Wunder in München? Darum stehen die Chancen für Union auf eine Überraschung gut
Berlin – Folgt nach dem Triumph der Union der Kater? Auch im Rückspiel gegen Bergamo zeigten die Bayern keinerlei Gnade. Mit 4:1 schickte der Rekordmeister die Italiener zurück in die Heimat.
Es liegt nahe, dass auch die Eisernen in der Allianz Arena kaum eine Chance haben, denn die Statistik spricht klar gegen sie: Seit dem Aufstieg hat Union Berlin noch nie gegen die Bayern gewonnen.
Dennoch sind die Aussichten auf eine Sensation gar nicht so gering. Der Grund dafür liegt in der Champions League.
Als Union die Bayern schon in der Hinrunde fast zur Niederlage brachte, hatten die Münchner zuvor PSG mit 2:1 besiegt. Nach großartigen Auftritten in Europa folgte für Frankfurt im Pokal eine Niederlage gegen Union (3:4), und auch Leverkusen sowie Freiburg mussten nach ihren Europapokalspielen gegen Union jeweils eine 0:1-Niederlage einstecken.
Dennoch erfordert das Wunder in München viele Faktoren, die zusammenkommen müssen – obwohl Union den Bayern bereits in Liga und Pokal das Leben äußerst schwer gemacht hat.
„Die Jungs brauchen viel Mut, das haben sie in beiden Duellen bewiesen. Darum geht es: Herausfinden, was möglich ist. Wir wollen das, was uns in den Spielen gut gelungen ist, erneut auf den Platz bringen. Es gibt immer besondere Begegnungen, und jedes Spiel gegen die Bayern zählt definitiv dazu“, erklärte Steffen Baumgart (54).
Klar ist auch: Die Viererkette hat vorerst ausgedient. Da Leopold Querfeld (22) nach verbüßter Gelbsperre wieder einsatzbereit ist, kehrt Union zum bewährten Dreierketten-System zurück. „Das ist das System, das wir spielen und das wir meiner Meinung nach auch gut beherrschen. Das heißt aber nicht, dass wir nicht auch mal von einer Dreierkette zu einer Fünferkette umstellen können“, so Baumgart.
Interessanterweise sind die Bayern zwar an Champions-League-Abende gewöhnt, konnten jedoch die letzten vier Bundesligaspiele nach Spielen in der Königsklasse nicht gewinnen. Gilt das auch gegen Union?