Enttäuschende erste Halbzeit: VfB Stuttgart demütigt Bayer Leverkusen vor heimischem Publikum
Von Carsten Lappe
Leverkusen – Mit einem beeindruckenden Auftritt in der Fremde hat der VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen kräftig gepunktet und seine Ambitionen auf die Champions League eindrucksvoll bestätigt. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß (43) zerlegte die Werkself am Samstagabend in der heimischen BayArena klar mit 4:1 (4:0).
Vor allem Doppeltorschütze Jamie Leweling (7. Minute/45.) überforderte die schwache Abwehr der Leverkusener immer wieder. Die weiteren Treffer beim ersten Stuttgarter Erfolg gegen Bayer seit fast acht Jahren erzielten Maximilian Mittelstädt (29./Foulelfmeter) sowie Deniz Undav (45.+2).
Für Leverkusen gelang nur ein Strafstoßtreffer: Alejandro Grimaldo verwandelte einen Elfmeter (66.). Trotzdem startete die Werkself erstmals seit vier Jahren mit einer Niederlage in das neue Kalenderjahr.
Durch die herausragende Leistung im ersten Pflichtspiel des Jahres zog der VfB als Tabellenfünfter mit 29 Punkten aus 16 Begegnungen mit dem Vierten Leverkusen gleich. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand musste ohne den verletzten Top-Torjäger Patrik Schick eine schwache Vorstellung hinnehmen.
Nur fünf Minuten nach dem Führungstreffer war der Bayer-Keeper Flekken nach einem traumhaften Pass von Undav auf Leweling erneut machtlos. Der angeblich vom Premier-League-Klub Bournemouth umworbene Stürmer des VfB legte eine starke Leistung hin und ließ die Defensive der Gastgeber regelrecht alt aussehen.
Der vermeintliche zweite Treffer Lewelings wurde nach einer Abseitsstellung von Undav etwa in der 15. Minute jedoch zurückgenommen. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Flekken bei Lewelings präzisem und flachem Distanzschuss erneut keine Abwehrchance.
Zwischenzeitlich hatte Mittelstädt per Elfmeter auf 2:0 erhöht, nachdem Jeanuel Belocian Josha Vagnoman im eigenen Strafraum zu hart angegangen hatte. Als Undav kurz vor der Halbzeit in der Nachspielzeit sogar das 4:0 erzielte, war die Stimmung bei den mitgereisten VfB-Anhängern im Gästeblock ausgelassen.
Zur Pause reagierte Bayer-Coach Hjulmand mit einem Doppelwechsel, indem er Belocian und Tella vom Feld nahm. Auch mit den Einwechslungen von Loic Badé und Ernest Poku besserte sich die Situation für Leverkusen jedoch kaum.
Zwar hatten die Hausherren nun deutlich mehr Ballbesitz, da sich Stuttgart defensiv zurückzog, doch gefährliche Torchancen blieben Mangelware. In brenzligen Situationen bewies VfB-Keeper Alexander Nübel sein Können und rettete mehrfach herausragend.
Erst ein Strafstoß brachte den Gastgebern den Ehrentreffer, da Nübel zuvor kaum zu überwinden war. Der zuvor starke VfB-Innenverteidiger Jeff Chabot hatte Malik Tillman im Strafraum zu Fall gebracht.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (16. Rang) muss in der Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.