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Union Berlin sichert sich in Stuttgart einen Punkt: Joker trifft erneut

Stuttgart – Beim 1:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart konnten die Eisernen von Union Berlin einmal mehr einen Rückstand durch einen Joker-Treffer ausgleichen. Damit bleiben die Berliner auch im fünften Spiel hintereinander ohne Niederlage.

Bereits nach nur 18 Sekunden setzte Livan Burcu ein negatives Zeichen, als er seinem Gegenspieler Maximilian Mittelstädt mit offener Sohle gegen das Schienbein trat. Eine Rote Karte wäre in dieser Szene durchaus vertretbar gewesen, doch Schiedsrichter Deniz Aytekin begnügte sich mit einer Gelben Karte.

In den ersten Minuten dominierten die Gastgeber das Geschehen und suchten immer wieder den schnellen Weg zum Tor von Frederik Rönnow. Die Berliner hingegen waren, wie gewohnt, vor allem bei Standardsituationen gefährlich.

In der 13. Minute bot sich den Köpenickern die große Chance zur Führung nach einem Fehler von Jeff Chabot. Andrej Ilic lief alleine auf Torwart Alexander Nübel zu, scheiterte jedoch mit seinem linken Schuss am rechten Außenpfosten – Pech für Union.

Offenbar war dies ein Weckruf für die Baumgart-Elf, die im weiteren Verlauf mehr Spielanteile für sich verbuchen konnte. Insgesamt entwickelte sich jedoch eine kampfbetonte und chancenarme erste Halbzeit – Steffen Baumgarts Taktik, die er vorab als „große Herausforderung“ bezeichnet hatte, zeigte zunächst Wirkung.

Nach der Pause vergaben die Schwaben zwei gute Möglichkeiten. Chris Führich setzte sich auf der linken Seite gegen Aljoscha Kemlein durch und brachte den Ball scharf vor das Union-Tor, doch Josip Juranovic konnte im letzten Moment klären. Kurz darauf scheiterte Deniz Undav an Rönnow.

In der 59. Minute gelang dem VfB dann doch die Führung. Führich zog an der Strafraumkante ab und traf mit einem verdeckten Rechtschuss in die kurze Ecke, der dänische Torhüter der Berliner hatte keine Chance – ein verdienter Treffer für die Stuttgarter, die nach der Pause mit mehr Schwung agierten.

Ab der 70. Minute versuchte Baumgart durch Wechsel frische Impulse zu setzen und brachte unter anderem die Offensivspieler Ilyas Ansah und Woo-yeong Jeong ins Spiel. Der Trainer bewies erneut sein glückliches Händchen – zum fünften Mal in Folge. Zuvor musste Union in der 80. Minute jedoch einen weiteren Rückschlag verkraften, als Angelo Stiller mit einem Heber das Tor verfehlte und die Entscheidung verpasste.

Das rächte sich kurze Zeit später: Stanley Nsoki, ebenfalls von Baumgart eingewechselt, setzte sich auf der linken Seite durch und legte von der Grundlinie quer auf Jeong, der nach 83 Minuten das Leder unhaltbar unter die Latte donnerte. Der ehemalige Stuttgarter verzichtete aus Respekt vor seinem früheren Verein auf den Jubel.

Fast hätte der Südkoreaner sogar noch den Siegtreffer erzielt, doch sein Abschluss wurde von Nübel glänzend pariert, sodass am Ende eine verdiente Punkteteilung stand.

Bundesliga, 18. Spieltag

VfB Stuttgart – 1. FC Union Berlin 1:1 (0:0)

Aufstellung VfB Stuttgart: A. Nübel – Vagnoman (90. Arévalo), Chabot, Hendriks (90. Assignon), Mittelstädt – Stiller (90. Andrés), Karazor – Leweling, Nartey (75. Demirovic), Führich (76. Jeltsch) – Undav

Aufstellung 1. FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Leite – Haberer, Khedira, Schäfer (75. Jeong), Juranovic (69. Nsoki) – Burcu (69. Ansah), Kemlein – Ilic (90.+2 Burke)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 59.500

Tore: 1:0 Führich (59.), 1:1 Jeong (83.)

Gelbe Karten: Vagnoman (3), Burcu (1)

Bundesliga-Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) nimmt an der Relegation teil, um den Verbleib in der Liga zu sichern. Der Gegner in diesem Duell ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.