Union Berlin Blog: Die finale Entscheidung der Saison – Paderborn folgt dem Beispiel der Eisernen
Berlin – Eisern: Bei TAG24 findet ihr den Union-Berlin-Blog, verfasst von drei echten Berliner Fußball-Fans, die Union besonders am Herzen liegen.
Die Autoren stellen sich vor:
Icke (Jürgen Heinemann) begleitet Union seit Mitte der 1970er Jahre. Als Betriebswirt arbeitet er seit über drei Jahrzehnten im Vertrieb. Er ist verheiratet, hat ein erwachsenes Kind und lebt heute in Grünheide. Icke ist Initiator dieses Blogs.
Unionfux (Tobias Saalfeld) ist seit mehr als 40 Jahren Unioner. Er arbeitet als Freelancer für Bühne, Radio und Fernsehen und trägt hier ebenfalls mit seinen Beiträgen bei.
Beecke (Christian Beeck), ehemaliger Bundesliga-Profi (Hansa Rostock, Energie Cottbus) und ehemaliger Manager bei Union, absolvierte 21 Länderspiele für die DDR-Junioren und entstammt dem Union-Nachwuchs. Beecke ist Vater von zwei Kindern und unterstützt uns als Berater im Blog.
Unionfux: Die Spielzeit 2025/26, die 63. Saison der Bundesliga, ist nun vorbei – die Relegation ist entschieden. Überraschend erwischte es den VfL Wolfsburg, hundertprozentig im Besitz der Volkswagen AG, der zusammen mit Heidenheim und St. Pauli in die Zweitklassigkeit absteigt – nach unglaublichen 29 Jahren Erstklassigkeit.
Der SC Paderborn ist erst der vierte Zweitligist seit Einführung der Relegation vor 18 Jahren, der eine Bundesligamannschaft verdrängt hat, und der erste seit unserem Triumph gegen den VfB Stuttgart 2019. Betrachtet man Wolfsburgs Aufgebot – mit Spielern wie Grabara, Amoura, Majer, Koulierakis, Wimmer, Arnold und Eriksen – wirkt der Abstieg umso erstaunlicher, zumal im letzten Sommer keine grundlegenden Veränderungen stattfanden und über 60 Millionen Euro in Neuzugänge investiert wurden.
Obwohl Wolfsburg uns in dieser Saison sechs Punkte abnahm, reichte das nur, um die Relegation zu erreichen, nicht aber zum Klassenerhalt. Nach Elversberg ist nun also mit Paderborn der zweite Aufsteiger aus der unteren Tabellenregion am Start, begünstigt durch die Schwäche von Hannover 96 – ähnlich wie wir damals vom HSV profitierten. Es bleibt spannend, wie sich diese Underdogs in der Bundesliga schlagen werden; gerade in der ersten Saison überraschen sie oft mit ihrer Anpassungsfähigkeit – dennoch bleiben Außenseiter.
Das Rückspiel begann denkbar ungünstig: Nach einem torlosen Remis in Wolfsburg erzielte der Favorit, der auswärts stärker auftritt, bereits nach zwei Minuten durch Pejcinovic das 1:0. Doch der dänische Spieler Maehle sah innerhalb von zwei Minuten zwei Gelbe Karten – die erste etwas unglücklich, die zweite eindeutig – und musste vor Ablauf der 15. Minute vom Feld.
Das Spiel erinnerte nun an unser Heimspiel gegen Werder Bremen Anfang März: Wolfsburg fand nach dem Platzverweis trotz Führung nicht zurück ins Spiel, verteidigte nur noch und zeigte kaum noch Offensivaktionen. Bevor die Halbzeitpause kam, gelang Paderborn der Ausgleich. Im zweiten Durchgang drückte Paderborn weiter, und kurz vor Schluss traf der eingewechselte, vielen von uns bestens bekannte Sven Michel nur den Pfosten – dennoch rettete Wolfsburg sich in die Verlängerung.
Nach 100 Minuten gelang schließlich das Siegtor durch eine Michel-Flanke, das Spiel endete mit 19:2 Ecken und beeindruckenden 39:8 Torschüssen. Wolfsburg versuchte in den letzten zwanzig Minuten mit zwei frischen Angreifern (Amoura und Wind) alles, doch zwei gute Kopfballchancen am Ende reichten nicht zum Klassenerhalt. Insgesamt war der Abstieg verdient – herzlichen Glückwunsch an Paderborn und natürlich an Michel, der am Herbst seiner Karriere noch einmal Bundesliga spielen darf. Manchmal kommt das Unverhoffte.
Wolfsburg schaffte es nicht, in einer schwachen Saison den Schalter umzulegen und ihr individuelles Potenzial auf den Platz zu bringen. Auch in den beiden Begegnungen wirkten sie zu ängstlich und ohne Durchschlagskraft. Erstaunlich, wie erfahrene Profis teilweise das Fußballspielen verlernen können.
Manche Zweitligisten mit Aufstiegsambitionen – wie Hertha – werden sich darüber ärgern, dass ein etablierter Bundesligist um die oberen Plätze mitspielt. Die großen Jahre Wolfsburgs dürften voraussichtlich vorbei sein, auch weil das großzügige Engagement von VW nicht mehr das gleiche Ausmaß hat wie früher.
Umso wertvoller ist unser erneuter Klassenerhalt, auch wenn die Saison teils enttäuschend verlief. Wir waren zu keiner Zeit wirklich abstiegsgefährdet und hatten am Ende zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz – ein beruhigender Puffer. Nicht zuletzt macht es Freude, Spiele mit sportlicher Relevanz zu verfolgen, die für uns von Bedeutung sind, ohne dass wir uns zu sehr anstrengen müssen.
Jetzt bleibt Zeit, um über die kommende Saison nachzudenken und gespannt zu sein auf Mauro Lustrinelli und seine Ideen. Hoffen wir, dass er auch einen Plan B parat hat, falls seine Konzepte nicht greifen. Schließlich muss er erst lernen, dass die Bundesliga eine andere Herausforderung darstellt als die Schweizer Super League.
Bisher gab es noch keine bestätigten Neuzugänge, nur Gerüchte – auch bei Marvin Friedrich, Zeno van den Bosch und Stanley Nsoki ist noch nichts entschieden. Aber die „Saure-Gurken-Zeit“ dauert noch etwa drei Monate – zumindest für alle, die mit der WM wenig anfangen können. Spannend wird auch, wie es mit unseren ausgeliehenen Spielern weitergeht. Viele Fragen bleiben offen, die Antworten lassen noch auf sich warten. Geduld ist gefragt – auch von mir –, aber es bleibt aufregend.
Icke: Wer ist eigentlich dieser Cömert, von dem alle sprechen, er würde ablösefrei zu Union wechseln? Er wuchs in Basel auf und wurde dort ausgebildet. Seine Vereinsstationen waren hauptsächlich der FC Basel und der FC Valencia, dazwischen gab es einige Leihen.
Er ist jetzt 28 Jahre alt und mit einer Körpergröße von 1,83 Metern für einen Innenverteidiger eher klein. Für die Schweiz bestritt er 20 Länderspiele und ist weiterhin Teil des Nationalteams. Über seine Geschwindigkeit gibt es keine genauen Zahlen, doch man sagt, er sei recht flink unterwegs.
Van den Bosch, Friedrich und Nsoki würden mit Cömert ein neues Quartett in der Innenverteidigung bilden, wobei die ersten beiden bereits als fix gelten – allerdings hat der Verein noch nichts bestätigt. Das könnte auch mit der Zustimmung von Lustrinelli zusammenhängen, der noch sein Okay geben soll. Querfeld ist ebenfalls noch da und Ogbemudia hat sich öffentlich von Mannheim verabschiedet. Das wären dann sechs Innenverteidiger für zwei Positionen – was recht viel ist und eher darauf hindeutet, dass Ogbemudia erneut verliehen wird. Alternativ könnte er auch ein wichtiger Bestandteil der neuen U21 werden.
Im Angriff gibt es deutlich weniger Fortgeschrittenes. Jonas Wind aus Wolfsburg wäre eine passende Option. Ein Vorteil für uns ist unsere dänische Abteilung. Auch der Norweger Lauritsen, der in Holland regelmäßig zehn bis zwölf Tore erzielt, würde wohl gut ins Team passen. Beide könnten ablösefrei kommen. Vielleicht darf Lustrinelli auch seinen Torjäger Rastoder mitbringen, der von vielen Bundesligisten umworben wird. Wahrscheinlich haben wir dank des Trainers gute Chancen, diesen Spieler zu verpflichten. Rastoder erzielte 15 Tore plus sechs Assists.
Ein Blick auf unsere Nationalmannschaft: Nagelsmann setzt auf Bewährtes – das sieht man an den (umstrittenen) Nominierungen von Neuer und Rüdiger. Ich finde das richtig, denn die beiden gehören immer noch zur Spitze.
Nur beim Tausch Groß gegen Andrich sehe ich den Bundestrainer nicht ganz richtig. Andrich wäre für mich Pflicht gewesen, auch wenn er nicht in bester Form war, denn er ist ein mental wichtiges Element. Einen weiteren Wechsel hätte ich vollzogen: Bei mir wäre El Mala anstelle von Sane dabei gewesen. Ja, Sane kann alles und ist an guten Tagen Weltklasse, doch wie lange liegt das zurück? Der flinke Dribbler El Mala macht mehr Spaß und unser Spiel hängt von Wirtz und Musiala ab – wenn die beiden in Form sind und das Spiel prägen, ist viel möglich.
Wie sieht es bei unseren Finanzen aus? Auch die Mitgliederversammlung brachte keine endgültige Klarheit. Der Schuldenstand liegt aktuell bei etwa 62 Millionen Euro und wird vermutlich noch steigen. Das neue Trainingszentrum für die Profis verschlingt parallel weiter Geld. Immerhin ist das Nachwuchszentrum bereits fertiggestellt. Die Kosten für den Umbau unseres Hauptstadions inklusive Nebenanlagen werden bei rund 160 Millionen Euro liegen. Rechnet man alles zusammen, werden wir nach der Fertigstellung etwa 240 Millionen Euro Schulden haben – eine enorme Summe.
Auch wenn diese durch Immobilienbesitz und hohe Umsätze gut abgesichert sind, bleibt ein ungutes Gefühl. Fehler dürfen sich nicht einschleichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch wir Investoren ins Boot holen müssen, ist so groß wie nie zuvor. Entscheidend ist, wer das ist und welche Ziele verfolgt werden. Läuft es wie bei Bayern (Audi, Allianz) oder Stuttgart (Mercedes), ist das in Ordnung und eine gute Absicherung. Dass wir einen Schlendrian wie bei Hertha erleben, ist unter Kosche und Zingler ausgeschlossen.
Wir haben zwar erklärt, dass wir bei der neuen U21-Liga dabei sein wollen, doch eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Für viele bald auslaufende A-Jugendspieler ist das existenziell. Ein klares Statement des Vereins wäre wünschenswert. Eisern.
Icke: Mitgliederversammlung, Trainerwechsel und zahlreiche Gerüchte über Spielertransfers – beim neuen Trainer Lustrinelli wurde viel Druck gemacht. Verständlich, denn er muss die geplanten Neuverpflichtungen absegnen. Sie müssen in sein offensiveres System passen. Parallel dazu fand die jährliche Mitgliederversammlung statt: Die Zahlen sind wieder ordentlich. Zwar fehlen Einnahmen aus dem Europapokal, doch Union kann diese weitgehend kompensieren. Mit 191,66 Millionen Euro Umsatz wurde ein neuer Rekord in Köpenick aufgestellt. Der Gewinn des Gesamtklubs betrug 450.000 Euro. Das positive Eigenkapital stieg auf über 8 Millionen Euro, muss aber weiter verbessert werden. Im bundesweiten Vergleich ist die Eigenkapitalquote immer noch relativ gering.
Der Umbau des Stadions soll 2027 beginnen. In der Saison 2027/28 wird die erste Männermannschaft komplett ins Olympiastadion umziehen. Die Frauen-Profis werden weiter gestärkt – gerade wurde eine deutsche Nationalspielerin von Eintracht Frankfurt verpflichtet. Ziel ist, auch hier mehr Zuschauer zu gewinnen. Die Auslastung der Alten Försterei ist entscheidend für den Gesamtverein.
Beim Stadionumbau wurde erneut betont, dass mit einer Kapazität von 40.000 Zuschauern das Maximum erreicht ist – das liegt an der Infrastruktur in Köpenick. Genehmigungen für 60.000 oder 70.000 Plätze wären unrealistisch. Ende 2026 wird das neue Trainingszentrum für die Profis fertiggestellt sein, womit beide Teams künftig erstklassige Trainingsbedingungen vorfinden. Schritt für Schritt entwickeln wir uns in eine Richtung, die auch besseren Fußball ermöglicht.
Dirk Zingler betonte die Bedeutung finanzieller Stabilität und die strategische Weiterentwicklung beider Profimannschaften als wichtige Standbeine des Klubs. Obwohl wir durch die begrenzte Stadionkapazität Einnahmenverluste haben, gleichen wir das aktiv aus – zum Beispiel durch eine starke Frauenprofimannschaft.
Über Trainer Lustrinelli hat Unionfux bereits viel geschrieben. Die Vorfreude ist groß, dass er die Erwartungen erfüllt. Was die Spielertransfers betrifft, ist noch nichts zufriedenstellend. Wahrscheinlich bekommt der neue Trainer Zeit, um „seine“ Spieler zu holen. Die Gerüchteküche erreicht groteske Ausmaße, so viele, dass selbst Fachportale den Überblick verlieren. Sicher stimmen nur wenige davon. Hinzu kommt, dass das „Okay“ des Trainers alles durcheinanderwirbeln kann. Wir müssen uns gedulden. Eisern!
Unionfux: Ein echter Coup: Der bisherige Trainer des überraschenden Schweizer Meisters FC Thun, Mauro Lustrinelli, ehemaliger Co-Trainer von Urs Fischer (2012/13), wird Cheftrainer beim 1. FC Union Berlin. Damit erhalten wir unseren Wunschkandidaten.
Da wir sicher nicht die einzigen Interessenten waren, ist die Verpflichtung eine kleine Sensation. Schon im Winter hatte Lustrinelli mehrere Anfragen aus der Bundesliga, die er damals alle ablehnte, weil er sein Meistermärchen mit Thun beenden wollte – eine gute Entscheidung. Als Thun noch in der Challenge League spielte, hatte er sich eine Meisterprämie vertraglich zusichern lassen – der Glaube und das Selbstbewusstsein haben sich ausgezahlt.
Mauro Lustrinelli ist begehrt, denn mit überschaubarem Budget einen Aufsteiger zur souveränen Meisterschaft zu führen, zeugt von großem Können. Zudem gilt er als Förderer junger Talente, war einige Jahre U21-Nationaltrainer der Schweiz. Dass wir bei diesem Außenseiter-Tipp die Nase vorn haben, ist bemerkenswert.
Der frühe Zeitpunkt der Verpflichtung, kurz nach Saisonende in Deutschland und der Schweiz, weist darauf hin, dass der Kontakt schon länger bestand – spätestens seit der Entlassung von Steffen Baumgart. Zingler und Heldt sollen den polyglotten Lustrinelli (fließend Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch) weitgehend freie Hand versprochen haben – ein Traum für jeden Trainer. Außerdem hat er sein früheres Idol Urs Fischer um Rat gefragt, der ihm eine loyale Anhängerschaft, geringe mediale Hektik und den Charme eines Underdogs empfahl. Zeit bekommt Lustrinelli auch, denn der Wandel von Unions bisherigem Stil gelingt nicht über Nacht. Der Klassenerhalt bleibt Pflicht.
Er darf drei Mitarbeiter mitbringen: Michel Renggli (ehemaliger U21-Trainer FC Luzern), Sascha Stauch (ehemaliger U21-Coach der Schweiz) und Enrico Schirinzi (U17-Trainer bei den Young Boys Bern). Frischer Wind für das Team.
Wir werden uns wohl auch bei Urs Fischer über Lustrinelli erkundigt haben. Präsident Zingler betonte zudem, dass bei der Auswahl datenbasiert vorgegangen wurde – nichts wurde dem Zufall überlassen.
Mauro Lustrinelli gilt als großer Motivator, setzt auf Teamgeist, Humor und eine unkonventionelle Herangehensweise. Er bevorzugt ein offensives 4-4-2, dynamisch und mit viel Ballbesitz. Zingler hat bereits angekündigt, dass die Zeit des defensiven Union-Stils vorbei ist. Man will künftig mehr auf junge Spieler und attraktiven Fußball setzen. Die frühere Aussage, Spieler würden rausfliegen, wenn sie Fußball entwickeln wollten, wurde inzwischen relativiert – und Lustrinelli wäre damit kaum zu überzeugen gewesen.
Auf der Shortlist standen auch Christian Eichner (Karlsruher SC) und Horst Steffen (SV Elversberg), die allerdings nicht so interessant scheinen. Eichner und Steffen sind ohne Vertrag, bei Lustrinelli muss wohl eine Ablösesumme von rund einer Million Euro an Thun gezahlt werden. Er verzichtet immerhin auf die Champions-League-Teilnahme mit Thun, was ihn zu einem Kandidaten macht, der den Schritt in eine Topliga wagen will.
Fest steht: Lustrinelli hat nicht lange gezögert, sondern ist geradlinig und motiviert – wir haben mit einem Schweizer Meistertrainer gute Erfahrungen gemacht. Die frühe Planungssicherheit ist ein großer Vorteil, zudem kann er in Transferentscheidungen eingebunden werden. Die neue Saison hat sozusagen bereits begonnen – etwa 100 Tage vor dem ersten Spiel. Gut so.
Herzlich willkommen, lieber Mauro Lustrinelli! Auf eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft – wir freuen uns sehr!
Unionfux: Was man über die Jahre vom Schreiben für die Bühne lernt: Der Schluss ist das Wichtigste. Egal, wie durchschnittlich ein Abend war, wenn die letzte Nummer zündet, gehen die Zuschauer zufrieden nach Hause – der letzte Eindruck zählt.
Doch man sollte sich nicht zu sehr vom letzten Eindruck täuschen lassen – das gilt auch für unsere aktuelle Lage. Das Finale war eindrucksvoll, Marie-Louise Etas Arbeit beeindruckte. Es ist nachvollziehbar, dass nun Rufe laut werden, sie solle bei den Männern weitertrainieren. Ebenso wird Carl Klaus, der starke Leistungen zeigte, plötzlich als zukünftige Nummer eins gesehen.
Das ist verständlich, doch zu schnell sollte man nicht urteilen. Die letzten beiden Spiele waren, im Vergleich zu vorherigen, mutig, spielerisch anspruchsvoll und erfolgreich – aber ohne echten Druck. Das darf man nicht vergessen. Oft sabotieren Gegner in der zweiten oder dritten Liga Aufstiegskandidaten, die eigentlich nichts mehr zu gewinnen haben – durch Leichtigkeit jenseits von Verkrampfung können Kräfte freigesetzt werden, die vorher verborgen waren.
Unbestritten hat Marie-Louise Eta der Mannschaft neue Impulse gegeben. Dennoch ergibt sich daraus nicht automatisch eine Weiterbeschäftigung als Trainerin der Männer – zumal die Frauen-Bundesligamannschaft eine attraktive Aufgabe ist.
Die Bundesliga der Männer ist nach wie vor ein hartes Pflaster. Neue Trainer verbrennen schnell, wenn der Start nicht gelingt. Es ist fraglich, ob man Eta zur Spitze geholt hätte, wenn noch andere Optionen bestanden hätten. Ignorieren, dass ihr Geschlecht eine Rolle spielt, wäre naiv – ebenso wie die Tatsache, dass sie bislang wenig Erfahrung hat, auch wenn sie alle nötigen Qualifikationen hat. Es kann klappen, aber auch nicht – fragen Sie Sandro Wagner, der weniger talentiert war.
Bei Keeper Carl Klaus sieht die Lage anders aus: Wie schnell schwindet der Bonus von Stammkeeper Frederik Rönnow? Klaus' herausragende Abschläge führten mehrfach zu Toren, er wurde kaum geprüft. Er ist ein talentierter Mann, aber kann er Rönnow dauerhaft verdrängen? Das Gedächtnis der Fans sollte nicht kurz sein.
Was ich damit sagen will: Die letzten Spiele sind kein verlässlicher Indikator für die kommende Saison. Ich bin froh, dass Eta bei uns arbeitet und Klaus zumindest Backup für Rönnow ist. Niemand kann in die Zukunft schauen – weder Lustrinelli noch Eichner oder Thorup sind Garantien für besseren Fußball. Sie sind bestenfalls Hoffnungen.
Bei aller Liebe und Optimismus würde ich diese anspruchsvolle Aufgabe nicht unbedingt einer Novizin anvertrauen – und das ist Eta derzeit. Ihre Zeit wird kommen, vielleicht noch nicht jetzt, aber sie wird kommen.
Und Rönnow bleibt vorerst die unumstrittene Nummer eins. Klaus muss sich zunächst den Kampf um die Nummer zwei mit Matheo Raab erkämpfen – eine Herausforderung. Bis dahin wünschen wir uns einen herausragenden Trainer mit Erfahrung im Männerfußball. Erfahrung und Geschlecht werden auch künftig eine Rolle spielen – ob wir wollen oder nicht. Das ist realistisch und bei aller Gleichberechtigung und Romantik nicht zu ignorieren.
Am Ende geht es nicht um Klaus oder Eta, sondern um den 1. FC Union Berlin. Man sollte sich nicht vom letzten Eindruck täuschen lassen – egal wie attraktiv der auch sein mag. Trotzdem ist es beruhigend, sie in der Hinterhand zu haben. Das ist großartig – für alle Beteiligten, oder?
Unionfux: Die Nach-Baumgart-Lösung war nachvollziehbar und charmant – man wollte den neuen Trainer nicht überrumpeln, sondern Zeit gewinnen. Gleichzeitig war sie riskant und letztlich richtig. Schön, wenn Mut belohnt wird. Zwei Spiele mit Interimstrainerin Eta reichten, um der Bundesliga und einer beinahe am Abstieg stehenden Mannschaft neues Leben einzuhauchen.
Die letzten beiden Partien der Saison 2025/26 waren, auch ohne extremen Druck, die besten der Spielzeit. Endlich sah das nach echtem Fußball aus. Die Zahlen belegen das eindeutig. Kein sinnloses langes Ballgeschiebe, richtige Körperspannung, Konzentration, keine ängstliche Zauderei, die beste Passquote, versucht wurde Kombinationsfußball, Laufbereitschaft und eine selten gesehene Wachheit. Steffen Baumgart muss Tränen in den Augen gehabt haben, während er zusah, wie klar die Mannschaft spielen kann.
Wieder war der Spaß da, die Alte Försterei wurde zur Festung, der Nachweis, dass wir zu dieser Liga gehören. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt am Ende zehn Punkte, Gladbach und HSV sind hinter uns. Gut, man könnte argumentieren, dass wir bereits nach dem 26. Spieltag nach dem Auswärtssieg in Freiburg gerettet waren, aber zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass diesmal 30 Punkte reichen würden.
Die lange Zeit schwache Rückrunde, in der wir oft wie ein Absteiger wirkten, hat gezeigt, dass Baumgart eine Sackgasse ist – das hat Eta zumindest teilweise bewiesen.
Es ist schade (aber auch nicht wirklich überraschend), dass Eta bald eine andere Bundesligamannschaft übernehmen wird. Schön ist, dass sie bei uns bleibt – ich bin mir sicher, unsere Frauen werden in der kommenden Saison weiter aufholen.
Wichtig ist, dass Eta das Potenzial der Männer wieder sichtbar gemacht hat – obwohl viele immer behaupteten, der Kader sei nicht besser und habe nur in der Hinrunde überperformt. Natürlich darf der Schlussakkord nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Baustellen gibt. Aber nun haben wir mehr als drei Monate Zeit, darüber zu diskutieren.
Fakt ist: Die Leistung von Marie-Louise Eta verdient größten Respekt. Die fünf Spiele waren ein großes Risiko: kaum Zeit, großer Druck – medial und sportlich – und die Gefahr, blass dazustehen. Auch wenn sie nicht mehr hätte absteigen können, war das nicht klar, und man durfte nicht davon ausgehen. Sie hat jedem Spektakel aus dem Weg gehen und dem Druck standhalten können. Zudem scheint sie sehr lernfähig zu sein – Eigenschaften, die ihre männlichen Vorgänger nicht alle hatten. Manchmal muss sich eben eine Frau um die Sache kümmern …
Umso mehr gönnen wir ihr den Erfolg der letzten Spiele, der nicht unverdient ist. Man muss nicht immer auf die B-Note verweisen – Platz elf ist unterm Strich mehr, als man kürzlich erwartet hatte. Die katastrophale Rückrunde endet versöhnlich, wir gehen mit gutem Gefühl in die lange Sommerpause. Und nicht zuletzt: Der 1. FC Union Berlin hat sein letztes Bundesliga-Spiel gewonnen – das ist nun schon siebenmal in Folge gelungen. So eine Tradition sollte man bewahren.
Noch einmal: Loui, das war großes Kino – keine Selbstverständlichkeit. Du hast Geschichte geschrieben und das ist eine der schönsten Geschichten. Ohne Übertreibung ist das historisch – und es wird noch lange dauern, bis es Nachahmer gibt. Aber ich halte es für wahrscheinlich, dass wir dich bald wieder eine Männer-Bundesligamannschaft coachen sehen. Das Experiment ist ein großer Erfolg. Alle gehen als Gewinner aus einer schwierigen Situation hervor. Ich freue mich, dass wir endlich wieder einen souveränen und entspannten Sieg in der Alten Försterei erleben durften, ohne Haare raufen und Herzrasen. Das hat was.
Mal sehen, wie es weitergeht. Der nächste Schritt muss sitzen, auch wenn das leichter gesagt als getan ist. Nachdem Christian Eichner vom KSC im Rennen war, hat nun wohl Mauro Lustrinelli vom FC Thun die Poleposition. Sky und Kicker berichten, die Gespräche seien weit fortgeschritten, ja sogar eine Einigung erzielt, auch wenn die Vereine noch nicht offiziell gesprochen haben. Der ehemalige Co-Trainer Urs Fischers (2012/13) wird sicher Ablöse kosten, da er noch bis 2028 bei Thun unter Vertrag steht – angeblich eine Million Euro. Lustrinelli verzichtet auf eine mögliche Champions-League-Teilnahme und macht den Schritt in die Bundesliga – eine große Chance.
Egal was passiert: Es ist gut, eine Marie-Louise Eta in der Hinterhand zu haben – welchen Bundesligisten gibt es das schon?
Icke: Wie wäre es sonst zu erklären, dass wir nach einer so enttäuschenden Saison ein so großartiges Spiel An der Alten Försterei zu sehen bekommen? Wundervolle Tore, guter Spielaufbau, sichere Abwehr (trotz Viererkette) und alle laufen, kämpfen, bewegen sich. Jeder Spieler zeigte Einsatz. Augsburg war mit vier Gegentoren noch gut bedient. Einige hundertprozentige Chancen ließen wir ungenutzt – Burke, Burcu, Bogdanov. Abgesehen von einer kurzen Phase zwischen der 65. und 82. Minute beherrschte Union das Spiel spielerisch.
Man konnte es kaum fassen: Ballstafetten mit viel Tempo und über mehrere Stationen – wieso klappte das plötzlich? Von Januar bis April war davon kaum etwas zu sehen. War Union womöglich gepusht? Wahrscheinlich schon. Marie-Louise Eta war wohl unser Dopingmittel. Nach Feststehen des Klassenerhalts stellte sie die Viererkette auf und setzte Querfeld auf die Bank. Sie brachte der Mannschaft bei, den Ball sauber und nach vorne zu spielen. Beides gelang!
Unsere Tore erzielten Ilic (2x), Jeong und Schäfer. Insgesamt hatten wir 17 Torschüsse – besonders Schäfers Tor zählt zum Anwärter für Tor des Monats. Noch beeindruckender war aber die Passquote von 84% – gab es das je bei Union in der Bundesliga? Im Tor überzeugte unser dritter Keeper Klaus (Rönnow und Raab verletzt) mit Ruhe und präzisen langen Bällen, die viele Angriffe einleiteten. Die ersten beiden Tore entstanden aus seinen langen Pässen und seinem schnellen Denken. Wer in der kommenden Saison die Nummer eins sein wird, ist offen. Alle drei Torhüter bei uns sind stark. Setzt der neue Trainer auf eine schnelle und präzise Spieleröffnung, hat Klaus gute Chancen.
Unsere Abwehrkette (Trimmel-Doekhi-Leite-Rothe) präsentierte sich sicher. Zur kommenden Saison brauchen wir allerdings zwei neue Innenverteidiger. Friedrich und Nsoki scheinen fix zu sein. Mindestens ein weiterer, vor allem falls Querfeld geht, muss folgen. Im defensiven Mittelfeld spielten Schäfer und Kemlein – Khedira fehlte, was nach einem Abschied aussieht. Die drei offensiven Mittelfeldspieler im 4-2-3-1-System waren Burke rechts, Ansah zentral, Burcu links. Ansah war etwas schwächer, aber nicht enttäuschend. Burke mit seinen Sprints war der aktivste der drei. Er bereitete das zweite Tor vor. Burcu zeigte seine gute Technik und bereitete das dritte Tor vor. Ilic erzielte einen Doppelpack, eine starke Leistung. Der 19-jährige Bogdanov, eingewechselt, konnte seinen ersten Assist verbuchen – das wird ihm Selbstvertrauen geben.
Wahrscheinlich gibt es in der kommenden Woche weitere Entscheidungen, etwa zum neuen Trainer. Niemand hätte etwas dagegen, wenn Frau Eta weitermacht – das wird allerdings nicht passieren. Aber wir können ihre Leistung nur loben. Wir benötigen: einen Top-Innenverteidiger, einen starken Sechser (falls Khedira geht), einen treffsicheren Mittelstürmer und einen Techniker wie Jeong, aber mit mehr Durchsetzungsvermögen. Das Mega-Talent Güther (16 Jahre) wird sicher mehr Einsatzzeiten erhalten.
Heute genießen wir diesen tollen Saisonabschluss, den kaum jemand erwartet hatte – außer mir. Mein Tipp vor dem Spiel war 4:0! Wichtiger als das Ergebnis war aber die Art und Weise: souverän, ballkontrolliert und dominant. Eisern!
Unionfux: Toni Leistner erhält bei Hertha BSC nach drei Jahren keinen neuen Vertrag – nicht überraschend, mit fast 36 Jahren sucht man lieber jüngere Spieler. Leistner wollte gern bleiben. Die Fanverabschiedung war wohlwollend, besonders wenn man bedenkt, wie feindselig er 2023 empfangen wurde (ein Transparent forderte damals, er solle „sich verpissen“). Inzwischen schätzen viele in der Fanszene ihn und resigniert sagte er zum Abschied: „Berlin ist blau-weiß!“ Das gefällt der Ostkurve, solche populistischen Parolen. Leistner steht dazu. Wahrscheinlich hat er das auch bei seinem Abschied bei Queens Park Rangers gesagt – London steht ja auch hinter QPR. Oder in Dresden – da stimmt es wenigstens.
Es passt zur unheilbaren Großmannssucht des Zweitligisten Hertha, zu glauben, Berlin sei blau-weiß. Ja, die Zuschauerzahlen sind gut – besonders für Zweitligaverhältnisse – obwohl die Stadien in Deutschland generell gut besucht sind.
Aber so ist Berlin nicht. Wer Berliner ist, weiß das. Es gibt keinen Karneval oder Oktoberfest hier. Selbst die Love Parade war für Auswärtige wichtiger als für Berliner. Berlin ist geprägt von Gleichgültigkeit, Weltstars laufen frei herum und kaum jemand kümmert sich. Berlin ist weder blau-weiß noch rot-weiß, bestenfalls in den jeweiligen Bezirken – und das war es. Sportlich haben wir seit einigen Jahren die Nase vorn – das kann kaum jemand bestreiten. Mal sehen, wie lange noch. Der Pokal wird wohl für immer nach Charlottenburg gehen.
Wenn es Hertha leichter macht, dann darf man ruhig weitermachen mit provokativen Sprüchen – das ist eben Berliner Mentalität. Die Stadt selbst befindet sich leider schon längere Zeit im Abwärtstrend, das schmerzt, aber überrascht nicht. Ich bin gespannt, ob Leistner, der überwiegend bei Zweitligisten spielte, noch einen Vertrag erhält – er will weitermachen.
Ich nehme ihm seine Aussagen nicht übel, schließlich ist er Sachse, kennt die Berliner Feinheiten nicht so genau. Aber ich kann ihm versichern: Ostkurve oder Waldseite hin oder her, Berlin ist weder das eine noch das andere – und das ist auch gut so.
Icke: Beim 1. FC Union herrscht derzeit eine gewisse Ruhe – zumindest nach außen. Die nordkoreanische Verbalfront bleibt intakt. Letztes Wochenende siegte Union unter Trainerin Eta erstmals bei den Männern und kletterte damit auf Platz 12. Wenn Loui weitermacht und das letzte Heimspiel gegen Augsburg gewinnt, ist möglicherweise sogar Platz 10 erreichbar – interessant auch wegen der Prämien.
Zum Spiel gegen Augsburg: Wir haben gegen Augsburg nur zwei von 13 Vergleichen gewonnen, Augsburg dagegen sechsmal. Die Mannschaft wird alles geben, denn Augsburg kann noch Platz 7 erreichen, was einen internationalen Startplatz bedeutet und Millionen bringt. Der HSV muss in Leverkusen antreten, Mainz spielt gegen Heidenheim, die um den Klassenerhalt kämpfen. Wir haben also Chancen.
Zum Spiel wird nicht viel gesagt. Das wird ein Duell von Kampf und Einsatz. Die Viererkette bleibt wohl bestehen, ebenso vier echte Angreifer. Das soll uns Spaß machen.
Hinter den Kulissen wird intensiv nach einem Trainer gesucht. Christian Eichner aus Karlsruhe gilt als Favorit, aber auch Breitenreiter, Lustrinelli und Rene Wagner sind im Gespräch. Es bleibt spannend.
Bei den Transfers: van den Bosch wurde wohl verpflichtet. Marvin Friedrich kommt wohl ablösefrei zurück. Viele sind skeptisch, ich nicht. Sollte er fit sein, hat er Chancen auf einen Stammplatz. Gerhardt (Wolfsburg), Bebou (Hoffenheim) und Cömert (Valencia) sind Gerüchte. Auch Nsoki wird wahrscheinlich gekauft. Große Transfers gibt es noch nicht.
Wir freuen uns auf ein tolles Abschluss-Spiel am Wochenende. Danach werden wohl erste Verkündungen folgen. Eisern.
Unionfux: Eine mutige Aufstellung gegen Mainz: gleich vier offensive Spieler (Burcu, Ansah, Burke und Ilic) und eine Viererkette – so konnten wir die letzten Monate selten auflaufen. Die Mannschaft zeigte von Beginn an viel Einsatz und eine kämpferische Körpersprache. Mainz war beeindruckt. In der ersten Halbzeit dominierten wir das Spiel, was auch an Burcus Aktivität lag, der leider einige harte Fouls einstecken musste.
In der achten Minute brachte Ilic mit einem Kopfball nach Trimmel-Ecke die erste Großchance, gut zehn Minuten später wurde die Partie jedoch durch Proteste der mitgereisten Union-Fans unterbrochen, die sich gegen späte Sonntagsspiele wehrten – auch wenn wir wissen, dass das Fernsehen den Spielplan diktiert und das Geld dafür erwirtschaften muss.
Nach der Pause kam Mainz mit mehr Druck. Nach drei Minuten glich Sheraldo Becker mit einem technisch versierten Kopfball aus. Kurz danach wurde ein Tor der Mainzer wegen Abseits aberkannt. In der 85. Minute traf Ilic mit einem Schuss an den Pfosten – Pech. Normalerweise wären wir mit einem Unentschieden zufrieden, doch diesmal wollten wir mehr. In der 88. Minute traf Burke nach einer Flanke von Köhn per Drehschuss ins linke Eck – Wahnsinn!
In der Nachspielzeit sorgte ein schneller Konter für das 3:1 durch Juranovic. Die letzten Minuten verteidigten wir clever und sicherten so den wichtigen Auswärtssieg. Die Mannschaft zeigte wieder das, was sie kann – Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist. Eisern!
Icke: Am Sonntag geht es nach Mainz, wo Urs Fischer als Trainer wirkt. Mainz ist stark, aber Union kann nicht mehr absteigen. Die Frage ist, ob Trainerin Eta experimentieren wird – etwa mit Talenten wie Güther. Köhn wird wohl auf links starten, Rönnow im Tor, Querfeld und Trimmel in der Abwehr. Die Offensive dürfte mit Burcu, Ilic, Ansah besetzt sein.
Der Trainer wird sicher die beste Elf aufbieten, dazu gehört auch Khedira. Mainz hat einige gute Spieler, darunter den starken Kaminski. Der nächste Gegner ist anspruchsvoll, doch wir hoffen, gut dagegenzuhalten und weitere Punkte zu sammeln. Die Gerüchte um Zugänge und Trainer dauern an – Christian Eichner gilt als Favorit, Heldt ist gefordert. Eisern!
Unionfux: Nach dem vorzeitigen Klassenerhalt gibt es Stimmen wie von Torsten Mattuschka, die meinen, Baumgart hätte den einen Punkt auch noch geholt, den Interimstrainer Eta gegen Köln erspielte. Gleichzeitig fragen sie sich: Warum wurde Baumgart eigentlich so schnell entlassen?
Ich bin mir da nicht sicher. Die Rückrunde war schwach, und die Hinrunde brachte so viele Punkte, dass wir nie gefährdet waren. Platz 16, aktuell Wolfsburg, hat nur 26 Punkte – zum Vergleich hat der Siebzehnte der 2. Liga 34 Punkte. Die Rückrunde zeigte klar, dass wir gegen viele Gegner überfordert waren – taktisch, spielerisch und fitnessmäßig. Die Hoffnung ruhte auf Fehlern der Mitbewerber und etwas Glück.
Eine Fortsetzung mit Baumgart wäre nicht möglich gewesen, da die Mannschaft keine Normalform erreichte – weder Spieler noch Trainer konnten das Team aus der Krise holen. Die Entlassung kam zu spät, aber die Defizite waren klar.
Wer die Schuld trägt – Spieler oder Trainer – ist schwer zu beurteilen, doch die Truppe wirkte in den letzten Monaten erschöpft. Im Podcast zum Hauptstadtderby wurde die Leistung gegen Köln stark kritisiert – zu Recht.
Wir brauchen einen neuen Trainer, der das Beste aus dem Kader herausholt und besser kommuniziert. Neuzugänge werden vermutlich sparsam sein – aber wir brauchen Qualität. Der Klassenerhalt ist möglich, wenn sich die Situation verbessert.
Zur Diskussion um das angebliche unsportliche Verhalten im Köln-Spiel: Christopher Trimmel verzichtete bei einem verletzungsbedingten Ball ins Aus auf den fairen Einwurf zurück an den Gegner, was zum späten Ausgleich durch Burcu führte. Das wurde kritisiert, doch im Gesamtbild war es eine Reaktion auf Zeitspiel und Verletzungsstrategien von Köln. Trimmel handelte sportlich richtig und hielt die Mannschaft im Spiel. Unsportlichkeit gibt es im Fußball zuhauf, doch diese Aktion ist nicht schlimmer als andere.
Unionfux: Die Saison ist vorbei – die schlechteste Rückrunde seit dem Aufstieg 2009/10, kaum zu ertragen, aber ohne Abstiegsfolge. Das Unentschieden gegen Köln sicherte den Klassenerhalt mit sieben Punkten Vorsprung. Ein großer Druck wurde somit vermieden.
Die Rückrunde war geprägt von schlechten Leistungen, lediglich zwei Siege, beide glücklich. Das Experiment mit Trainerin Eta ging auf, wenn auch zaghaft, die letzten Spiele waren besser. Nun beginnt die Analyse der Saison. Es ist das dritte Warnsignal in Folge, dass so eine schwache Phase nicht noch einmal passieren darf.
Unsere Stärken sind nicht mehr wie früher in der Abwehr, auch das Mittelfeld und der Angriff sind schwach. Laufleistung und Zweikämpfe sind Liga-weit schlecht, nur bei Kopfballduellen sind wir noch vorne dabei.
Wir brauchen dringend einen erfahrenen Trainer mit einer klaren Idee, der Spieler besser macht und die Stimmung stärkt. Bisher leiden wir unter zu vielen Fehlverpflichtungen. Der Klub muss sich weiterentwickeln, wenn er in der Bundesliga bleiben will.
Wir freuen uns über das weitere Jahr in der Liga und hoffen auf mehr Konstanz und Qualität.
Unionfux: Das Heimspiel gegen Köln zeigte wieder das bekannte Bild: Rückstand, kaum Offensivkraft, viele technische Fehler. Bülter und El Mala trafen für Köln, wobei ein Treffer nach Abseits zurückgenommen wurde. Klaus verhinderte kurz vor der Pause eine höhere Niederlage.
Unsere Offensivaktionen waren überschaubar, Ansah und Burke wenig effektiv. Erst spät kam Leben in die Mannschaft, ehe Burcu mit einem schönen Treffer zum Ausgleich traf. In der Nachspielzeit hatten wir noch Chancen auf den Sieg, die aber vergeben wurden.
Es ist enttäuschend, wie wenig Engagement, Kreativität und Kampfgeist gezeigt wurden. Die Mannschaft muss lernen, den Gegner mit Willen zu beeindrucken und mehr Körperlichkeit zu zeigen. Hoffentlich hilft dieser Punkt unserer Moral.
Icke: Am Samstag empfängt Union Köln – nur drei Punkte zählen, um entspannt die letzten Spiele zu absolvieren. Keeper Rönnow und Raab sind verletzt, doch Klaus zeigte zuletzt seine Klasse. Die besten verfügbaren Spieler sollten auflaufen, darunter Köhn, Kral und Juranovic. Jeong ist angeschlagen, Burke könnte auf rechts spielen.
Köln kommt mit El Mala in Topform, will sich für die WM empfehlen. Ex-Unioner Bülter spielt ebenfalls. Drei Spieler müssen besonders beachtet werden: El Mala, Bülter und Kaminski. Wir müssen unser Pressing aufs Maximum bringen, die Abwehr stabilisieren und mutig in den Strafraum eindringen. Eisern!
Unionfux: Ein enttäuschender April: Ergebnisse und Leistungen passen nicht, der Trainerwechsel bringt vorerst keine Wende. Die Mannschaft wirkt lethargisch und ohne Siegeswillen. Die technische Qualität lässt zu wünschen übrig.
Es fehlt an Dynamik und Ideen, die Passsicherheit ist schwach. Spieler wie Kral und Köhn werden zurückgehalten, obwohl sie mehr Tempo und Kreativität bringen könnten. Der Mai muss Besserung bringen, nicht unbedingt alle Punkte, aber zumindest eine bessere Heimbilanz. Rönnow fällt mit Adduktorenverletzung aus, Raab und Klaus rücken nach. Endspurt muss knallen!
Icke: Wieder ein enttäuschendes Spiel – 3:1 in Leipzig verloren. Verletzungen und falsche Aufstellungen machten uns zu schaffen. Spieler wie Rothe wirkten überfordert, Einwechslungen kamen zu spät. Die Abwehr zeigte Schwächen, der Angriff blieb harmlos. Spielerische Fortschritte fehlen, die Mannschaft wirkt überfordert und ohne Selbstvertrauen.
Köln, Gladbach, HSV und Bremen könnten uns noch überholen, wenn sie gewinnen. Wir haben nur noch wenig Luft nach unten. Das nächste Spiel gegen Köln wird entscheidend. Eta soll die richtigen Stellschrauben justieren. Eisern!
Unionfux: Wir treten auf der Stelle, trotz Trainerwechsel. Noch vier Spiele, vermutlich reicht ein Sieg zum Klassenerhalt. Wir sind keine Heimmacht mehr, die letzten Spiele gegen Wolfsburg und Leipzig zeigten Licht und Schatten.
Die Rückrunde ist geprägt von harmloser Offensive und harter Arbeit. Hoffnung auf Besserung liegt bei Eta. Spieler wie Jeong, Haberer, Juranovic und Burcu sollten mehr Einsatzzeit bekommen, um Tempo und Kreativität zu bringen. Köhn könnte zurückkehren. Der Mai wird zeigen, ob die Mannschaft den Anspruch hat, in der Bundesliga zu bleiben.
Icke: Beim Duell gegen Wolfsburg kassierten wir eine unglückliche Niederlage. Trotz klarer Chancen fehlte die Effektivität. Die Abwehr zeigte Unsicherheiten, der Angriff blieb harmlos, viele Spieler ohne Selbstvertrauen. Trainer Eta brachte spät frische Kräfte, doch zu spät. Die Mannschaft bemüht sich, doch das reicht nicht.
Das nächste Spiel gegen Leipzig wird eine große Herausforderung. Wir müssen uns auf das Heimspiel gegen Köln konzentrieren. Eisern!
Icke: Am Samstag steigt das Abstiegsgipfel gegen Wolfsburg, die auf einem Abstiegsplatz stehen. Trotz nominell besserem Kader müssen sie punkten. Wir sind der Außenseiter, müssen mit Teamgeist, Laufbereitschaft und Unterstützung der Fans dagegenhalten. Der Trainer wird voraussichtlich die Dreierkette aufstellen, vorne mit Burcu, Ansah und Burke.
Der Kader ist bis auf Raab komplett und fit. Ein spannendes Spiel erwartet uns. Eisern!
Unionfux: Die überraschende Entlassung von Coach Baumgart kurz vor Mitternacht war für viele unerwartet. War die Entscheidung langfristig geplant oder spontan? Wussten Spieler oder Trainer vorher Bescheid? Die Co-Trainer de Souza und McKenna verlassen den Klub, Bönig bleibt als Assistenztrainer für die erste Mannschaft.
Trainerin Marie-Louise Eta übernimmt die letzten fünf Spiele. Sie ist die erste Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga überhaupt – ein historischer Schritt. Die Entscheidung ist mutig und konsequent, zeigt, dass der Vorstand sofort handeln wollte. Skepsis bleibt, doch wir wünschen ihr viel Erfolg. Eisern!
Unionfux: Die Sensation blieb aus: Union verliert klar 1:3 beim Angstgegner Heidenheim. Die Mannschaft zeigte kaum Einsatz und ließ sich vom Gegner dominieren. Einzig das Debüt von Linus Güther war erwähnenswert.
Die Einstellung und Abstimmung passen nicht, der Trainer wirkt überfordert. Eine weitere Niederlage, die Angst vor dem Abstieg wächst. Nur Hoffnung bleibt, dass sich die Mannschaft bald stabilisiert.
Icke: Das Spiel beim VfL Gladbach war enttäuschend: kaum Chancen, schlechte Passquote, keine Dominanz. Zwei Tore in der Nachspielzeit sorgten für die Niederlage. Die Mannschaft wirkte ohne Selbstvertrauen und Spielplan. Die Unruhe wächst, die nächsten Spiele werden entscheiden, ob wir die Klasse halten können.
Unionfux: In Gladbach müssen wir punkten, um Abstand auf die Abstiegsplätze zu wahren. Die Fohlen stecken in der Krise, haben viele Ausfälle. Wir müssen die jüngste Form bestätigen und die Defensive stabilisieren. Die Offensive ist variabel, mit Ansah, Burke und Jeong. Ein wichtiger Sieg könnte uns weiter nach vorn bringen. Eisern!
Icke: Union gewinnt 3:1 in Gladbach. Die Mannschaft zeigte von Beginn an viel Einsatz, frühe Tore durch Doekhi und Khedira brachten Sicherheit. Gladbach kam nur selten zu Chancen. Die Fans und der Trainer konnten sich freuen über eine gelungene Mannschaftsleistung. Eisern!
Unionfux: Das nächste Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach ist richtungsweisend. Die Fohlen sind noch sieglos, wir Favorit. Wir brauchen von Anfang an viel Einsatz und Aggressivität, um das Spiel zu kontrollieren. Jeong und Haberer sollen zeigen, dass sie ihre Qualität abrufen können. Das Vertrauen in die Mannschaft ist groß – auf geht’s!
Icke: Deutschland spielt 1:0 in Belfast gegen Nordirland und gewinnt die WM-Qualifikation. Das Spiel war hart umkämpft, aber die deutschen Spieler kämpften und setzten sich durch. Die Abwehr stand stabil, der Torwart bot Weltklasseleistungen. Die Mannschaft muss jetzt weiter an der Spielkultur arbeiten, um bei der WM eine gute Rolle zu spielen. Eisern!
Icke: Deutschland gewinnt 4:0 gegen Luxemburg in der WM-Qualifikation. Kimmich traf doppelt, Raum und Gnabry steuerten weitere Tore bei. Nagelsmann experimentierte mit der Aufstellung, setzte auf Dreierkette. Es fehlte etwas Kreativität, doch der Sieg war verdient. Weiter so!
Unionfux: Union startet die Saisonvorbereitung mit einem 9:1 Sieg beim Brandenburger SC 05. Die Mannschaft experimentiert noch mit Dreierkette und neuen Formationen. Junge Talente wie Sliskovic und Ali zeigen gute Ansätze. Die Offensivabteilung ist mit neuen Spielern gut besetzt, aber Ansah und Burke müssen sich noch eingewöhnen. Eisern!
Unionfux: Union präsentiert ein neues Ausweichtrikot in Himmelblau – ungewohnt, aber schick. Der neue Trikotsponsor ist das Berliner Fintech-Unternehmen Raisin, das zukünftig Männer- und Frauenmannschaften unterstützt. Ein langer Weg liegt noch vor uns, aber der Start ist gemacht.
Trainingslager in Herzogenaurach steht an, Testspiele gegen Fürth und Schweinfurt folgen. Verletzungen plagen uns – Burcu fällt aus, Nsoki muss sich noch erholen. Die Mannschaft ist bereit für den Saisonstart. Eisern!
Icke: Der junge Verteidiger Matheo Raab kommt vom HSV und soll die Nummer zwei im Tor werden. Er ist 26 Jahre alt, hat wenig Erfahrung in der Bundesliga, aber Baumgart kennt ihn aus der gemeinsamen Zeit in Hamburg. Raab soll den Konkurrenzkampf anheizen. Die ersten Spieltermine stehen, der Fokus liegt auf den Fans und dem erfolgreichen Saisonstart.
Unionfux: Die Transfersaison ruht derzeit, aber Gerüchte gibt es viele: Interesse an Spielern aus der Schweiz, Polen und unteren deutschen Ligen. Der Abgang von Leite und Doekhi ist weiter offen. Die Verantwortlichen müssen in den nächsten Wochen gute Lösungen finden, um die Mannschaft zu stärken. Eisern!
Icke: Die Offensive braucht Verstärkung – Hollerbach ist weg, Burke, Ilic und Ansah sind neu. Jeong bleibt, Ljubicic und Skarke kämpfen um Einsatzzeit. Der gesuchte Stürmer könnte Efthymios Koulouris aus Polen sein. Auch Selke und Asllani werden diskutiert. Geschwindigkeit wird wichtiger – wir wollen schnell sein! Eisern!
Icke: Die quantitativen und qualitativen Ansprüche im Mittelfeld sind groß. Viele Spieler kämpfen um wenige Plätze. Benes sucht eine Lösung wegen wenig Einsatzzeit, Tousart und Schäfer sind unzufrieden. Kral spielt häufig als Innenverteidiger. Ein kreativer Achter wird dringend gebraucht. Eisern.
Icke: Trotz der Wechselgerüchte bei Vogt, Juranovic, Prtajin und anderen ist der Kader noch relativ stabil. Die Verantwortlichen müssen die Abgänge kompensieren, vor allem in der Innenverteidigung. Kevin Schlotterbeck ist ein möglicher Ersatz. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie der Kader aussehen wird. Eisern.
Unionfux: Die Wahl zum Unioner des Jahres 2024 hat begonnen. Favorit ist Frederik Rönnow, unser zuverlässiger Torhüter, der viele Punkte rettete und Publikumsliebling ist. Er ist einer der besten Keeper, die wir je hatten. Glückwunsch, Freddy!
Icke: Deutschland unterliegt Frankreich mit 0:2 im Nations League-Finale. Verletzungen und fehlende Emotionen machten das Spiel schwierig. Nagelsmann muss seine Stammelf finden und konsequenter agieren. Trotz Rückschlägen bleibt Hoffnung. Eisern!
Unionfux: Ansah ist ein vielversprechender Neuzugang, der aus Paderborn kommt. Er bringt Größe, Technik und Schnelligkeit mit. Zusammen mit Ilic und Jeong stärkt er die Offensive – die Hollerbach-Lücke könnte geschlossen sein. Hoffen wir auf Erfolg!
Icke: Die Transfersituation bleibt spannend. Selke ist ablösefrei, Ilic wird von vielen Vereinen umworben. Hollerbach wechselt nach Mainz. Die Offensive muss besser werden, sonst wird der Klassenerhalt schwer. Eisern!
Unionfux: Trotz der Überlegenheit von Augsburg gewinnen wir das letzte Saisonspiel durch zwei Tore von Ilic – trotz harmloser Leistung. Die Abwehr zeigte Schwächen, doch der Sieg bringt wichtige drei Punkte. Eisern!
Icke: Rani Khedira verlängert seinen Vertrag. Er ist ein wichtiger stabiler Faktor im Mittelfeld. Das Saisonfinale gegen Heidenheim steht an – wir wollen Platz elf erreichen und weitere Prämien sichern. Eisern!
Unionfux: Im Heimspiel gegen Bremen holen wir ein 2:2, nachdem wir zweimal zurücklagen. Benes erzielte den Ausgleich per Freistoß. Die Mannschaft zeigte Leidenschaft, aber offensiv fehlt es an Ideen. Wir müssen mehr Variabilität entwickeln. Eisern!
Icke: Das nächste Heimspiel gegen Bremen ist entscheidend. Wir wollen das Hinspiel-Ergebnis korrigieren und Platz 11 sichern. Bremen kämpft um internationale Plätze. Beide Teams sind in guter Form. Ein spannendes Duell steht bevor. Eisern!