Bundesliga-Verantwortliche offenbar nicht mit Transfervorschriften vertraut! Online-Portal klärt schwerwiegenden Irrtum auf
Bremen – Wie kann so etwas passieren? Werder Bremen sieht sich aktuell mit einer völlig absurden Transfer-Affäre konfrontiert: Offenbar war dem Bundesligisten bis vor Kurzem nicht bewusst, dass er noch weitere Leihspieler verpflichten darf – erst ein Hinweis eines Online-Portals machte den Klub auf die noch vorhandenen Möglichkeiten aufmerksam.
Werder-Sportchef Clemens Fritz (45) bestätigte diese Situation gegenüber der Deichstube.
„Es stimmt, dass wir erst durch einen externen Hinweis erfahren haben, dass weitere Leihgeschäfte möglich sind“, erklärte der Geschäftsführer Profifußball.
Wie kam es zu diesem Missverständnis? Anfang November hatte Peter Niemeyer (42), Leiter des Lizenzbereichs bei Werder, erklärt, dass keine weiteren Leihspieler mehr verpflichtet werden könnten – zu diesem Zeitpunkt standen bereits sechs ausgeliehene Akteure im Kader, davon fünf aus dem Ausland sowie Victor Boniface (25) von Bayer Leverkusen aus Deutschland.
Nach den Vorgaben der DFL und FIFA sind jedoch jeweils sechs Leihspieler aus dem In- und Ausland erlaubt, somit wären bei Bremen noch sechs Plätze frei gewesen.
„Intern gab es in diesem Punkt offensichtlich ein kommunikatives Missverständnis, das uns zum Stolpern brachte“, erläuterte Fritz. Das Wissen darüber, dass auch im Winter noch Leihverpflichtungen möglich sind, war zwar im Klub vorhanden, erreichte aber nicht Fritz und die anderen Entscheidungsträger.
Diese Situation änderte sich erst im Dezember, als das Fachportal transfermarkt.de die Verantwortlichen von Werder darauf aufmerksam machte, dass ihnen laut Regularien noch eine internationale und fünf nationale Leihen zur Verfügung stünden – eine Tatsache, die die Führungsetage des SVW nicht gerade professionell wirken lässt.
Mit dem neu gewonnenen Wissen reagierte Bremen im aktuellen Winter-Transferfenster prompt: Man warb um Damion Downs (21) von Southampton, der jedoch letztlich zum HSV wechselte, und verpflichtete am vergangenen Wochenende mit Jovan Milosevic (20) vom VfB Stuttgart den zweiten nationalen und insgesamt siebten Leihspieler.
Intern war die Angelegenheit damit jedoch nicht erledigt: „Ich übernehme die Verantwortung für diesen Vorfall. Es ärgert uns sehr, denn so etwas hätte nicht passieren dürfen“, betonte Fritz. Das Thema sei kritisch aufgearbeitet worden.
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenerste am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenfalls für den Tabellenzweiten. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.