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Herthas erfolgreichster Angreifer: Warum zeigt Schuler derzeit solche Stärke?

Lagos (Portugal) – Weder Fabian Reese (28) noch Dawid Kownacki (28) führen die Torschützenliste bei Hertha an – der Spitzenreiter im Angriff heißt Luca Schuler (26). Mit bereits sieben Treffern in dieser Saison (fünf in der Bundesliga, zwei im Pokal) hat der Stürmer mehr Tore erzielt als alle seine Mitspieler.

Im zweiten Jahr bei Hertha zeigt der ehemalige Magdeburger sein volles Potenzial. Die vier Tore aus seinem Debütjahr hat der Blondschopf bereits übertroffen. Weitere Erfolge sind geplant: „Es hätten definitiv noch einige weitere Tore sein können. Dennoch will ich mich nicht beklagen. Insgesamt passt es, aber zufrieden bin ich noch nicht. Es darf gerne noch mehr dazukommen“, erklärte der Angreifer während einer Medienrunde im Trainingslager.

Während Schuler vor Saisonbeginn noch als möglicher Abgang galt, ist er aktuell die erste Wahl von Trainer Leitl im Sturm. Auch dadurch, dass Kownacki wegen einer Erkältung vorerst in Berlin geblieben ist. Wenn der Pole wieder fit ist, muss er sich erst an Schuler vorbeikämpfen. Doch was macht den Angreifer aktuell so stark?

Schuler verrät: „Ich habe meine Ernährung und mein Trainingsprogramm leicht angepasst.“

Oft sind es kleine Details, die den Unterschied ausmachen. Bei ihm ist es das veränderte Trainingsverhalten: Weniger Krafttraining, dafür mehr Ausdauer. „Ich setze jetzt mehr auf konditionelle Einheiten statt auf reines Pumpen. Ein Mix aus Grundlagenausdauer und Box-to-Box-Läufen tut mir bislang sehr gut. Hinzu kommt natürlich die Spielpraxis. Nur durch Einsätze auf dem Platz erlangt man die nötige Spielfitness.“

Als der flinke Stürmer im Sommer 2024 zu Hertha wechselte, trat er ein schwieriges Erbe an. Obwohl er ein anderer Spielertyp ist, sollte er Haris Tabakovic (31) ersetzen – was nicht gelang. Noch schlimmer: Im April verletzte sich Schuler so schwer an der Hüfte, dass er monatelang ausfiel.

Mittlerweile ist der Torjäger nicht nur fast wieder vollständig genesen, sondern hat auch seinen Torriecher zurückgewonnen.

„Meine körperliche Verfassung ist immer ein entscheidender Faktor dafür, wie die Entwicklung verläuft. Deshalb bin ich aktuell schon sehr zufrieden.“

Sein Ziel: gesund bleiben, seine Fitness steigern und wieder richtig in Fahrt kommen. Am liebsten schon beim Rückrundenstart gegen Schalke, denn gegen frühere Vereine trifft Schuler besonders gerne. Besonders gegen seinen Jugendclub Kaiserslautern, aber auch Magdeburg spürte den Stürmer in der vergangenen Saison. Nur die Knappen fehlen noch. Schuler: „Ich hätte nichts dagegen, am 18. Spieltag genau da weiterzumachen.“

Der Angreifer weiß auch, dass Hertha sich keinen weiteren Fehlstart erlauben darf wie zu Beginn der Saison. Allein das Auftaktprogramm hat es in sich: In den kommenden sechs Partien trifft Hertha auf die gesamte Top 5. „Das sind die Spiele, die über die Saison entscheiden“, so Schuler. „Wir gehen nicht erst abwartend in die Begegnungen, sondern wollen jedes dieser Spiele gewinnen. Das ist unsere Erwartung. Und dafür haben wir auch die Qualität.“