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Abstiegsgespenst kehrt zurück: Union Berlin wieder „mittendrin im Geschehen“

Berlin – Das Schlimmste ist nun also eingetreten: Trotz eines zunächst beruhigenden Punktevorsprungs steckt Union Berlin erneut mitten im Abstiegskampf – ähnlich wie in den beiden vergangenen Jahren.

Während die „Eisernen“ in der Vorsaison unter der Leitung von Steffen Baumgart (54) nach einem zwischenzeitlichen Tief relativ sicher und frühzeitig den Klassenerhalt sichern konnten, mussten die Berliner in der Saison 2023/24 bis zum allerletzten Moment um den Verbleib in der Bundesliga bangen.

Zur Halbzeit der aktuellen Spielzeit sah es noch so aus, als wäre der Hauptstadtclub weit entfernt von Sorgen um den Abstieg. Mit 23 Punkten belegte man Rang neun, hatte zehn Zähler Abstand zur Gefahrenzone und war sogar in Reichweite zu internationalen Startplätzen.

Nach der deutlichen 1:4-Niederlage zu Hause gegen Werder Bremen musste Manager Horst Heldt (56) jedoch widerwillig zugeben, dass das Abstiegsgespenst wieder in der Alten Försterei spukt: „Wir sind mitten drin in dem Thema, da wollten wir eigentlich nicht mehr rein!“

Durch die Pleite gegen die Bremer wurden die Köpenicker erneut voll in den Abstiegskampf verwickelt. Hätte man gewonnen, wären es neun Punkte Vorsprung gewesen, nun sind es nur noch vier Zähler bis zum Relegationsplatz.

Besondere Sorgen bereitet vor allem die schwache Rückrunde, in der der 1. FC Union mit lediglich fünf Punkten auf dem 16. Rang rangiert.

„Wir erkennen die Gefahr, sehen die aktuelle Lage und vor allem ist die Rückrunde nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, kritisierte Baumgart nach der Heimniederlage am Sonntag.

„Wir durchleben momentan eine sehr schwierige Phase, das ist jedem klar. Aber wir müssen auch zugeben, dass wir diese Situation selbst verschuldet haben“, haderte der Union-Trainer.

Die kommenden Auswärtspartien beim SC Freiburg und dem designierten Meister Bayern München werden die Herausforderung nicht leichter machen, auch wenn der FCU gegen solche Spitzenmannschaften in der Vergangenheit meist gut ausgesehen hat. Im Saisonfinale warten dann noch Duelle mit den direkten Konkurrenten St. Pauli, Heidenheim, Wolfsburg, Köln und Mainz.

„Dann gilt es, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen“, betonte Heldt, und Vizekapitän Rani Khedira (32) gab die Marschroute vor: „Wir müssen jedes Spiel so angehen, als wäre es das letzte, und uns daraus befreien.“

1. Bundesliga Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) muss in der sogenannten Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Verbleib in der Liga kämpfen.