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Union-Spieler schlägt Alarm: „Es fehlt der kompromisslose Wille“

Berlin – Geht die Angst vor dem Abstieg doch noch einmal durch die Alte Försterei? Union Berlin hat im Jahr 2026 noch keinen Sieg errungen. Der Abstand zum Tabellenkeller schrumpft zusehends.

Derzeit liegt der Rückstand auf den Tabellen-16. Werder Bremen zwar noch bei sechs Punkten – und elf Toren –, jedoch ist der Trend in Köpenick alles andere als beruhigend.

Nachdem vor Weihnachten mit zwei wichtigen Erfolgen gegen RB Leipzig und den 1. FC Köln noch Hoffnung aufkam, herrscht im neuen Jahr eine Phase der Stagnation. Bisher stehen vier Unentschieden und drei Niederlagen zu Buche, zuletzt beim 2:3 gegen den HSV, der dadurch in der Tabelle an Union vorbeigezogen ist.

Angst macht sich jedoch noch nicht breit, „aber wir sind uns der Lage sehr bewusst“, betonte Aljoscha Kemlein (21) bei einem Pressetermin. Schließlich seien viele Spieler im Kader, die den Abstiegskampf schon hautnah erlebt hätten. „Dieses Bewusstsein ist enorm präsent“, so der 21-Jährige.

Dennoch sei allen klar, „dass es jetzt wieder vor allem darum geht, Siege einzufahren, um nicht tiefer in den Abstiegssumpf zu geraten“, unterstrich der Mittelfeldspieler.

Die nächste Gelegenheit bietet sich den Köpenickern am Samstag um 15.30 Uhr (Sky), wenn Bayer Leverkusen im heimischen Stadion zu Gast ist. Keine einfache Aufgabe, denn die Werkself hat ihre Anfangsschwierigkeiten überwunden und peilt nun wieder die Champions-League-Plätze an.

Um endlich den ersten Erfolg des neuen Jahres zu feiern, muss vor allem die Gegentorflut gestoppt werden. Alle drei Niederlagen gegen Borussia Dortmund, Hoffenheim und den HSV fielen mit jeweils drei Gegentoren relativ deutlich aus.

Kemlein lieferte eine durchaus besorgniserregende Erklärung dafür: „Ich denke, es mangelt am absoluten Willen, das eigene Tor konsequent zu verteidigen“, so das Eigengewächs. Dasselbe gelte auch für die Chancenverwertung.

Schon wenn man in einer Trainingswoche nur ein bis zwei Prozent nachlasse, reiche das in der Bundesliga nicht aus, „das wird sofort bestraft“, bemerkte Kemlein.

Der FC Union verfügt jedoch über zwei mehr oder weniger große Vorteile: Zum einen musste Bayer unter der Woche in der Champions League antreten und könnte am Wochenende mit einer (deutlich) veränderten Startelf nach Berlin reisen, was im Verlauf des Spiels zu Ermüdungserscheinungen führen kann.

Zum anderen hat Union alles in der eigenen Hand, da in den kommenden Wochen alle Partien gegen Mannschaften auf dem aktuell hinter ihnen liegenden Tabellenplätzen stattfinden.

1. Bundesliga Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Das Team auf dem drittletzten Rang (Platz 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft es auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.