Rettung oder Abstiegskampf: Nun starten für Union die entscheidenden Wochen
Berlin – Mit sieben Zählern Abstand auf den 16. Platz und nur noch sieben ausstehenden Partien könnte Union Berlin eigentlich bereits die Planungen für die kommende Saison aufnehmen. Den Eisernen fehlt lediglich noch ein Sieg, um den Klassenerhalt sicherzustellen. In den letzten zehn Jahren genügten durchschnittlich 34 Punkte, um direkt in der Liga zu bleiben.
Doch der vermeintlich komfortable neunte Platz mit 31 Punkten ist keineswegs garantiert – vor allem wenn man die verbleibenden Spiele betrachtet.
Für Union stehen nun die Wochen der Entscheidung an. St. Pauli belegt den Relegationsrang, Heidenheim ist Tabellenletzter, Wolfsburg auf dem vorletzten Platz – in den kommenden drei Begegnungen stehen ausschließlich Duelle gegen direkte Konkurrenten im Tabellenkeller an.
Den Auftakt macht St. Pauli an Ostern (15:30 Uhr/DAZN). Eine Niederlage oder gar ein Ostergeschenk kann sich Union nicht erlauben. Gewinnen die Hamburger, schrumpft der Vorsprung auf die Hauptstadtmannschaft auf nur noch vier Punkte.
Auch Heidenheim sollte keinesfalls unterschätzt werden. Der kleine Klub steuert zwar Richtung 2. Bundesliga, kämpft aber weiterhin verbissen, wie zuletzt Leverkusen erfahren musste. Die Eisernen wissen genau, wie hartnäckig Heidenheim sein kann. In der Bundesliga gelang ihnen bislang kein Sieg gegen das Tabellen-Schlusslicht.
Am 18. April empfängt dann die Alte Försterei Wolfsburg. Obwohl in der Autostadt allmählich die Lichter ausgehen, könnte Trainer Dieter Hecking (61) die millionenschwere Mannschaft wieder stabilisieren.
Drei Partien, die darüber entscheiden werden, ob Union den Klassenerhalt schafft oder erneut im Abstiegskampf steckt.
Das Positive für die Eisernen: Auch nach diesem schwierigen Keller-Triple warten noch direkte Duelle mit Köln, Mainz und Augsburg. Weniger erfreulich ist, dass bis auf RB Leipzig kein Top-Team mehr auf dem Spielplan steht.
Gegen die Spitzenmannschaften tut sich Union meist leichter, bei vermeintlich schwächeren Gegnern hingegen ist die Ausbeute an Punkten enttäuschend.
Das muss sich dringend ändern, sonst wird der Klassenerhalt am Ende doch nochmal zum Drahtseilakt.