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Viel Lärm um nichts: Union Berlin sichert Punkt gegen Frankfurt per Elfmeter

Berlin – Die mit Spannung erwartete Premiere von Riera am Freitagabend beim 1:1 (0:0) zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt entwickelte sich zu einem eher langweiligen Spiel, das erst gegen Ende für Spannung sorgte. Beide Teams warten weiterhin auf ihren ersten Sieg im Jahr 2026.

Das Match begann mit einer beeindruckenden Choreografie, die den Abschluss der Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag von Union Berlin bildete. Die gesamte Stadiontribüne war Teil der Darbietung, die anschließend von einem lauten Feuerwerk abgerundet wurde.

Doch anschließend übertrieben es die Fans etwas, denn rund neun Minuten nach Spielbeginn wurden überall im Stadion pyrotechnische Fackeln gezündet, was Schiedsrichter Sören Storks zu einer fast siebenminütigen Spielunterbrechung zwang.

Nach diesem feurigen Auftakt blieb die Begegnung auf dem Spielfeld zunächst ereignisarm, wobei die Gäste leichte Spielvorteile besaßen, jedoch echte Torchancen selten waren.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Gastgeber besser ins Spiel und erarbeiteten sich ihre beste Gelegenheit erneut nach einer Ecke. In der 41. Minute nahm Aljoscha Kemlein eine schlecht geklärte Kopfballabwehr direkt aus dem Hintergrund und feuerte den Ball auf das Tor von Kaua Santos, der mit einer starken Parade reagierte.

Kurze Zeit später ließ Ilyas Ansah eine große Chance liegen: Nach einem gravierenden Fehlpass von Nationalspieler Robin Koch versuchte er den Ball über das leere Tor zu heben, scheiterte jedoch, sodass es trotz großzügiger Nachspielzeit beim 0:0 blieb.

Wer zu Beginn der zweiten Halbzeit auf eine Steigerung hoffte, wurde enttäuscht. Bei knapp unter null Grad blieb die Partie weiterhin kalt und erinnerte kaum an den packenden 4:3-Heimsieg der Berliner im Hinspiel.

Die Frankfurter hatten zwar jetzt mehr Ballbesitz, konnten daraus aber selten gefährliche Aktionen kreieren, sodass das Spiel lange Zeit ohne Höhepunkte dahinplätscherte.

Die Schlussphase sorgte dann jedoch für Aufsehen: In der 76. Minute traf Derrick Köhn aus spitzem Winkel nur den linken Pfosten – ein Treffer, der vermutlich nicht anerkannt worden wäre, da ein Foul von Rani Khedira vorausgegangen war.

Mit längerem Anlauf entwickelte sich schließlich doch noch ein spannendes Finale in der Alten Försterei. Unerwartet gingen die Gäste in der 84. Minute in Führung, nachdem Christopher Trimmels Kopfball im eigenen Strafraum zu kurz abgewehrt wurde und Joker Mahmoud Dahoud den Ball zwar verpasste, Nathaniel Brown aber frei vor dem Tor stehend ausglich und unhaltbar im linken Eck versenkte.

Fast zeitgleich zeigte Schiedsrichter Storks auf den Elfmeterpunkt, nachdem Oscar Höjlund Rani Khedira im Strafraum unnötig zu Fall gebracht hatte. Höjlund sah für dieses wiederholte Foulspiel zudem die Gelb-Rote Karte. Den Strafstoß verwandelte Leopold Querfeld in der 87. Minute sicher – der Ball schlug quasi direkt unter Santos ein.

Nach dem Platzverweis warfen die Berliner nochmals alles nach vorne, doch der eingewechselte Andrej Ilic scheiterte nach einem weiteren Fehler von Santos, sodass das Unentschieden schließlich Bestand hatte.

Bundesliga, 21. Spieltag

1. FC Union Berlin – Eintracht Frankfurt 1:1 (0:0)

Aufstellung 1. FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Nsoki – Trimmel, Khedira, Kemlein (88. Kral), Köhn – Schäfer (79. Haberer), Ansah (71. Burcu) – Jeong (71. Ilic)

Aufstellung Eintracht Frankfurt: Santos – Kristensen, R. Koch, Theate (90.+3 Amenda) – Doan (82. Amaimouni-Echghouyab), Höjlund, Larsson, Brown – Chaibi (67. Bahoya), M. Götze (82. Dahoud) – Kalimuendo

Schiedsrichter: Sören Storks (Velen)

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Brown (84.), 1:1 Querfeld (87./Elfmeter)

Gelbe Karten: Schäfer (2), Kemlein (3), Köhn (3), Haberer (6) / Kalimuendo (3)

Gelb-Rote Karten: – / Höjlund (86./wiederholtes Foulspiel)

Bundesliga-Tabelle

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Am Saisonende wird der Erstplatzierte deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) hat die Möglichkeit, in der sogenannten Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Gegner ist dabei der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.