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Besorgniserregende Entwicklung: Steckt Union Berlin erneut im Abstiegskampf fest?

Berlin – Mit Platz neun, 31 Punkten und nur noch sieben verbleibenden Partien scheint doch eigentlich alles im grünen Bereich. Doch der vermeintlich sichere Mittelfeldplatz trügt auf den zweiten Blick. Der Trend bei Union Berlin zeigt nach unten. Droht der Klub doch noch ins Tabellenkeller abzurutschen?

Die Saison in Köpenick gleicht einem ständigen Wechselbad der Gefühle. Noch vor Kurzem schnupperten die Eisernen an den Europapokalrängen, doch nun wird der Druck im Tabellenkeller wieder spürbar – bevor sie sich vielleicht erneut durch einen Befreiungsschlag Luft verschaffen.

Wenn in den entscheidenden Wochen die Punkte ausbleiben (die nächsten Gegner heißen St. Pauli, Heidenheim und Wolfsburg), sollte man Alarm schlagen. Schließlich sprechen die Zahlen nicht gerade zugunsten von Union.

Das Team von Trainer Baumgart verfügt über den geringsten Ballbesitz in der Liga, spielt dementsprechend auf Konter und weist mit 74,6 Prozent die schlechteste Passgenauigkeit auf. Zudem schaffen sie es nur selten, gefährlich vor das gegnerische Tor zu gelangen. Die 31 erzielten Treffer bedeuten lediglich Rang 15, während die 307 Torschüsse immerhin Platz 13 bedeuten. Doch reicht das für den Klassenerhalt aus?

Eindeutig ist: Das Jahr 2026 verläuft für die Eisernen bislang enttäuschend. Mit nur acht Punkten seit Beginn der Rückrunde gehören sie zu den drei schwächsten Teams im gesamten Zeitraum. Bislang gelangen erst zwei Siege – gegen ein schwächelndes Leverkusen und ein glückliches 1:0 in Freiburg.

Der letzte wirklich überzeugende Auftritt liegt bereits einige Zeit zurück, als sie RB Leipzig in der Alten Försterei verdient mit 3:1 besiegten. Positiv ist jedoch, dass das verbleibende Programm Chancen bietet. Nach dem anstehenden schwierigen Dreierpack gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich warten noch weitere direkte Duelle gegen Augsburg, Köln und Mainz.

Die Kehrseite der Medaille: Der Blick auf den aktuellen Tabellenplatz trügt ebenso wie die Begegnungen in der Schlussphase der Saison. Gegen vermeintlich schwächere Gegner, die den unbequemen Eisernen oft das Spiel überlassen, tun sich die Köpenicker traditionell schwer.

In Panik verfallen muss man dennoch nicht. Immer wieder konnte der Traditionsverein in brenzligen Situationen noch rechtzeitig die Kurve kriegen. Die Saison bleibt eben ein ständiges Auf und Ab.