Sapina bei Dynamo aktuell außen vor: „Noch nie in so einer Lage“
Dresden – 21. September 2025, 54. Minute: Vinko Sapina (30) traf Hannovers Enzo Leopold ungewollt hart am Knöchel, wurde daraufhin vom Platz gestellt und musste zwei Partien von der Seitenlinie aus verfolgen. Gibt es für den Mittelfeldspieler von Dynamo noch eine offene Rechnung mit diesem Spiel?
„Höchstens mit dem Schiedsrichter. Aber wenn man sich die Aufnahmen anschaut, versteht man die Entscheidung. Es ist einfach blöd gelaufen, und ich war froh, dass die Jungs am Ende noch das Unentschieden sichern konnten“, gibt Sapina zu, der damals die Vorlage zum Dresdner Führungstreffer lieferte.
„Hannover ist eine sehr spielstarke Mannschaft, deshalb erwarte ich am Sonntag ein ähnliches Spiel. Natürlich möchte ich gern helfen, aber das wird sich noch zeigen.“
Fakt ist: Seit seiner abgesessenen Sperre hat der 30-Jährige nur noch zwei Partien über die volle Spielzeit absolviert. Er wurde an Spieltagen immer mehr zu einem kurzzeitigen Akteur – besonders in der Rückrunde. In den letzten drei Begegnungen saß Sapina nur noch auf der Tribüne.
„Das ist wirklich eine Herausforderung. In meiner Laufbahn war ich noch nie in einer solchen Situation, nicht einmal annähernd. Allerdings war ich auch noch nie in der 2. Bundesliga – das muss man fairerweise dazu sagen. Trotzdem muss ich erst einen Weg finden, um damit klarzukommen“, erklärt der erfahrene Spieler.
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Um sich zu motivieren, setzt er sich kleine Ziele, etwa bei Trainingsspielformen, die er gewinnen und bei denen er sich gut präsentieren möchte.
„Die größte Herausforderung besteht darin, für diese Ziele körperlich fit zu bleiben, weil sich immer wieder Chancen ergeben können. Wenn man nicht regelmäßig spielt, ist das schon schwierig. Außerdem möchte man, trotz der aktuellen Rolle, die Mannschaft bestmöglich unterstützen und zu den gemeinsamen Zielen beitragen.“
Als Mitglied des Mannschaftsrats fühlt sich Sapina „den Jungs und dem Trainerteam verpflichtet und trägt Verantwortung“, wie er sagt. Dennoch gesteht er offen ein: „Es ist natürlich nicht leicht, wenn man momentan auf dem Feld nicht so gebraucht wird wie sonst.“
Der Deutsch-Kroate zählt zu den vielen schwierigen Fällen, mit denen Trainer Thomas Stamm (43) und Sportdirektor Sören Gonther (39) derzeit umgehen müssen. Besonders Stamm nimmt sich offenbar viel Zeit für persönliche Gespräche – eine nicht ganz einfache Aufgabe.
„Es gibt natürlich Phasen und Tage, an denen es schwerfällt, Motivation zu finden oder schlechte Laune abzulegen. Aber ich denke, ich habe bisher einen guten Weg gefunden, sodass das Gegenteil der Fall ist“, gesteht Sapina.
Wie schafft er das? „Indem man die Entscheidungen akzeptiert, positiv bleibt und weiterhin Konkurrenzkampf annimmt, um die eigene Leistung zu verbessern.“
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist folgende: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der Zweiten Liga und steigt in die Bundesliga auf. Das gilt auch für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.