zurück

Younes Ebnoutalib im Rampenlicht: Kann der „Frankfurter Bub“ seinen Aufwärtstrend bei der Eintracht fortsetzen?

Frankfurt am Main – Younes Ebnoutalib (22) soll bei Eintracht Frankfurt seinen beeindruckenden Lauf weiterführen. Zum Jahresbeginn stand der Neuzugang, der von der SV Elversberg in die Mainmetropole wechselte, erwartungsgemäß im Mittelpunkt.

Als echter "Frankfurter Bub" vorgestellt – Ebnoutalib wurde 2003 in Frankfurt geboren – äußerte sich der Mittelstürmer schlichtweg „stolz“, für die Eintracht auflaufen zu dürfen. Es sei „eine große Ehre, für die Heimatstadt zu spielen“.

„Das fühlt sich wie ein Traum an“, strahlte Ebnoutalib und ergänzte: „Ich gebe immer alles, was ich kann.“ Genau das erwarten auch die Anhänger von ihm.

Die Statistiken des Stürmers aus der laufenden Saison bei Elversberg dürften viele Fans optimistisch stimmen: In 17 Ligaspielen erzielte der 22-Jährige zwölf Tore, was einem Schnitt von einem Treffer alle 105 Minuten entspricht.

Für seine Verpflichtung überwies Eintracht Frankfurt acht Millionen Euro, sein Vertrag ist bis Sommer 2031 datiert.

„Die ersten Tage bei meinem neuen Verein haben mich sehr nervös gemacht“, gab Ebnoutalib ehrlich zu. „Die Erwartungen hier sind extrem hoch.“ Das sei jedoch jedem Spieler, der nach Frankfurt komme, von Beginn an klar.

Auch die gesteigerten Anforderungen durch den Aufstieg in die Bundesliga waren im Training deutlich spürbar. „Man merkt sofort, dass es ein großer Schritt ist – vor allem athletisch, die Gegenspieler sind aggressiver und körperlich stärker“, schilderte der Rechtsfuß, der bis Januar 2025 noch in der Regionalliga für den FC Gießen aktiv war. Zuvor hatte er nach einer schwierigen Zeit bei der AC Perugia in Italien sogar ein halbes Jahr ohne Verein verbracht.

Druck gehöre „einfach zum Profisport dazu“, betonte er. „Darauf muss man eingestellt sein.“

Momentan überwiege bei ihm jedoch die Freude. „Ich genieße die Zeit und möchte einfach Vollgas geben.“ Ein Vorteil für ihn ist, dass seine Familie in der Nähe lebt, was vieles erleichtert.

Ist er nach seinem rasanten Aufstieg innerhalb eines Jahres bereits bereit für die Bundesliga? „Man kann immer weiter lernen und sich verbessern. Aber ich fühle mich bereit.“

Ebnoutalib konzentriere sich vor allem darauf, im Training sein Bestes zu geben und seine Fähigkeiten auf dem Platz zu zeigen.

Seine größten Stärken sieht er erwartungsgemäß im Torabschluss, zudem hebt der 22-Jährige sein Tempo sowie seine körperliche Stärke hervor.

Ob ihm der direkte Sprung in die Startelf gelingt, wird sich am Freitagabend (20.30 Uhr) zeigen, wenn die Frankfurter im Deutsche Bank Park den Bundesligakrösus Borussia Dortmund empfangen. „Die Entscheidung trifft letztendlich der Trainer.“

Die Chancen stehen nicht schlecht – zumal Jonathan Burkardt (25), der in zehn Ligaspielen acht Tore erzielt hat, Coach Dino Toppmöller (45) aufgrund einer Wadenmuskelverletzung voraussichtlich noch bis Mitte Februar nicht zur Verfügung steht.

1. Bundesliga: Bedeutung der Tabelle

Die Platzierung in der Bundesliga-Tabelle entscheidet über folgende Ereignisse: Der Verein auf Rang 1 am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) darf in der Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.