Ex-Energieler Möker überrascht mit Wechsel in die Regionalliga statt 3. Liga
Schöningen/Cottbus – Auch Yannik Möker (26), der letzte ehemalige Spieler des Vorjahres bei Energie Cottbus ohne laufenden Vertrag, hat nun einen neuen Verein gefunden. Die Entscheidung sorgt für Verwunderung.
Statt sich in der 3. Liga im Aufstiegskampf zu beweisen, steht für Möker nun der Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga auf dem Programm.
Der gebürtige Wolfenbütteler aus Niedersachsen kehrt in seine Heimat zurück und schloss sich dem FSV Schöningen an, der etwa 40 Autominuten entfernt liegt. Möker gibt offen zu, dass vor allem die Nähe zum Heimatort ausschlaggebend für seinen Wechsel war.
Beim frisch aufgestiegenen Regionalliga-Klub (aktuell Platz 14) spielen überwiegend Hobbykicker, unter ihnen auch die Magdeburg-Legende Christian Beck (37), der längst nicht mehr ausschließlich vom Fußball lebt.
Hat Möker, der in der vergangenen Saison maßgeblich zum Höhenflug Cottbus' beitrug, seine Profi-Karriere bereits beendet?
„Ich bin wieder zurück hier und wollte vor allem wieder Freude am Fußball finden, aber dennoch auf einem gewissen Niveau spielen“, erklärt der Neuzugang in einer Mitteilung seines neuen Klubs.
Sein Vertrag in Cottbus war nach einer durchwachsenen Rückrunde und mehreren Verletzungen nicht verlängert worden.
Möker: „Dass es letztendlich nicht zustande kam, hat mich sehr überrascht. Wegen dieser kurzfristigen Entwicklung wurde es deutlich schwieriger, einen passenden Verein zu finden. Es gab zwar zahlreiche Gespräche und sogar eine konkrete Option, die sich kurz vor der Unterschrift noch zerschlagen hat.“
TAG24 berichtet, dass es sich bei diesem möglichen Engagement um einen Vertrag bei Alemannia Aachen handelte: Demnach war der 26-Jährige bereits im Juli in Aachen, um sich vor Ort ein Bild von den Bedingungen zu machen.
Ein fehlendes Verantwortlichen-Team auf Entscheidungsebene verhinderte den Transfer. Zudem hatte der seit dem 1. August amtierende neue Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi (55) andere Vorstellungen.
Aus diesem Grund will Möker sich nun in seiner Heimat wieder auf ein höheres Leistungsniveau bringen.