Union Berlin empfängt Borussia Dortmund – ein vermeintlich „einfaches“ Heimspiel
Berlin – „Einfach“ mag vielleicht etwas übertrieben sein, doch betrachtet man die Heimbilanz von Union Berlin gegen Borussia Dortmund, erscheint diese Einschätzung durchaus nachvollziehbar.
In vier von sechs Begegnungen in der Alten Försterei konnten die Eisernen den BVB besiegen. Warum das so ist, konnte Union-Trainer Steffen Baumgart (54) bei der Pressekonferenz vor dem Duell nicht eindeutig erklären.
Er verwies schlicht darauf, dass seine Mannschaft stets gute Leistungen abliefert. „Grundsätzlich verfügen wir hier zuhause natürlich über eine gewisse Heimstärke und das nötige Selbstvertrauen – unabhängig davon, welcher Gegner kommt“, erläuterte er.
„Gleichzeitig muss man auch sagen, dass wir in Dortmund regelmäßig ordentlich auf die Mütze bekommen“, fügte der 54-Jährige mit einem Augenzwinkern hinzu und hob somit die Qualität des kommenden Kontrahenten hervor.
„Wir freuen uns einfach auf ein richtig spannendes Spiel, das wir natürlich erfolgreich gestalten wollen“, so der Coach weiter. Das Stadion in Köpenick wird selbstverständlich erneut ausverkauft sein, und auch der Gästeblock wird bis auf den letzten Platz gefüllt sein.
Als Ansporn muss Baumgart seine Spieler vor dem Aufeinandertreffen nicht extra in Stimmung bringen: „Wenn Borussia Dortmund als Gegner auf dem Platz steht, braucht man niemanden zu motivieren. Da sind alle von selbst hochmotiviert, und das werden sie auch sein“, betonte er.
Bei einer Einschätzung des BVB als Gegenspieler sieht er den Klub auf dem zweiten Tabellenplatz in der Bundesliga, mit der zweitbesten Defensive der Liga und einer sehr starken Offensive.
„Ich denke, dass mit Dortmund eine der besten Mannschaften auf uns zukommt, eine Mannschaft, die kaum Torchancen zulässt“, stellte der Union-Trainer fest.
Zum Schluss nahm er noch seinen Kollegen Niko Kovač (54) in Schutz: „Ich höre immer wieder, was alles nicht möglich sein soll. Das finde ich schwierig, wenn ein gegnerischer Trainer sich mittlerweile für seine Siege rechtfertigen muss“, kritisierte Baumgart.
Der Kroate zeigte sich inzwischen dankbar für die Solidarität. Doch am Samstagabend um 18:30 Uhr (Sky) muss diese „Trainer-Freundschaft“ für mindestens 90 Minuten auf Eis gelegt werden.