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Union-Trainer Baumgart verteilt keine Gefälligkeiten: „Wir wollen das Spiel gewinnen“

Berlin – ausgerechnet am Valentinstag trifft Steffen Baumgart (54) am 22. Spieltag der Bundesliga auf seinen früheren Verein HSV – Geschenke sind dabei für ihn aber kein Thema.

Er freue sich zwar auf die Stadt, das Stadion und das Wiedersehen – diesmal im zweiten Anlauf – mit zahlreichen alten Bekannten, doch „wir wollen das Spiel gewinnen“, machte der 54-Jährige im Vorfeld der Begegnung deutlich.

Für die Eisernen wäre ein Erfolg besonders wichtig, denn sie warten weiterhin auf den ersten Sieg im Jahr 2026 und sind bereits seit sechs Partien ohne Triumph.

Darüber hinaus hätte ein Sieg gegen die Hamburger einen hohen Stellenwert, da die Rothosen mit einem Dreier am Hauptstadtclub vorbeiziehen könnten und zudem noch eine Nachholpartie in der Hinterhand haben.

Dadurch könnten die Köpenicker zum einen den Anschluss an die internationalen Plätze verlieren und zum anderen der Abstiegszone gefährlich nahe rücken.

Langfristige Ziele wollte der Trainer vor dem Spiel nicht thematisieren. „Unabhängig von unseren Zielen geht es darum, Punkte zu sammeln, und dann schauen wir, wo wir stehen. Der Fokus liegt einzig auf dem nächsten Spiel“, betonte er.

Vor der Rückkehr in die Hansestadt zeigt sich Baumgart jedoch keineswegs besorgt. „Wir fahren mit viel Optimismus dorthin“ und hoffen „eine gute Leistung abzurufen“, versicherte er.

Seinen ehemaligen Klub hat er sich trotz allem mit Respekt verdient. Nicht ohne Grund, denn die Hamburger sind seit vier Begegnungen ungeschlagen und haben selbst dem FC Bayern erfolgreich Paroli geboten.

„Ihre größte Stärke ist das Umschaltspiel, gerade wenn man als Mannschaft Fehler im Spielaufbau macht“, warnte der Union-Coach, der bei seiner Rückkehr ins Volksparkstadion am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf die Unterstützung von 5800 Berliner Fans zählen kann.

Von Februar bis November 2024 stand Steffen Baumgart selbst an der Seitenlinie des HSV, bevor er freigestellt wurde. Sein damaliger Assistent Merlin Polzin (35) übernahm daraufhin und führte die Rothosen zum Aufstieg. Zum aktuellen Kontakt mit seinem früheren Co-Trainer gebe es jedoch keine Verbindung mehr.