Zuschauerrekord in der 3. Liga dank Dynamo – doch aktuell gibt es Rückschläge
Dresden – Peter Frymuth (69), Vizepräsident des DFB, blickt auf ein außergewöhnliches Jahr in der 3. Liga zurück. „Seit dem Ende der Corona-Pandemie verzeichnen wir kontinuierlich steigende Zahlen – sowohl bei den Zuschauerzahlen als auch bei den Einnahmen der Vereine“, erklärte der 69-Jährige im Vorfeld der Veröffentlichung des Saisonberichts 2024/2025, die kommende Woche erscheint.
„Das zeigt deutlich, dass diese Entwicklung von Dauer ist.“ Insgesamt besuchten 4,4 Millionen Fans die Spiele, was einem Durchschnitt von über 11.500 Zuschauern pro Partie entspricht – so viele wie in keiner anderen dritten Liga weltweit. Hauptgrund hierfür waren vor allem die Publikumsmagnete Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld, die beide aufgestiegen sind und am Sonntag gegeneinander antreten.
„Wir erleben viele packende Duelle. Hinzu kommt die große Unvorhersehbarkeit der Liga, die für permanente Spannung sorgt“, erläuterte Frymuth. Die Vereine überzeugten zudem mit wirtschaftlicher Vernunft und leisteten „hervorragende Arbeit“. Gemeinsam generierten die 17 Drittligisten (ohne die drei Zweitvertretungen) erstmals Einnahmen von über 300 Millionen Euro, zwölf Klubs weisen ein positives Eigenkapital auf – im Vergleich zu acht in der Saison 2022/23.
„Die 3. Liga macht Lust auf mehr“, betonte Frymuth, der mit Stolz darauf hinwies, dass Talente wie Nick Woltemade (23, Newcastle United) und Said El Mala (19, 1. FC Köln) in dieser Liga ausgebildet wurden.
Gleichzeitig ist dies auch ein Schulterklopfen und eine Werbung für das Spitzenprodukt des DFB, wohl wissend, dass die laufende Spielzeit nicht annähernd an diese Erfolge anknüpfen kann. Sportlich spannend ist sie zwar, doch einige Zahlen dürften beim Verband für Unmut sorgen.
Mit Schweinfurt und Havelse hinken zwei Mannschaften deutlich hinterher. Nach 21 Spieltagen standen noch nie Teams so schlecht da. Zudem gab es in dieser Saison bereits zehn Partien mit weniger als 1000 Zuschauern.
Betroffen waren Heimspiele des VfB Stuttgart II, von Havelse und Hoffenheim II. Dieses Trio verzeichnet im Schnitt nicht mehr als 1700 Zuschauer pro Spiel. Beim Duell VfB II gegen Wiesbaden waren gerade einmal 300 Fans vor Ort! In manchen Dörfern Sachsens ist deutlich mehr los – das wird Frymuth sicherlich enttäuschen.
2. Bundesliga – Bedeutung der Tabelle
Die Platzierung in der 2. Bundesliga entscheidet Folgendes: Der Tabellenführer am Saisonende ist Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte hingegen muss in einem Relegationsduell gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.
3. Liga – Erklärung der Tabelle
Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Der erste Platz am Saisonende ist Drittliga-Meister und steigt direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der zweite Rang berechtigt zum direkten Aufstieg. Der Drittplatzierte kämpft in der Relegation mit dem Drittletzten der 2. Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der Liga.