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Union-Star sorgte sich um seine berufliche Zukunft

Berlin – Woo-yeong Jeong (26) hat sich bei Union Berlin mittlerweile einen festen Platz erkämpft – noch im vergangenen Sommer schien das jedoch undenkbar, denn der Spieler selbst zweifelte stark an seiner sportlichen Perspektive.

Der Grund dafür war eine schwere Knöchelverletzung, die er sich am 27. Spieltag in Freiburg zuzog und die seine Leihspielzeit bei den Eisernen vorzeitig beendete. Zu diesem Zeitpunkt war dem Südkoreaner allerdings noch nicht bewusst, dass der Hauptstadtklub ihn dennoch dauerhaft verpflichten würde.

Nach der Diagnose sei er sehr besorgt um seine Zukunft gewesen, „weil es das zweite Mal war, dass ich mich so schwer verletzt habe“, gestand der 26-Jährige in einer Pressekonferenz.

In dieser schwierigen Phase sei ihm besonders die Unterstützung seiner Familie in der Heimat wichtig gewesen. Im vergangenen Sommer heiratete der Nationalspieler seine Partnerin, und den neuen Vertrag bei den Köpenickern erhielt er quasi als Hochzeitsgeschenk von Manager Horst Heldt (56).

Als Union ihn fragte, ob er länger in Berlin bleiben wolle, „freute ich mich sehr und sagte sofort zu“, erinnerte sich der offensive Mittelfeldspieler. Diese Rückendeckung war maßgeblich für seine weitere Entwicklung beim Hauptstadtklub.

Ein weiterer, eher ungewöhnlicher Aspekt half ihm bei seinem Comeback: sein Militärdienst in Südkorea. Dieser gab ihm neue Perspektiven und die Gewissheit, seine körperliche Fitness zurückgewonnen zu haben.

Dadurch verpasste er jedoch den Trainingsstart an der Alten Försterei und musste zunächst den Rückstand aufholen und wieder in Form kommen.

Seitdem läuft es für den Rechtsfuß aber rund. In den letzten 13 Partien stand er elfmal in der Anfangsformation, zuletzt sogar sechsmal hintereinander.

Das sorgt natürlich für gute Stimmung bei Woo-yeong Jeong, der wieder mit einem Lächeln über den Trainingsplatz wirbelt. Nun fehlen nur noch die passenden Ergebnisse am Wochenende. Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) steht das nächste wichtige Heimspiel gegen Werder Bremen an, das möglicherweise richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Saison wird.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) hat die Möglichkeit, in der sogenannten Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.