Last-Minute-Krimi bei Union: Späte Strafe für die Eisernen, Fans erneut nach Kopfzusammenstoß negativ aufgefallen
Berlin – Wahnsinnige Schlussphase in der Alten Försterei! Union Berlin wirkte lange wie der sichere Sieger, doch Heidenheim bestrafte die Köpenicker spät und drehte das Spiel. Gegen den Tabellenletzten verlor Union nach einem dramatischen Finish mit 1:2 (1:0) – trotz eines Treffers von Rani Khedira.
Der Abräumer avanciert zum Torschützen. Mit seinem kraftvollen Schuss erzielte Khedira bereits sein drittes Tor in dieser Saison. Schon letzte Woche hatte er das Siegtor erzielt – und jetzt traf er erneut.
Bisher galt die eiserne Regel: Wenn Khedira trifft, gewinnt Union. Doch diese Serie endete, weil Heidenheim in den Schlusssekunden noch einmal aufdrehte. Stefan Schimmer glich in der 90. Minute aus, bevor Jan Schöppner mit dem Schlusspfiff den Eisernen den Herzschlag raubte.
Das Spiel startete allerdings mit einem Schockmoment. Kaum hatten die Fans das gemeinsame Schweigen beendet, kollidierten die Heidenheimer Spieler Niklas Dorsch und Julian Niehues heftig miteinander.
Beide gingen sofort zu Boden, besonders Niehues hatte es schlimm erwischt. Während Dorsch wieder aufstehen konnte, musste der 24-Jährige fünf Minuten lang intensiv behandelt werden, da die Ärzte zunächst eine Blutung stoppen mussten.
Einige Union-Anhänger waren jedoch ungeduldig und fielen erneut durch Rufe wie „Steh auf, du Sau“ negativ auf.
Ähnliche Vorfälle gab es bereits in Leverkusen, als Alejandro Grimaldo unter Schmähgesängen verletzt vom Feld getragen wurde. Diesmal jedoch musste Steffen Baumgart nicht einschreiten.
Die Mehrheit im Stadion reagierte auf die Beleidigungen mit Pfiffen. Positiv zu vermelden: Beide Spieler konnten weiterspielen.
Die Gäste konnten diese Unterstützung gut gebrauchen. Zwar trafen sie früh das Lattenkreuz, doch im weiteren Verlauf dominierte Union klar. Das verdiente 1:0 fiel kurz vor der Pause, erneut durch einen kraftvollen Nachschuss von Rani Khedira.
Heidenheim wollte im zweiten Durchgang alles geben. Der Tabellenletzte kämpfte gegen die drohende Niederlage, doch vor dem Tor fehlte der entscheidende letzte Impuls. Bis zur 90. Minute fehlte die Lösung – dann begann die verrückte Schlussphase. Zuerst verwertete Schimmer einen Angriff zum Ausgleich, anschließend nickte Schöppner in der Nachspielzeit eine Ecke zum Auswärtssieg ein.
Heidenheim bleibt somit der Angstgegner der Eisernen. In der Liga gelang ihnen bisher kein Sieg gegen den FCH.
Erstmeldung um 16:25 Uhr, aktualisiert um 17:39 Uhr