Union Berlin und der Ramadan: „Ich halte es für sehr ...“
Berlin – Am vergangenen Mittwoch hat der muslimische Fastenmonat Ramadan begonnen, der auch vor zwei Profis von Union Berlin nicht Halt macht.
Bis einschließlich 19. März verzichten Ilyas Ansah und Livan Burcu (beide 21 Jahre) während der Tageslichtstunden auf Essen und Trinken.
Vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach sicherte Steffen Baumgart (54) seinen Spielern volle Rückendeckung zu.
„Ich finde es äußerst wichtig, dass wir offen damit umgehen und verstehen, wie bedeutend das für die beiden ist“, betonte der Union-Trainer bei der Pressekonferenz am Donnerstag.
Er hob hervor, wie essenziell es sei, dass die beiden Sportler ihre religiösen Pflichten uneingeschränkt ausüben können und „dass wir sie nach besten Möglichkeiten unterstützen.“
Dies bezieht sich vor allem auf Absprachen hinsichtlich der Bedürfnisse der Spieler vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang. In diesem Zusammenhang steht man auch in Kontakt mit deren Umfeld. „Wir werden dafür alles tun“, versicherte Baumgart.
Ein kleiner Vorteil sei dabei, dass die Sonne derzeit „ein wenig früher aufgeht und auch früher untergeht“, was die Dauer des Fastenzeitraums verkürzt im Vergleich zum Sommer.
Der Deutsch-Türke Burcu, geboren in Frankfurt am Main, spielt aktuell für die türkische U21. Kürzlich wurde er von Talentscouts beobachtet, da er möglicherweise schon im März bei den WM-Playoffs gegen Rumänien für die A-Nationalmannschaft nominiert werden könnte.
Ansah stammt aus Lüdenscheid, hat ghanaische Wurzeln und spielt derzeit für die deutsche U21 – dies wird voraussichtlich auch weiterhin so bleiben.
Der Stürmer hat eigenen Angaben zufolge kürzlich ein Angebot für einen Verbandswechsel abgelehnt und wird deshalb bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA nicht für Ghana auflaufen.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.