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Union Berlin feiert Sieg im Eisschrank von Aue: „War von großer Bedeutung“

Berlin – Zum 54. Geburtstag von Trainer Steffen Baumgart bescherte Union Berlin ihm einen 2:1-Erfolg beim Erzgebirge Aue, das bei frostigen Temperaturen stattfand.

Bei äußerst widrigen Bedingungen mit minus acht Grad Celsius mussten die Eisernen einen besonders intensiven Test über zwei mal 60 Minuten absolvieren – selbst der temperamentvolle Union-Trainer griff da zur Winterjacke.

Der Test war zunächst sogar gefährdet, da der Platz auf den ersten Blick unbespielbar wirkte. Nur durch den unermüdlichen Einsatz von Verantwortlichen und Anhängern konnte das Spielfeld vom Schnee befreit werden.

„Ein herzliches Dankeschön an Aue, dass das Spiel trotz der schwierigen Umstände überhaupt möglich gemacht wurde. Ebenso großen Dank an den Verein und die Fans, die tatkräftig mitgeholfen haben“, lobte Baumgart später auf der Pressekonferenz.

Was nimmt der Trainer aus der Partie mit? „Ich denke, das war für uns sehr, sehr wichtig“, betonte der Übungsleiter. Es handelte sich um den erwarteten Härtetest.

„Man konnte den Spielern deutlich ansehen, dass es bei einer so langen Spielpause nicht in erster Linie um die Spielabläufe geht […], sondern vielmehr darum, wieder in Bewegung zu kommen und die notwendige Kondition zu erlangen“, erläuterte der 54-Jährige.

Sein Fazit fiel zweigeteilt aus: „Am Ende muss ich sagen, dass wir die ersten 60 Minuten gewonnen, die zweiten aber verdient verloren haben“, fasste Baumgart zusammen und führte den Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit auf die „sehr ungewöhnliche Aufstellung“ zurück.

Im ersten Abschnitt trafen die Köpenicker bereits in der neunten Minute durch Aljoscha Kemlein, ehe Oliver Burke in der 54. Minute auf 2:0 erhöhte. Zudem hatten Leopold Querfeld und Kemlein je einen Pfostenschuss. Die zweite Hälfte entschied Aue durch Maximilian Schmids Treffer in der 108. Minute mit 1:0 für sich.

Das Allerwichtigste sei jedoch, dass alle das Testspiel ohne Verletzungen überstanden haben, betonte Steffen Baumgart. Denn in der Bundesliga steht am Samstag (15:30 Uhr/Sky) ein besonderes Heimspiel für die Berliner an: Trainerlegende Urs Fischer (59) kehrt nach über zwei Jahren an die Alte Försterei zurück – dann auf der Bank von Mainz 05.