Zehn Neue aus der oberen Preisklasse? CFC-Sportchef Löwe: „Finanziell nicht machbar!“
Chemnitz – Der Chemnitzer FC hat bereits fünf neue Spieler verpflichtet, weitere Zugänge werden in den kommenden Tagen erwartet. „Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen den Kader komplett zu haben“, erklärt Sportdirektor Chris Löwe (37).
Ab Sommer werden Ken Tchouangue (21) und Justin Gröger (23, beide vom Bremer SV), Andreas Geipl (34, Jahn Regensburg), Maximilian Fresser (24, SpVgg Bayreuth) sowie Torwart David Richter (27, Viktoria Köln) das Trikot der Himmelblauen tragen. Drei Spieler kommen aus der Regionalliga Nord beziehungsweise Bayern, zwei stammen aus der 3. Liga. Damit entsteht eine ausgewogene Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Profis.
Löwe betont, dass es wichtig sei, „eine Mannschaftsachse zu etablieren, die nicht nur für Stabilität sorgt, sondern auch für eine gewisse Dynamik und Reibung im Team. Genau das hat uns in der vergangenen Saison gefehlt. Das ist ein Aspekt, dem wir besondere Aufmerksamkeit schenken müssen.“
Besondere Erwartungen liegen dabei auf Andreas Geipl, der mit 155 Einsätzen in der 2. Bundesliga und dem Aufstieg mit Heidenheim viel Erfahrung mitbringt. „Er ist ein entscheidendes Puzzleteil, das wir gesucht haben“, so Löwe. „Zudem planen wir, zwei bis drei weitere Spieler mit vergleichbarer Erfahrung zu verpflichten, die das Rückgrat der Mannschaft bilden sollen.“
Mit dem CFC strebt Löwe den nächsten Entwicklungsschritt an. Er möchte weg vom Mittelmaß und den Rückstand auf die Spitzenplätze „deutlich verringern“.
Erstmals steht dem Verein im Transfersommer ein größeres Budget zur Verfügung. Die Aussage, man wolle „im höheren Regal zugreifen“, die Löwe auf der Mitgliederversammlung im April machte, relativierte er nun im vereinseigenen ClubTV.
„Ich habe gesagt, wir greifen ins höhere Regal, aber nicht, dass wir alle zehn neuen Spieler aus dieser höheren Preisklasse holen. Das wäre finanziell schlichtweg nicht realistisch.“
Laut Löwe kommen drei bis vier Neuzugänge aus diesem höheren Segment, wobei es sich auch um Spieler aus der eigenen Liga handeln könne, die eventuell von einem der Top-3-Clubs zu Chemnitz wechseln. „Wir stehen aktuell auf Platz sieben“, so der Sportchef.