Union Berlin sucht neuen Trainer: Diese Kandidaten stehen im Fokus – die Zeit läuft
Berlin – Marie-Louise Eta (34) hat ihre Aufgabe als Cheftrainerin bei Union Berlin erfolgreich gemeistert und den vorzeitigen Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert. Doch wer wird künftig an der Seitenlinie an der Alten Försterei stehen?
Die 34-Jährige, die mit dem 3:1-Erfolg gegen Mainz 05 erneut Vereinsgeschichte schrieb, war von Anfang an nicht als langfristige Lösung vorgesehen. Ab Sommer übernimmt sie stattdessen die Bundesliga-Mannschaft der Union-Frauen.
Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren. Laut Informationen der Bild haben sich mittlerweile mehrere Kandidaten herauskristallisiert, die bei Sportdirektor Horst Heldt (56) weit oben auf der Liste stehen sollen. Eine wichtige Voraussetzung scheint dabei Deutschkenntnisse zu sein.
Insider nennen Christian Eichner (43) als den Favoriten auf die vakante Stelle. Der ehemalige Profi beendet nach fünfeinhalb Jahren seine Tätigkeit beim Karlsruher SC, um sich einer neuen Herausforderung zu widmen. Ob er diese bei den Eisernen findet, bleibt abzuwarten. Auch der 1. FC Köln zeigt Interesse an dem früheren Geißbock-Spieler.
Der zweite Kandidat überrascht vielleicht einige, da er erst vor Kurzem relativ unauffällig aus der Bundesliga ausgeschieden ist.
Die Rede ist von Horst Steffen (57). Nach seiner starken Arbeit bei der SV Elversberg wurde er zu Saisonbeginn mit viel Lob bei Werder Bremen eingestellt, konnte die erwarteten Leistungen an der Weser jedoch nicht erfüllen. Erhält er nun in Berlin eine neue Chance?
Als dritten Anwärter könnte man das "Schweizer Modell" bezeichnen, das in Köpenick durch Urs Fischer (60) bereits großen Erfolg hatte. Nun könnte sein Landsmann Mauro Lustrinelli (50) in dessen große Fußstapfen treten.
Der 50-Jährige schaffte es mit dem FC Thun in der vergangenen Saison in die Schweizer Super League und wurde dort direkt Meister – eine beachtliche Leistung. Doch ist Lustrinelli bereit, dafür eventuell die Aussicht auf Champions-League-Fußball aufzugeben?
Außerdem gibt es Gerüchte über mögliche "Vetternwirtschaft": Auch André Breitenreiter (52), ein langjähriger Weggefährte und Freund von Heldt, soll zum Kreis der Kandidaten gehören. Der 52-Jährige ist seit seiner vorzeitigen Entlassung bei Hannover 96 ohne Verein und wird lediglich als Außenseiter für den Posten gehandelt.
Last but not least könnte auch ein Überraschungskandidat ins Spiel kommen. Rene Wagner (37) sitzt derzeit als Trainer in Köln auf der Bank und sorgte dort für den vorzeitigen Klassenerhalt. In der Domstadt gilt er jedoch offenbar nicht als erste Wahl für die Zukunft. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Co-Trainer unter Steffen Baumgart (54) hat er aber auch beim FC Union Außenseiterchancen.
Unabhängig davon, für wen sich der Hauptstadtclub letztlich entscheidet – der neue Cheftrainer soll möglichst schnell vorgestellt werden, damit er Einfluss auf den Transfermarkt nehmen und die komplette Saisonvorbereitung gestalten kann.
Bundesliga-Tabelle im Überblick
Die Platzierungen in der Bundesliga haben folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Rängen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte auf Platz 16 nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.