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Schafft Union Berlin gegen Köln erstmals unter Eta den ersten Punktgewinn? „Sehr gute Möglichkeit“

Berlin – Gilt das Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“ auch hier? Union Berlin möchte im Duell mit dem 1. FC Köln unter der Leitung von Marie-Louise Eta (34) endlich die ersten Zähler holen und damit den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt in der Bundesliga machen.

Im dritten Spiel unter der neuen Cheftrainerin soll am Samstag (15.30 Uhr/Sky) vor ausverkauftem Haus in der Alten Försterei gegen den direkten Rivalen endlich der ersehnte Punktgewinn gelingen.

Grundsätzlich würde den Eisernen schon ein einziger Erfolg ausreichen, um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu sichern – doch genau dieser Sieg entgleitet ihnen seit mittlerweile fünf Begegnungen.

„Es ist verständlich, dass in so einer Phase das Selbstvertrauen nicht unbedingt auf dem Höhepunkt ist“, erklärte die 34-Jährige vor dem Spiel, „dennoch habe ich eine Mannschaft erlebt, die alles gegeben hat, um Spiele zu gewinnen, und es hat nur wenig gefehlt.“

Nun soll es also im Direktvergleich mit den Geißböcken, die aktuell nur einen Rang und einen Punkt hinter den Köpenickern liegen, endlich klappen. „Das ist jetzt eine sehr, sehr gute Gelegenheit. Wir freuen uns darauf, das Heimspiel gegen Köln bestreiten zu dürfen – gegen einen unmittelbaren Konkurrenten.“

Gleichzeitig mahnte Eta jedoch zur Vorsicht. Köln sei zuletzt in guter Form gewesen und werde sicherlich auch in der Hauptstadt auf Zählbares aus sein.

Bei dieser Aufgabe muss die Trainerin im Tor auf ihre eigentliche Nummer drei setzen, da Frederik Rönnow (33) sich beim 1:3 in Leipzig eine Verletzung zugezogen hat, die seine Saison vorzeitig beendet. Zuvor hatte sich Ersatzkeeper Matheo Raab (27) beim 1:0-Sieg in Freiburg – dem bislang letzten Erfolg – an der rechten Hand verletzt.

Somit wird gegen Köln erneut Carl Klaus (32) im Tor stehen, der laut Eta „unser vollstes Vertrauen“ genießt. Als Backup wird der U19-Keeper Tom Wisbereit (18) auf der Bank sitzen.

Apropos U19: In den vergangenen Wochen haben dort Linus Güther (16) und Dmytro Bogdanov (19) mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, und auch im Training mit der Profi-Mannschaft zeigen beide laut Eta „ordentliche Ansätze“. Gleiches gilt für Livan Burcu (21).

„Wir werden sehen, wer am Wochenende zum Einsatz kommt, aber vielleicht sind die jungen Talente auch noch eine Option, um dem Spiel eine neue Dynamik zu verleihen“, ließ die Trainerin durchblicken, dass sie eventuell ihre Nachwuchsspieler ins Rennen schickt.

Eines ist sicher: Es geht nun „um den letzten Punch, um die entscheidende Konsequenz, den Ball offensiv über die Linie zu bringen“, betonte Marie-Louise Eta abschließend.