Doch nicht Eichner? Dieser Coach ist die Wunschlösung von Union Berlin
Berlin – Wird ein Schweizer Nachfolger von Eta? Mit einem beeindruckenden 4:0-Sieg gegen Augsburg gelang Marie-Louise Eta (34) zum Saisonende als erste Trainerin der Bundesliga mit Union Berlin gleichzeitig der erste Heimsieg. Dies war ihr letzter Einsatz bei den Männern, denn in der kommenden Spielzeit wird die 34-Jährige die Frauenmannschaft übernehmen.
Damit kann die Suche nach einem neuen Trainer intensiviert werden – und offenbar haben die Eisernen bereits einen Favoriten ins Visier genommen: Meistercoach Mauro Lustrinelli (50) soll der neue Mann an der Seitenlinie werden!
Bislang galt vor allem der scheidende KSC-Cheftrainer Christian Eichner (43) als aussichtsreicher Kandidat. Auch Ex-Bremen-Trainer Horst Steffen (57) wurde in den Medien häufig als Option genannt.
Die eigentliche Wunschlösung scheint jedoch Lustrinelli zu sein. Wie Kicker und Sky berichten, befinden sich Manager Horst Heldt (56) und Präsident Dirk Zingler (61) bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem 50-Jährigen.
Sein Profil überzeugt: Mit dem FC Thun schaffte er nicht nur den Aufstieg, sondern führte den kleinen Klub als Aufsteiger direkt zur Schweizer Meisterschaft – ein wahres Fußballmärchen. Man denkt unweigerlich an Otto Rehagel (87), dem dieses Kunststück 1998 mit Kaiserslautern gelang.
Nun soll Lustrinelli auch Union Berlin weiter voranbringen. Doch wird er die Bundesliga für die Champions League eintauschen? Das Anforderungsprofil passt jedenfalls: Die Köpenicker suchen einen Trainer, der fließend Deutsch spricht, auf junge Talente baut und einen aktiven, mutigen Fußballstil favorisiert.
Sowohl beim FC Thun als auch zuvor als Trainer der Schweizer U21-Nationalmannschaft hat der 50-Jährige bewiesen, dass er ein gutes Gespür für die Entwicklung junger Spieler besitzt.
Mit Schweizern hat der Traditionsverein ohnehin bereits positive Erfahrungen gemacht. Ohne Urs Fischer (60) wäre Union Berlin vermutlich nicht auf dem heutigen Niveau. Nun soll erneut ein Schweizer in dessen große Fußstapfen treten.
Beide kennen sich bereits: 2013 arbeitete Lustrinelli als Co-Trainer unter Fischer – eine gute Basis, um in Köpenick eine neue Ära einzuläuten. Denn nach Fischers Abschied hatten die Trainer am Vereinsrand zuletzt nur eine kurze Verweildauer. Steffen Baumgart (54) war mit 464 Tagen im Amt der am längsten amtierende der sechs Nachfolger Fischers.