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War das Danilho Doekhis letztes Tor für Union Berlin? Abwehrspieler äußert sich zu seiner Zukunft

Berlin – Beim 2:2-Unentschieden gegen Mainz 05 avancierte Danilho Doekhi (27) erneut zum gefeierten Matchwinner von Union Berlin – abgesehen von Rückkehrer Urs Fischer (59), der ebenfalls im Fokus stand.

Mit seinem Kopfballtor in der 86. Minute verhinderte der Niederländer seinem ehemaligen Trainer quasi auf den letzten Metern den fast schon sicher geglaubten Heimsieg.

Obwohl am Ende wohl Joker Marin Ljubicic (23) noch den Ausgleich erzielte, war Doekhi der wesentliche Faktor für den Punktgewinn. Nach einem Freistoß von Derrick Köhn (26) setzte er sich gegen zwei Gegenspieler durch, sprang hoch und köpfte den Ball an die Unterkante der Latte.

Dieser Treffer war oder wäre sein fünfter Saisontreffer, doch könnte es vielleicht sein letztes Tor im Trikot der Eisernen gewesen sein? Sein Vertrag endet im Sommer, und sollten die Köpenicker noch eine Ablöse für ihre Abwehrstütze erzielen wollen, müssten sie ihn bereits im Winter verkaufen.

Besonders Leeds United übt Druck aus und möchte den Innenverteidiger so schnell wie möglich in die Premier League holen. Im Anschluss an die Partie sprach der Niederländer bei Sky über seine Zukunft.

"Alles, was damit zu tun hat, regelt mein Berater", erklärte er auf Nachfrage zu den Transfergerüchten und betonte, dass sein Fokus weiterhin bei Union liegt.

Dies zeigte er eindrucksvoll mit seinem unbedingten Einsatz beim Ausgleichstreffer. "Gerade wenn man so spät noch einen Punkt holt, ist das enorm wichtig", unterstrich der torgefährliche Defensivspieler.

Ein klares Bekenntnis zur Loyalität ließ er jedoch offen: "Ich habe eine tolle Zeit bei Union und fühle mich wohl, aber was die Zukunft bringt, weiß man nie", so Doekhi.

Und wie beurteilt der andere Held des Spiels sein emotionales Comeback? "In der Alten Försterei Punkte mitzunehmen ist nicht leicht", sagte Fischer, der das bestens einschätzen kann. Dennoch müsse man angesichts des Spielverlaufs enttäuscht sein.

"Ich denke, nach dem 2:0 hatten wir das Match unter Kontrolle. Dann kassiert man ein zu einfaches Gegentor, und plötzlich wird es nochmal spannend", analysierte der Schweizer. Für den Seelenfrieden in Köpenick ist das Unentschieden jedoch wohl ein angemessenes Resultat.