK-Geschäftsführer mit Blick auf den schwierigen Stand in der Bundesliga.
Das große Ziel, den Klassenerhalt zu sichern, könne nur mit klarem Verstand, Offenheit und Zusammenhalt erreicht werden, betonte Günther.
Rückblickend sieht er die Niederlage gegen Minden Mitte November als den Tiefpunkt, an dem allen Beteiligten bewusst wurde, wie ernst die Lage tatsächlich ist: „Bis dahin konnten wir die Probleme noch irgendwie rechtfertigen. Danach wurden die Entscheidungen schnell und konsequent getroffen.“
Günther stellte klar, dass das Team als Ganzes nicht richtig funktioniert habe. Zudem habe möglicherweise die Erwartungshaltung in der stärksten Liga der Welt zu sehr gedrückt. „Deshalb war es wichtig zu sagen: Unsere Reise fängt jetzt von vorn an. Bis zum 7. Juni müssen wir mindestens auf Platz 16 stehen. Das ist die klare Vorgabe. Es gibt nichts Wichtigeres, als Punkte zu sammeln.“ Die Botschaft lautet: Jeder einzelne Tag zählt.
Auch Kapitän Lukas Binder (33) spricht rückblickend von einem Abwärtstrend, ist aber voller Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen.
„Ich freue mich richtig, dass es wieder losgeht“, sagte Binder, der dem DHfK zuletzt aufgrund einer Wadenverletzung über Wochen nicht zur Verfügung stand, gegenüber dem MDR. „In der Vorbereitung konnten wir als Team wieder zusammenwachsen.“
Für die Rückrunde sei es entscheidend, dass die Mannschaft zu ihren grundlegenden Stärken zurückfinde: „Auf dem Papier waren wir nie eine Top-5-Mannschaft, sondern haben immer durch unsere Mentalität geglänzt. Das hat uns zuletzt etwas gefehlt.“
Physisch und mental fühlt sich der Kapitän wieder einsatzbereit, und seine Erfahrung wird im Abstiegskampf mehr denn je gebraucht. „Wir müssen jeden rollenden Ball erobern, jeden fliegenden Ball sichern und jeden Sprint gewinnen. Es sind Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Und dafür bin jetzt vor allem ich verantwortlich“, so Lukas Binder.