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Entscheidung in der Trainerfrage zeichnet sich ab: Bleibt René Wagner womöglich länger beim 1. FC Köln?

Köln – Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok (44) im März übernahm René Wagner (37) zunächst als Interimscoach die Verantwortung beim 1. FC Köln. Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, dass der gebürtige Dresdner auch in der kommenden Spielzeit an der Seitenlinie des Aufsteigers stehen könnte.

Da der Klassenerhalt für die Rheinländer faktisch gesichert ist und nur noch theoretisch in Gefahr geraten kann – zwei Spieltage vor Saisonende besitzt der FC einen Vorsprung von sechs Punkten und 17 Toren auf den Relegationsplatz, den derzeit der VfL Wolfsburg belegt –, lobte FC-Sportchef Thomas Kessler (40) Wagner am Donnerstag in fast überschwänglichen Worten.

„Er hat die richtigen Stellschrauben aufgedreht. Wir haben die notwendigen Punkte eingefahren. Insbesondere auswärts wurden wichtige Zähler gesammelt, zudem siegten wir im Heimspiel gegen Werder Bremen“, zieht der ehemalige Torwart eine positive Bilanz der bisherigen Ergebnisse unter dem 37-Jährigen (ein Sieg, drei Unentschieden, eine Niederlage).

Vor allem vor dem Hintergrund, dass Wagner „in einer schwierigen Situation das Ruder übernommen“ habe, hätten er und sein Trainerteam gemeinsam mit der Mannschaft „sehr gute Arbeit geleistet“, so Kessler weiter.

Zur Erinnerung: Zum Zeitpunkt von Kwasnioks Entlassung lag der FC nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz und hatte davor eine Serie von 18 Spielen ohne Sieg hinter sich. Kessler ist überzeugt, dass der Übungsleiter „definitiv in der Lage ist, eine Mannschaft weiterzuentwickeln“. Deshalb plant er, sich nach Saisonende mit dem Dresdner zusammenzusetzen, um über eine mögliche Zusammenarbeit in der kommenden Saison zu sprechen.

Gleichzeitig betont der Sportchef aber auch, dass er sich weiterhin mit weiteren Trainern beschäftige. Dies gehöre zu seinem Aufgabenbereich und sei seine Verantwortung, erklärt der 40-Jährige. „Das weiß jeder Trainer, der bei uns tätig ist, und ist unabhängig von unserer sportlichen Lage.“

Ebenso stellt der frühere Keeper klar, dass die Entscheidung zugunsten von Wagner nach dem 3:3-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach nicht zufällig getroffen wurde. „Jemandem in einer derart schwierigen Lage das Zepter zu übergeben, geschieht nicht aus einer Laune heraus, sondern aus voller Überzeugung“, erläutert er.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf dem ersten Platz steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) muss in der sogenannten Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga antreten, um den Verbleib in der ersten Liga zu sichern.