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Union und Eta streben nach mehr: Gelingt gegen Fischer der historische Dreier?

Berlin – Beim gemeinsamen Essen mit ihrem Ehemann verfolgte Union-Trainerin Marie Louise Eta (34) den Kampf um den Klassenerhalt am Handy. Da sowohl St. Pauli als auch Wolfsburg bereits in der letzten Runde nicht gewinnen konnten, reichte das 2:2 gegen Köln, um die Zugehörigkeit zur Bundesliga für ein weiteres Jahr zu sichern.

Die Eisernen Fans sollten sich jedoch nicht auf ein langweiliges Sommerspiel zur ungeliebten Anstoßzeit gegen Mainz (19:30 Uhr/DAZN) einstellen. Union-Legende Urs Fischer (60) hat die Mainzer Mannschaft seit seinem Amtsantritt kräftig umgekrempelt.

Der Schweizer übernahm die 05er im Dezember auf dem letzten Tabellenplatz (18) und führte sie bis auf Rang zehn nach oben. Nun soll ausgerechnet beim früheren Arbeitgeber ein historischer Erfolg gelingen.

Eta sicherte Union gegen Köln den ersten Punkt, nun soll der erste Sieg folgen. Allerdings ist die Mannschaft in der Rückrunde äußerst sparsam, was volle Punkte angeht: Lediglich in den Partien gegen Bayer Leverkusen und den SC Freiburg gelang der Sieg. Seit sechs Spielen wartet das Team auf einen erneuten Triumph.

Trotzdem möchte Union das Beste aus der verbleibenden Saison herausholen – nämlich zwei Siege. „Wir stehen vor zwei wichtigen Begegnungen, die wir positiv gestalten und erfolgreich abschließen wollen“, erklärte Eta. „Unser Ziel in Mainz ist es, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“

Das Wiedersehen mit Fischer hat für die 34-Jährige eine besondere Bedeutung. Man kennt sich gut: Im Jahr 2023 hospitierte sie noch unter Fischer, nun, drei Jahre später, stehen sie sich erstmals als Trainer an der Seitenlinie gegenüber. „Ich freue mich auf das Duell, aber sobald das Spiel angepfiffen wird, zählt nur der Sieg. Das gilt selbstverständlich auch für die andere Seite.“

Im Tor wird erneut die eigentliche Nummer drei Carl Klaus (32) stehen, da sowohl Stammtorwart Frederik Rönnow (33) als auch Ersatzkeeper Matheo Raab (27) verletzungsbedingt ausfallen. Dies sind die einzigen fehlenden Spieler, sodass Eta aus dem Vollen schöpfen kann. Ob Leopold Querfeld (22) wieder in der Fünferkette zum Einsatz kommt, ließ sie jedoch offen.

„Leo hat auch im Training eine starke Reaktion gezeigt, war voll präsent und hat die Mannschaft von außen unterstützt. Nun gilt es zu entscheiden, welche Aufstellung gegen Mainz am besten funktioniert.“