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Union-Glücksbringer Khedira: War das Ping-Pong-Tor nur ein Zufall? Ganz und gar nicht!

Berlin – Wenn Rani Khedira (31) trifft, sind drei Punkte so gut wie sicher. Der Mittelfeldspieler erzielte bisher fünf Tore für Union Berlin, und jedes Mal führte das zum Erfolg.

In seiner ersten Saison blieb der Bruder von Sami Khedira (38) noch ohne Treffer, doch danach meldete sich der Abräumer gleich mehrfach zurück. Im März 2023 erzielte er beim 2:0-Auswärtserfolg in Frankfurt ein Tor. Nur zwei Monate später folgte sein vermutlich bedeutendster Treffer: Mit seinem 1:0 gegen Bremen sicherte er Union die Qualifikation für die Champions League.

Es gab anschließend eine weitere torlose Spielzeit, die fast im Abstieg endete, ehe Khedira in der vergangenen Saison endlich wieder traf – beim 2:1-Auswärtssieg in Freiburg. In der aktuellen Spielzeit steht der 31-Jährige bereits bei zwei Treffern. Gegen Gladbach (3:1) schoss er das entscheidende Tor und nun erzielte er beim 1:0 gegen St. Pauli erneut den goldenen Treffer.

Ein Tor mit ungewöhnlichem Verlauf: Zunächst blockierte ein Mitspieler den Ball, doch beim zweiten Versuch setzte Khedira den Ball ohne Zögern ins Netz – nach einem Einwurf. Ist das nur ein Zufallstreffer in einem sonst typischen 0:0-Spiel? Ganz bestimmt nicht!

"Manche mögen denken, es sei Glück, doch es ist schon mehrfach vorgekommen, dass wir nach solchen Situationen zum Nachschuss kommen und daraus Tore erzielen", erklärte Trainer Steffen Baumgart (53) während der Pressekonferenz. Standardsituationen und die Kontrolle der zweiten Bälle sind weiterhin eine große Stärke der Eisernen – besonders da das spielerische Niveau häufig noch ausbaufähig ist.

Genau solche Szenarien werden bei Union intensiv trainiert. "Das ist für uns eine wichtige Waffe. Ich hoffe, dass das so bleibt. Rani hat jetzt schon mehrfach aus der Position getroffen, und diese Tore sind wichtig. Wir hoffen, dass aus zwei Treffern vielleicht noch drei werden."

Kein Wunder, dass Union dank Khediras Torserie in der Tabelle einen Sprung nach oben macht. Mit 15 Punkten klettern die Berliner auf Platz acht, weil sie das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite haben. So traf Daniel Sinani (28) zwar nur den Innenpfosten und Janik Haberer (31) konnte klären, doch das Glück bleibt auf Union’s Seite.

Baumgart sagte: "Ich bin mir sicher, dass sich viele über diese 15 Punkte freuen würden. Wir nehmen sie gerne mit, wissen aber auch, dass nicht alles perfekt ist. Wir wollen uns weiterhin verbessern."

Am Samstag hat der Hauptstadtclub die Chance, den Erfolg gegen Heidenheim zu krönen. Es braucht nur einen Treffer von Khedira.

Bundesliga-Tabelle im Überblick

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Das Team auf dem drittletzten Rang (Position 16) darf in der Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Gegner dort ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.