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Union Berlins „Didi Man“ verwandelt Gastgeschenk zum ersten Saisonsieg

Berlin – Endlich der erhoffte Befreiungsschlag? Am Samstag gelang Union Berlin im achten Anlauf der erste Dreier im Jahr 2026, wodurch der Abstand zu den Abstiegsrängen weiter anwuchs.

„Wir haben schon lange nicht mehr gewonnen, deshalb tut dieser Erfolg richtig gut“, zeigte sich Rani Khedira (32) erleichtert. Nach dem 1:0 gegen Bayer Leverkusen wurde er zudem vom Sky-Experten Dietmar Hamann (52) zum „Didi Man“ gekürt.

„Wenn ein erfahrener Profi wie Didi Hamann auf mich setzt, macht mich das schon stolz“, freute sich der zentrale Mittelfeldspieler über die Auszeichnung. Das einzige Tor des Spiels erzielte er bereits in der 28. Minute.

Sein Gegenspieler wirkte dabei wenig überzeugend – und zwar war es ausgerechnet der ehemalige Union-Spieler Robert Andrich (31), der Khedira einst an der Alten Försterei nachfolgte.

„Ich hatte den Eindruck, dass die Abstimmung zwischen Abwehrspieler und Torwart nicht optimal war“, sagte Rani nach dem Spiel im Sky-Interview.

Diesen Fehler nutzte der kreative Mittelfeldakteur zu seinem mittlerweile fünften Tor in dieser Saison und stellte zugleich eine persönliche Bestleistung auf.

„Zuerst passe ich auf, vor ihm zu sein, dann unterschätze ich die Situation aber“, analysierte Andrich die Szene nach dem Schlusspfiff. „Der Fehler geht eindeutig auf meine Kappe“, gab er offen zu.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gelegenheiten nutzte Union diesmal seine erste echte Torchance eiskalt aus. „Den einen Fehler, den der Gegner gemacht hat, haben wir konsequent genutzt und anschließend gut verteidigt“, zeigte sich Union-Trainer Steffen Baumgart (54) zufrieden mit dem Ergebnis.

In der zweiten Hälfte wehrten die Berliner einen starken Angriff der Werkself erfolgreich ab. „Wir wollten heute sehr kompakt auftreten und Leverkusen immer dicht auf den Füßen bleiben“, betonte Khedira. Man habe sich endlich wieder auf das Wesentliche konzentriert.

Warum die Gäste kein Mittel gegen die robuste Spielweise der Köpenicker fanden? „Ich kann es ehrlich gesagt nicht genau erklären, es fühlt sich einfach so an, als wäre man gar nicht richtig im Spiel“, resümierte Robert Andrich. Und wenn es nicht einmal ein ehemaliger Union-Spieler weiß, wer dann?

Die Tabelle der 1. Bundesliga

Am Ende der Saison bedeutet Platz 1 die deutsche Meisterschaft. Die letzten beiden Plätze (17 und 18) führen direkt zum Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte auf Rang 16 hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.