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HSV setzt auf junge Talente: Stange und Baldé zeigen, wohin Lemke & Co. streben

Hamburg – Der 3:2-Heimsieg des Hamburger SV gegen den SC Freiburg stand nicht nur im Zeichen des möglichen Abschieds von Top-Spieler und Fanliebling Luka Vuskovic (19), sondern wurde auch von weiteren Nachwuchstalenten der Rothosen geprägt.

So feierten mit Louis Lemke (16, jüngster Spieler in der Vereinsgeschichte) und Shafiq Nandja (19) zwei Eigengewächse ihr Profidebüt. „Sie haben im Training überzeugt und sich diese Chance absolut verdient“, betonte Trainer Merlin Polzin (35) nach dem Spiel.

Der Chefcoach betonte zudem, dass die beiden ein Vorbild für die Entwicklung beim HSV darstellen. „Unser Ziel ist es, jungen Spielern aus dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) eine echte Perspektive zu bieten“, erklärte der 35-Jährige. Gleichzeitig machte er klar, dass nichts geschenkt werde und harte Arbeit für die Talente unerlässlich sei.

Einen Schritt weiter als Lemke und Nandja ist bereits Otto Stange (19). Der Stürmer ist fester Bestandteil der Profimannschaft und absolvierte bereits 24 Pflichtspiele. Gegen Freiburg stand er erstmals seit seinem Aufstieg und der Leihe zur SV Elversberg wieder in der Startelf.

„Zum ersten Mal in der Bundesliga von Beginn an aufzuspielen, hat mir richtig Spaß gemacht. Beim Einlaufen hatte ich Gänsehaut. Es ist etwas ganz anderes, von Anfang an dabei zu sein, statt später eingewechselt zu werden“, schilderte der DFB-Junior.

Apropos Einwechslung: Das geschah in der 65. Minute mit Fabio Baldé (20), einem weiteren Eigengewächs der Hamburger. Nur zwei Minuten später belohnte sich der Deutsch-Portugiese mit dem wichtigen Treffer zum 3:1.

„Als Capaldo den Ball tief spielte, schaltete mein Kopf auf Sprintmodus. Ab da wollte ich nur noch mit voller Kraft aufs Tor zulaufen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, mein erstes Bundesliga-Tor erzielt zu haben. Das war immer mein Traum“, jubelte der flinke Flügelspieler.

Über seine Teamkollegen Stange und Nandja sagte Baldé: „Ich kenne die beiden schon länger, das sind meine Jungs. Ich habe ihnen gesagt, dass das, was wir heute erreicht haben, keine Selbstverständlichkeit ist. Das müssen wir auskosten.“

Ob die jungen Talente auch in der kommenden Saison in der Bundesliga für Furore sorgen werden, ist derzeit noch offen. Baldé gilt als möglicher Verkaufskandidat, betonte jedoch: „Man weiß nie, was die Zukunft bringt, aber erst einmal bin ich hier. Mein Vertrag läuft noch drei Jahre.“

Tabelle 1. Bundesliga

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 bedeuten den Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.