HCE-Aufstiegstraum geplatzt! Blamable Niederlage gegen Tabellenschlusslicht
Dresden – Präsident Uwe Saegeling erhielt von seinen Tigern am Dienstag zu seinem Geburtstag ein Trikot mit der Nummer 60 überreicht. Größer hätte das Geschenk eigentlich am Freitagabend in der BallsportARENA mit einem Heimsieg ausfallen sollen. Doch stattdessen enttäuschten die Dresdner bei der 27:28 (14:16)-Niederlage gegen die HSG Krefeld Niederrhein und lieferten einen Grund zur Frustration – zugleich bedeutete die Pleite das endgültige Aus im Aufstiegsrennen.
Von Beginn an lief nicht viel zusammen. Nach einem Ballgewinn scheiterte Doruk Pehlivan mit einem Wurf von der Mittellinie am Pfosten, während Krefelds Robin Cantegrel den Ball vom Rücken über die Linie prallen ließ – 2:6 (8. Minute).
Das Gästetor blieb fast permanent verwaist, da der Drittletzte mutig mit sieben Feldspielern agierte und immer wieder Lösungen gegen Dresdens Abwehr fand. Außerdem hatten die Sachsen gegen den herausragenden Krefeld-Keeper Pau Guitart, der im ersten Durchgang unglaubliche elf Würfe entschärfte, kaum eine Chance.
Die wichtigsten Erkenntnisse zur Halbzeit: Dank Cantegrels acht Paraden blieb der Rückstand mit nur zwei Toren überschaubar, während die eigene Chancenverwertung erschreckend ineffizient war.
„Leute, zeigt in der zweiten Halbzeit, wie die BallsportARENA beben kann!“, rief Saegeling den 2460 Zuschauern noch einmal motivierend zu. Doch außer dem besonderen Treffer zum 19:22 (46. Minute) sprang kaum mehr heraus. Anton Preußner erzielte dabei das 1000. Saisontor der ligaweit besten Offensive. Allerdings war an diesem Tag der Arbeit keine Feierlaune angesagt. Krefelds Guitart machte mit seiner 18. Parade gegen einen direkten Pehlivan-Strafwurf in der Schlussminute den Deckel drauf (60.).
Statt der Halle bebten in der zweiten Hälfte vor allem die letzten Aufstiegshoffnungen des HC Elbflorenz davon.