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0:6 und 1:5 – warum sollte RB Leipzig plötzlich gegen die Bayern triumphieren?

Leipzig/München – Mit Ergebnissen von 0:6 und 1:5 in dieser Saison, einer knapp dreijährigen Durststrecke ohne Sieg sowie nur drei Erfolgen aus 24 Begegnungen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass RB Leipzig am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) im DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München gewinnt, eher gering – dementsprechend hoch wäre auch die Wettquote. Dennoch schöpfen die Sachsen Zuversicht.

„Ich habe nicht das Gefühl, mein Team aufbauen zu müssen“, erklärte Ole Werner (37) während der Pressekonferenz. Während das 0:6 zum Saisonstart eine völlige System-Pleite darstellte, ließ sich aus der 1:5-Niederlage im Januar „zahlreiche positive Aspekte ziehen. Über 80 Minuten haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt“, so der Trainer.

Damals brachte Romulo (24) Leipzig zunächst in Führung, und vor der Halbzeit vergaben sie mehrere klare Chancen, um den Vorsprung auszubauen.

Nach der Pause, insbesondere in den Schlussminuten, nutzte der Rekordmeister jedoch erneut gnadenlos seine Chancen. Dennoch betonte Werner: „Das Spiel hat gezeigt, dass wir den Bayern durchaus gefährlich werden können.“

Fakt sei, „dass wir in München noch eine Schippe drauflegen müssen“, so Werner weiter. Vor allem die vielen Fehler bei eigenem Ballbesitz gelte es zu reduzieren. Verlieren könne man nichts, nur gewinnen – da ohnehin fast alle auf Vincent Kompany’s (39) Mannschaft setzen.

Der FC Bayern dürfte zusätzlich hochmotiviert sein, denn zuletzt standen sie 2020 im Pokalfinale in Berlin und siegten dort mit 4:2 gegen Leverkusen. Danach folgte jedoch teilweise peinliches Ausscheiden gegen unterklassige Gegner wie Kiel oder Saarbrücken.

Rund 5.000 Fans werden die Leipziger in der Allianz Arena lautstark unterstützen und hoffen, bestenfalls mit einem Sieg und dem Halbfinaleinzug die Heimreise anzutreten – oder alternativ eine weitere bittere Niederlage zu verkraften.