Fast am Abstieg: Trotz Niederlage beim 1. FC Magdeburg bleibt Optimismus
Magdeburg – Nach der 1:2-Pleite gegen Hannover 96 liegt der 1. FC Magdeburg weiterhin nur einen Punkt über einem direkten Abstiegsrang, wobei die drei darunterstehenden Mannschaften noch ausstehende Partien haben. Trainer und Spieler äußern sich zur zweiten Heimniederlage in Folge.
„Die erste Hälfte war schwach, in der zweiten haben wir uns deutlich verbessert“, fasste FCM-Trainer Petrik Sander (65) das Spiel während der Pressekonferenz prägnant zusammen.
Im ersten Abschnitt stand vor allem die Szene rund um das erste Gegentor im Fokus, bei der Tobias Müller (31) aufgrund einer Behandlungspause fehlte und Magdeburg somit in Unterzahl agierte – ohne cleveres Verhalten.
„Wir hatten den Ball, spielten dann aber einen langen Pass auf den kleinsten Spieler. Den Fehler sollten wir nicht beim Schiedsrichter suchen, sondern bei uns selbst“, gestand Petrik Sander selbstkritisch ein. Abwehrchef Marcus Mathisen (29) äußerte sich noch deutlicher: „Ja, das war einfach dumm von uns.“
Wie Sander bereits erwähnte, kam der FCM nach der Pause motiviert zurück und erzielte durch Baris Atik (31) den Ausgleich, der jedoch nur kurz währte. Weniger als fünf Minuten später führte Hannover erneut. „Dann passiert es wieder, dass wir nur zwei Minuten später ein völlig vermeidbares Gegentor kassieren“, beklagte Innenverteidiger Müller den Rückstand.
Für den 1. FC Magdeburg ist es die vierte Niederlage im vierten Heimspiel der 2. Bundesliga gegen Hannover.
„Wir waren nahe dran gegen eine Mannschaft, die eine andere Mentalität hat – gegen ein Team mit klaren Aufstiegsambitionen“, blickte Sander auf den zweiten Abschnitt zurück. Für ihn gibt die zweite Halbzeit Grund zur Hoffnung: „Zum Schluss war es ein Spiel auf Augenhöhe.“
Im anstehenden Auswärtsspiel bei Fürth trifft der FCM erneut auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. „Ich denke, wenn man sich das heutige Spiel anschaut, sind wir auf einem guten Weg. Fürth ist ein sehr wichtiges Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen“, zeigte sich Marcus Mathisen entschlossen.
Das Hinspiel in der Avnet-Arena endete mit einem Torfestival (4:5) zugunsten von Fürth.