Union-Berlin-Blog: Buntes vom 1. FC Wundervoll
Berlin - Eisern: Bei TAG24 bündeln sich die Stimmen von drei typischen Berliner Fußballfans im Union-Berlin-Blog.
Die Verfasser:
Icke (Jürgen Heinemann) ist seit Mitte der 1970er Jahre Union-Fan und arbeitet seit über drei Jahrzehnten als Betriebswirt im Vertrieb. Er ist verheiratet und Vater eines erwachsenen Kindes. Heute lebt er in Grünheide und ist Gründer dieses Blogs.
Unionfux (Tobias Saalfeld) steht seit mehr als 40 Jahren zu Union. Als freier Mitarbeiter ist er in Theater, Rundfunk und Fernsehen tätig und schreibt dort ebenfalls.
Beecke (Christian Beeck) ist ehemaliger Bundesliga-Profi (Hansa, Cottbus) und Ex-Union-Manager. Mit 21 U-Länderspielen für die DDR-Junioren entstammt er dem Union-Nachwuchs. Beecke ist Vater von zwei Kindern und berät unseren Union-Blog.
Icke: Wer ist eigentlich dieser Cömert, von dem gemunkelt wird, er komme ablösefrei zu Union? Er stammt aus Basel, wurde dort ausgebildet und spielte vor allem für FC Basel und FC Valencia, mit einigen Leihstationen dazwischen.
Er ist 28 Jahre alt, misst allerdings nur 1,83 m – für einen Innenverteidiger eher klein. Er absolvierte 20 Länderspiele für die Schweiz und ist auch aktuell Teil der Nationalmannschaft. Seine genauen Sprintwerte sind unbekannt, doch gilt er als flink.
Van den Bosch, Friedrich und Nsoki könnten zusammen mit Cömert ein neues Quartett in der Innenverteidigung bilden. Die ersten drei sollen angeblich fix sein, doch der Verein hat noch keine offizielles Statement veröffentlicht. Möglicherweise hängt das mit Lustrinelli zusammen, der noch seine Zustimmung geben muss. Querfeld ist weiterhin im Kader, und Ogbemudia verabschiedete sich kürzlich öffentlich in Mannheim. So hätten wir sechs Innenverteidiger für zwei Plätze – etwas zu viel. Vermutlich wird Ogbemudia erneut verliehen, könnte aber auch ein wichtiger Spieler unserer neuen U21 werden.
In der Offensive gibt es bislang deutlich weniger konkrete Optionen. Jonas Wind von Wolfsburg wäre ein Kandidat, der gut passen könnte, vor allem wegen unseres dänischen Blocks. Auch der Norweger Lauritsen, der in den Niederlanden regelmäßig 10 bis 12 Tore erzielt, wäre interessant. Beide kommen ablösefrei. Vielleicht darf Lustrinelli auch seinen Toptorschützen Rastoder mitbringen, der von zahlreichen Bundesliga-Klubs umworben wird. Durch den Trainer haben wir wohl trotzdem gute Chancen. Rastoder erzielte 15 Tore und bereitete sechs vor.
Nationalmannschafts-Update: Nagelsmann setzt auf Sicherheit, wie die (diskutierten) Nominierungen von Neuer und Rüdiger zeigen. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die besten Spieler spielen sollten, was für beide gilt.
Anders sehe ich die Entscheidung für Groß statt Andrich: Ich hätte den Mentalitätsmonster Andrich unbedingt mitgenommen, auch wenn er nicht in Topform ist. Zudem hätte ich El Mala statt Sané nominiert. Sané hat zwar Weltklasse-Qualitäten, zeigt diese aber zu selten. Der flinke El Mala macht mehr Spaß. Unser Spiel hängt sehr von Wirtz und Musiala ab. Sind sie in Form und prägen das Spiel, sind wir gut aufgestellt.
Zur finanziellen Lage: Auch die Mitgliederversammlung brachte keine endgültige Klarheit. Wir haben aktuell etwa 62 Millionen Euro Schulden, die aber noch steigen werden. Das neue Trainingszentrum für die Profis kostet parallel weiter Geld. Immerhin ist das Nachwuchszentrum fertig. Die Renovierung des Hauptstadions mit Nebengebäuden wird auf rund 160 Millionen Euro geschätzt. Insgesamt könnten wir nach Fertigstellung bei etwa 240 Millionen Euro Schulden liegen – eine enorme Summe.
Obwohl das durch Eigentum und Umsätze abgesichert ist, ist die Situation angespannt. Es darf nichts Gröberes schiefgehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Investoren einsteigen, ist höher denn je. Entscheidend ist, wer diese sind und welche Ziele sie verfolgen. Läuft es wie bei Bayern (Audi, Allianz) oder Stuttgart (Mercedes), ist das positiv und eine solide Absicherung. Einen Stillstand wie bei Hertha schließt man bei Kosche und Zingler aber aus.
Wir haben erklärt, bei der neuen U21-Liga mitmachen zu wollen, aber eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Für viele A-Jugendspieler ist das existenziell. Hoffentlich gibt es bald ein klares Statement vom Verein. Eisern.
Icke: Mitgliederversammlung, neuer Trainer und zahlreiche Gerüchte um Spielertransfers – die meisten Neuigkeiten drehten sich um Trainer Lustrinelli. Er muss die geplanten neuen Spieler absegnen, die in sein offensiveres System passen sollen. Die Mitgliederversammlung zeigte, dass die Zahlen einigermaßen stabil sind. Trotz Einnahmeverlusten aus Europa konnte Union das weitgehend kompensieren. Mit 191,66 Millionen Euro erzielte der Verein einen Umsatzrekord. Der Konzerngewinn betrug etwa 450.000 Euro. Das Eigenkapital stieg auf über 8 Millionen Euro, muss aber weiter erhöht werden. Der Stadionumbau soll 2027 starten, die erste Mannschaft zieht 2027/28 komplett ins Olympiastadion um. Die Frauenmannschaft wird weiter gestärkt – kürzlich wurde die erste deutsche Nationalspielerin von Eintracht Frankfurt verpflichtet. Ziel ist es, auch hier mehr Zuschauer anzuziehen.
Der Ausbau der Alten Försterei auf 40.000 Plätze markiert die maximale Kapazität, begründet durch die Infrastruktur im Köpenicker Umfeld. Eine Genehmigung für 60.000 oder 70.000 Plätze wäre unrealistisch. Das neue Trainingszentrum für die Profis wird Ende 2026 fertig und bietet dann eine der besten Trainingsanlagen Deutschlands. Wir entwickeln uns Schritt für Schritt in eine Richtung, die auch besseren Fußball fördert.
Dirk Zingler betonte die Bedeutung finanzieller Stabilität und die strategische Entwicklung beider Profi-Mannschaften als wichtige Säulen des Klubs. Die Kapazitätsbegrenzung des Stadions bedeutet langfristige Einnahmen-Einschränkungen, doch man arbeitet daran, dies durch z.B. eine starke Frauenmannschaft auszugleichen.
Unionfux hat bereits alles zu Trainer Lustrinelli geschrieben, die Vorfreude ist groß, dass er unsere Erwartungen erfüllt. Bei den Spielertransfers ist man bisher weder mit Abgängen noch Zugängen zufrieden. Wahrscheinlich erhält der Trainer die Möglichkeit, seine Wunschspieler zu holen. Die Zahl der Gerüchte nimmt groteske Ausmaße an, viele sind unrealistisch. Die finale Entscheidung liegt beim Trainer, der noch einmal alle Pläne durcheinanderbringen kann. Geduld ist gefragt. Eisern!
Unionfux: Der bisherige Trainer des Überraschungsaufsteigers FC Thun aus der Schweiz und frühere Co-Trainer von Urs Fischer, Mauro Lustrinelli, wird neuer Cheftrainer des 1. FC Union Berlin. Damit bekommen wir unseren Wunschkandidaten.
Dass wir ihn so früh verpflichten konnten, obwohl mehrere Bundesliga- und Serie-A-Klubs Interesse hatten, ist eine Überraschung. Im Winter lehnte er mehrere Anfragen ab, um mit Thun Meister zu werden – eine kluge Entscheidung. Lustrinelli hatte sogar eine Meisterprämie vertraglich festgeschrieben, was sein Selbstvertrauen zeigt.
Erfahrungsgemäß ist ein Aufsteiger mit überschaubarem Budget, der souverän Meister wird, jemand, der aus wenig viel macht und Spieler verbessert. Zudem war Lustrinelli einige Jahre Trainer der Schweizer U21-Nationalmannschaft, was seine Qualitäten unterstreicht. Warum haben wir also bei diesem "Insider-Tipp" die Nase vorn?
Der frühe Vertragsabschluss wenige Tage nach Saisonende deutet auf längere Verhandlungen hin, vermutlich seit der Entlassung von Steffen Baumgart.
Zingler und Heldt sollen Lustrinelli überzeugend angeboten haben, weitgehend freie Hand zu erhalten. Das kommt ihm als polyglottem Trainer (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch) sehr entgegen. Sicherlich spielte auch ein Gespräch mit Urs Fischer eine Rolle, der ihm Union empfohlen hat: Großstadt, aber relativ ruhiges Umfeld, treue Fans, Medienfokus geringer, ein Underdog mit Charme und Historie. Zeit für den Umbruch wurde ihm ebenso zugesichert, auch wenn der Verbleib in der Bundesliga Pflicht ist.
Lustrinelli darf drei Mitarbeiter mitbringen: Michel Renggli (FC Luzern U21), Sascha Stauch (ehemaliger Schweizer U21-Trainer) und Enrico Schirinzi (Young Boys Bern U17) – frischer Wind im Trainerteam.
Auch wir haben uns bei Urs Fischer über Lustrinelli erkundigt. Präsident Dirk Zingler betonte neben dem Bauchgefühl auch eine datenbasierte Herangehensweise bei der Auswahl. Lustrinelli gilt als großer Motivator, Teamgeist-Verfechter, humorvoll und unkonventionell. Er bevorzugt einen offensiven 4-4-2-Stil mit viel Ballbesitz. Allerdings wurde angekündigt, dass die ersten Jahre unter Union Vergangenheit seien und man künftig auf jüngere Spieler und aktiveren Fußball setzen wird.
Zwei weitere Kandidaten standen auf der Shortlist: Christian Eichner (Karlsruher SC) und Horst Steffen (SV Elversberg), wobei letztere Kandidatur nach einem Scheitern in Bremen fraglich erscheint.
Aus meiner Sicht ist Lustrinelli die spannendste Wahl, auch wenn Trainererfolge keine Garantie bieten. Während Eichner und Steffen vertragslos sind, muss Union für Lustrinelli eine Ablösesumme zahlen, da sein Vertrag in Thun bis 2028 läuft. Er verzichtet auf eine mögliche Champions-League-Teilnahme mit Thun zugunsten des Sprungs in eine Topliga.
Eines ist klar: Er hat nicht lange gezögert, trotz anderer Optionen. Das zeigt seinen klaren Willen und die Lust auf Union. Und Erfahrungen mit Schweizer Trainern haben wir bereits gute gemacht. Die frühe Planungssicherheit ist ein großer Vorteil. Die Saison beginnt somit etwa 100 Tage vor dem eigentlichen Start – gut so.
Herzlich willkommen, Mauro Lustrinelli! Auf eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft, wir freuen uns sehr!
Unionfux: In der Bühnenwelt gilt: Der letzte Eindruck ist oft entscheidend. Auch wenn der Abend mäßig lief, kann ein starker Schluss das Publikum zufriedenstellen. Doch Vorsicht: Das ist nicht automatisch repräsentativ für die Gesamtsituation – und das gilt auch für unseren Verein momentan.
Marie-Louise Etas Arbeit beeindruckt, ihr erster Männer-Profi-Sieg sorgt für erste Rufe nach ihrer Weiterbeschäftigung. Auch Carl Klaus, der starke Leistungen zeigte, wird plötzlich als Kandidat für die Nummer Eins gehandelt.
Allerdings sollte man diese Euphorie nicht überbewerten. Die letzten Spiele waren zwar mutig, spielerisch ansprechend und erfolgreich – aber ohne Druck. Leichte Gegner ohne Abstiegsangst erzeugen oft eine spielerische Lockerheit, die bisher fehlte.
Eta hat frische Impulse gesetzt, aber eine dauerhafte Verpflichtung im Männerbereich ist noch nicht zwingend. Die Bundesliga ist ein hartes Pflaster, vor allem für Neulinge. Ihre Wahl war mutig, aber noch nicht endgültig bewertet. Ähnlich wie bei Sandro Wagner ist Erfahrung ein wichtiger Faktor.
Carl Klaus hingegen ist ein verlässlicher Backup für Frederik Rönnow, der seine Führung über Jahre zeigte. Klaus wird weiter um den Platz kämpfen – gegen Konkurrenten wie Matheo Raab.
Wir sollten einen erfahrenen Trainer verpflichten, unabhängig vom Geschlecht, um die Bundesliga-Herausforderung zu meistern. Erfahrung und Stabilität bleiben entscheidend, auch wenn Gleichberechtigung wichtig ist.
Wichtig ist: Es geht nicht nur um Eta und Klaus, sondern um den gesamten 1. FC Union Berlin. Und es ist beruhigend, sie als Optionen zu haben – das ist ein Gewinn für alle.
Unionfux: Die Nach-Baumgart-Zeit war riskant, doch auch mutig und bislang erfolgreich. Eta brauchte zweieinhalb Spiele, um der Mannschaft wieder Leben einzuhauchen. Die letzten Partien 2025/26 zählen zu den besten dieser Saison, mit deutlich besserem Fußball als zuvor. Keine sinnlosen langen Bälle, richtige Körperspannung, hohe Passquote, Laufbereitschaft und Konzentration. Baumgart hätte Tränen in den Augen bekommen, wenn er zugesehen hätte, wie klar die Mannschaft sein kann.
Der Spaß am Spiel kehrte zurück, die Alte Försterei wurde wieder zur Festung. Der Abstand zum Relegationsplatz ist komfortabel. Die schlechte Rückrunde zeigte jedoch: Baumgart war eine Sackgasse. Eta bewies, dass es anders geht.
Schade, dass Eta bald eine andere Bundesliga-Mannschaft trainiert. Aber sie bleibt bei uns und wird die Frauen weiter stärken. Wichtig ist, dass sie das Potenzial der Männermannschaft sichtbar machte. Noch ist nicht alles perfekt, aber wir haben jetzt Zeit, um zu diskutieren.
Die Leistung von Eta ist hoch zu schätzen. Sie überstand Druck und Medienrummel, ist schnell lernfähig und brachte die Mannschaft zurück auf Kurs. Ihr Erfolg bleibt nicht unbemerkt. Platz elf ist ein gutes Ergebnis, die schlechte Rückrunde findet so ein versöhnliches Ende. Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Sommerpause.
Die Tradition, dass Union sein letztes Bundesliga-Spiel gewinnt, bleibt erhalten. Loui, das war großes Kino, du hast Geschichte geschrieben! Das Experiment ist gelungen, alle sind Gewinner. Ich freue mich, dass wir mal wieder souverän gewonnen haben – ohne Haareraufen und Herzinfarkt.
Wie es weitergeht? Der nächste Schritt muss sitzen. Lustrinelli vom FC Thun scheint das Rennen gemacht zu haben, Gespräche sind weit fortgeschritten. Er wird eine Ablösesumme kosten, steht noch bis 2028 unter Vertrag. Hoffentlich klappt es, es wäre die wichtigste Personalentscheidung seit Jahren.
Sein Ansatz könnte uns verbessern, vor allem seine Kommunikationsfähigkeiten. Urs Fischer hat ihn wohl empfohlen. Vielleicht steht die Verpflichtung bald fest. Und egal, was passiert: Es ist gut, Eta in der Hinterhand zu wissen – wer hat das sonst schon?
Icke: Wie anders wäre zu erklären, dass Union in einer schlechten Saison plötzlich so ein Spiel in der Alten Försterei abliefert? Wundervolle Tore, guter Spielaufbau, sichere Defensive trotz Viererkette, alle Spieler engagieren sich. Augsburg war mit 4 Toren noch gut bedient. Chancen blieben ungenutzt, aber Union dominierte spielerisch.
Das war eine Augenweide, nachdem von Januar bis April so wenig zu sehen war. War Union etwa gedopt? Die Antwort lautet wohl ja: Eta war das Doping. Nach gesichertem Klassenerhalt stellte sie die Viererkette auf und setzte Querfeld auf die Bank. Sie gab der Mannschaft die Anweisung, den Ball sauber nach vorn zu spielen – und beides klappte!
Die Tore erzielten Ilic (2x), Jeong und Schäfer. Insgesamt gab Union 17 Torschüsse ab. Schäfers Treffer ist Anwärter für das Tor des Monats. Besonders beeindruckend war die Passquote von 84% – Rekord für Union in der Bundesliga. Im Tor stand Klaus, der trotz Verletzungen von Rönnow und Raab glänzte und mit präzisen langen Bällen viele Angriffe einleitete.
Die Defensive stand mit Trimmel, Doekhi, Leite und Rothe sicher. Für die kommende Saison benötigen wir zwei neue Innenverteidiger. Marvin Friedrich und Nsoki sollen kommen. Ein defensives Mittelfeld mit Schäfer und Kemlein bildete die Basis. Khedira fehlte, was auf einen Abschied hindeutet.
Im offensiven Mittelfeld spielten Burke, Ansah und Burcu. Burke war mit seinen Sprints der wirkungsvollste, Burcu zeigte seine gute Technik und bereitete Tore vor. Ilic überzeugte mit seinem Doppelpack und Einsatz. Bogdanov steuerte seinen ersten Assist bei. Das gibt Selbstvertrauen.
Es wird wohl weitere Personalentscheidungen geben, vor allem der neue Trainer. Frau Eta würde man gern behalten, auch wenn das unrealistisch ist. Benötigt werden: ein Top-Innenverteidiger, ein defensiver Sechser (bei Khedira-Abgang), ein treffsicherer Stürmer und ein technisch starker Spieler mit Durchsetzungsvermögen.
Heute freuen wir uns über diesen unerwarteten Saisonabschluss mit souveränem, sicherem Fußball. Mein Tipp vor dem Spiel war 4:0, und der Stil war wichtiger als das Ergebnis. Eisern!
Unionfux: Toni Leistner erhält bei Hertha BSC nach drei Jahren keinen neuen Vertrag. Kein Wunder, mit 36 Jahren sucht man meistens jüngere Spieler. Leistner wollte gern bleiben, aber das war wohl unrealistisch. Seine Verabschiedung von den Fans war herzlich – eine große Veränderung zur Ankunft 2023, als er mit einem feindseligen Spruch empfangen wurde. Mittlerweile schätzt man ihn in der Fanszene sehr.
Leistner behauptete, Berlin sei blau-weiß, was in der Ostkurve natürlich nicht gut ankam, aber seine Aussage ist wohl eher eine persönliche Meinung. Berlin ist weder blau-weiß noch rot-weiß, sondern ein vielfältiges Mosaik. Weltstars können hier frei umherlaufen, ohne dass die Berliner viel Notiz nehmen.
Sportlich gesehen haben wir momentan die Nase vorn, aber das kann sich schnell ändern. Die Stadtnachbarn werden wohl dauerhaft ihr eigenes Süppchen kochen. Der Berliner Weg ist pragmatisch und manchmal unbequem. Ich bin gespannt, ob Leistner nochmal einen neuen Verein findet. Er ist Sachse, also nicht wirklich mit den Feinheiten Berlins vertraut. Ostkurve oder Waldseite – Berlin bleibt Berlin, und das ist gut so.
Icke: Beim 1. FC Wundervoll herrscht derzeit eine trügerische Ruhe – wie immer. Die nordkoreanische Verbalsperre wirkt. Letztes Wochenende sorgte Union für eine Atempause. Eta errang ihren ersten Sieg im Männerbereich und brachte uns auf Rang 12. Ein Sieg gegen Augsburg im letzten Heimspiel wäre ein weiterer großer Schritt. HSV spielt in Leverkusen, das ein hartes Spiel wird. Mainz tritt in Heidenheim an, die um den Klassenerhalt kämpfen. Damit wäre sogar Rang zehn möglich, der mit mehr Geld verbunden ist.
Zum Spiel gegen Augsburg: Wir haben gegen die Fuggerstädter eine schlechte Bilanz – nur zwei Siege aus 13 Begegnungen, Augsburg gewann sechs Mal. Unsere Spieler werden alles geben, denn Augsburg kann noch Platz sieben erreichen, der für einen internationalen Wettbewerb und damit finanzielle Vorteile sorgt. Wir setzen auf eine Viererkette und vier offensive Spieler – das sollte Spaß machen.
Hinter den Kulissen wird intensiv nach einem Trainer gesucht. Christian Eichner aus Karlsruhe gilt als Favorit. Auch Ex-Heldt-Kollege Breitenreiter wird genannt. Mauro Lustrinelli aus der Schweiz wird ebenfalls in Erwägung gezogen, auch, weil er mit Urs Fischer erfolgreich war. Rene Wagner, ehemaliger Co-Trainer bei Union, bringt den Ossi-Bonus mit. Es bleibt spannend.
Bei den Verpflichtungen steht van den Bosch als Neuer schon fest. Marvin Friedrich kommt wohl ablösefrei aus Gladbach. Viele sind skeptisch, ich nicht. Wenn er fit ist, hat er Chancen auf die Startelf. Gerhardt (Wolfsburg), Bebou (Hoffenheim) und Cömert (Valencia) sind weitere Gerüchte. Die Verlängerung von Nsoki ist sehr wahrscheinlich. Die großen Knaller fehlen noch.
Wir freuen uns auf ein spannendes Abschluss-Spiel. Anschließend dürfte es erste Entscheidungen geben. Eisern.
Unionfux: Überraschend mutig stellte Union gegen Mainz vier Angreifer auf (Burcu, Ansah, Burke, Ilic) und spielte mit einer Viererkette – eine Kombination, die man selten bei einem Auswärtsspiel sah.
Die Einstellung und Körpersprache waren beeindruckend gegen die Mainz, die als Erfolgsteam gelten und international spielen wollen. Union dominierte die erste Halbzeit, vor allem dank der spielerischen Klasse von Burcu, obwohl er einiges einstecken musste. Auffällig war das fast vollständige Verzichten auf lange Bälle, stattdessen setzten wir auf Ballbesitz und Spielzüge.
Union erspielte sich die besseren Chancen. Nach 10 Minuten zwang Ilic den Keeper Zentner zu einer Glanzparade. Nach einer Protestaktion wegen Spieltagsansetzungen (späte Sonntagsspiele) durch die mitgereisten Fans, setzte Union die Drangphase fort. Nach einer kurz ausgeführten Ecke traf Ilic per Kopf zur Führung.
Kurz vor der Pause vergab Burcu eine Chance, Mainz blieb harmlos. Nach der Pause erhöhte Mainz den Druck und erzielte den Ausgleich, der später vom VAR wegen Abseits annulliert wurde. Mainz blieb spielbestimmend, doch Union hielt dagegen. Ilic traf noch den Pfosten, das Spiel endete 2:1 für Union.
Die Mannschaft zeigte eine der besten Leistungen der Saison, mit 82% Passquote und einer Laufleistung von 122 Kilometern. Die Tore von Ilic und Ljubicic sorgten für den Sieg. Eisern!
Icke: Nun steht die Auswärtsreise nach Mainz an, wo Ex-Trainer Urs Fischer aktiv ist. Mainz ist stark, aber Union ist nicht abstiegsgefährdet. Eta könnte experimentieren und junge Spieler wie Güther einsetzen. Köhn kehrt auf die linke Außenbahn zurück, Rönnow hütet das Tor trotz seiner Nummer-3-Position und guter Leistungen. Querfeld könnte für den schwächeren Juranovic spielen. In der Offensive ist wahrscheinlich erneut nur ein Doppelsturm gesetzt, nach der starken Einwechslung von Burcu.
Die erwartete Aufstellung lautet: Klaus – Doekhi, Querfeld, Leite – Trimmel, Khedira, Köhn – Kral, Schäfer (Kemlein) – Ilic, Burcu.
Das Spiel gegen Mainz wird herzlich und emotional, doch sportlich ist alles offen. Viele spekulieren über Personalien, die Kritik an Manager Heldt wächst. Trotzdem fiebern wir mit und hoffen auf gute Leistungen und Tore. Eisern!
Unionfux: Nach dem vorzeitigen Klassenerhalt wird diskutiert, ob Baumgart den Punkt, den Eta gegen Köln holte, auch gebracht hätte. Rückblickend waren Baumgarts Auftritte zunehmend schwach und die Mannschaft überfordert. Die 26 Punkte vom VfL Wolfsburg als Tabellenletzter sind niedrig. Baumgart wurde zwar spät entlassen, aber zu spät. Die Mannschaft zeigte kaum Normalform und der Kader wurde nicht optimal eingesetzt. Die Rückrunde war geprägt von Angst und Pech.
Die Diskussion um Fairplay nach dem Köln-Spiel wurde kontrovers geführt. Trimmel verzichtete auf den Einwurf, um den Gegner nicht zu begünstigen, obwohl das unüblich ist. Das Spiel wurde von Zeitspiel und Schauspielerei geprägt. Trimmel verteidigte seine Entscheidung und handelte pragmatisch. Fairplay im Fußball ist oft Makulatur.
Unionfux: Endlich ist die Saison zu Ende – die schlimmste Rückrunde seit dem Aufstieg 2009/10 ist vorbei. Das Unentschieden gegen Köln sichert den Klassenerhalt. Die Rückrunde war geprägt von miserablen Leistungen, nur zwei Heimsiege und einem Auswärtssieg. Die Experimente mit Eta als Interimstrainerin haben zumindest den Klassenerhalt sichergestellt.
Die Saison reflektiert Schwächen und Versäumnisse, vor allem in der Offensive und im Mittelfeld. Laufleistung und Passquote sind niedrig, nur bei den Kopfballduellen sind wir vorne. Ein erfahrener Trainer mit klarer Idee wird dringend gebraucht. Die Saison war anstrengend, aber der Klassenerhalt wichtig. Eisern!
Unionfux: Beim Heimspiel gegen Köln zeigte Union wieder Schwächen in der Offensive und Defensive. Die Mannschaft wirkte uninspiriert und unkonzentriert, mit wenigen Chancen. Köln führte zur Pause, Union konnte erst spät ausgleichen. Die Stimmung war angespannt, die Fans forderten „Aufwachen!“. Trotz der Leistung spricht vieles gegen Baumgart und Heldt, die Probleme sind offensichtlich.
Der Punkt ist wichtig, doch die Spielweise macht wenig Hoffnung. Wechsel und Taktik waren spät und ineffektiv. Die Mannschaft zeigte wenig Kampfgeist und Leidenschaft. Das Spiel ist symptomatisch für die Saison. Eisern!
Icke: Am Heimspiel gegen Köln sind nur drei Punkte akzeptabel. Trotz verletzter Keeper haben wir mit Klaus einen starken Rückhalt. Köhn und Kral sollten auflaufen, ebenso Juranovic für die rechte Außenbahn. Jeong ist angeschlagen, Burke spielt aktuell nicht gut. Köln ist formstark und hat Spieler, auf die wir besonders achten müssen. Ein konzentrierter Auftritt ist entscheidend. Eisern!
Unionfux: Der April verlief katastrophal. Keine Ergebnisse, schlechte Leistungen. Die Hoffnung auf einen Aufbruch durch Eta ist enttäuscht. Fehlende Konzentration, Fitness und Spielfreude prägen die Mannschaft. Die Aufstellung und Wechsel sind fragwürdig, wichtige Spieler wie Kral und Köhn werden geschont. Die Heimbilanz ist schwach, die Mannschaft wirkt lustlos.
Der Mai muss Besserung bringen, auch wenn es schwerfällt. Verletzte wie Rönnow fehlen. Drei Keeper sind im Kader, zwei sind Debütanten. Es wird ein spannender Endspurt. Eisern!
Icke: Erneute Niederlage in Leipzig mit 1:3. Verletzungspech bei Rönnow, rotgefährdeter Rothe und schwacher Passspiel prägen das Spiel. Chancen werden nicht genutzt. Die Mannschaft zeigt wenig Leidenschaft und Überzeugung. Die Lage ist angespannt, ein Sieg gegen Köln ist Pflicht. Eisern!
Unionfux: Union tut sich schwer, auch ohne Baumgart als Trainer. Gegen Mainz zeigte sich defensive Stabilität, aber Offensivschwäche. Heimsiege sind rar. Das Spiel gegen Leipzig bietet Chancen, auch wenn die Favoritenrolle bei RB liegt. Hoffnung auf gute Ansätze und mehr Mut bei Eta. Weiterhin Verletzungssorgen, aber die Hoffnung bleibt. Eisern!
Icke: Das Spiel bei Borussia Mönchengladbach wird wichtig. Gladbach ist in der Krise, aber trotzdem ein herausfordernder Gegner. Union hat verletzungsbedingte Ausfälle, aber auch Optionen im Kader. Ein Sieg würde die Tabelle stabilisieren. Eisern!
Unionfux: Die Krise scheint vorbei, zumindest vorerst. Der Sieg gegen Leverkusen war wichtig, auch wenn die Leistung nicht überzeugte. Die Mannschaft zeigte Präsenz und Kampfgeist. Gladbach steht auf dem letzten Platz, aber der Kampf um den Klassenerhalt bleibt spannend. Eisern!
Icke: 3:1 gegen Gladbach - hochverdient. Doekhi glänzte mit zwei Toren, Khedira machte das 3:1. Die Mannschaft zeigte starke erste 30 Minuten, Gladbach kam erst später auf. Ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt. Eisern!
Unionfux: Heimspiel gegen Mönchengladbach mit Druck, aber auch Chancen. Gladbach ist schwach, aber nicht leicht zu bespielen. Baumgart rotiert im Kader. Es wird ein richtungsweisendes Spiel. Die Alte Försterei soll beben! Eisern!
Icke: Deutschland gewinnt bei Nordirland 1:0, ein hart erkämpfter Sieg. Die Abwehr zeigte Schwächen, Musiala und Rüdiger fehlten. Nagelsmann experimentiert mit der Mannschaft. Die WM-Qualifikation steht vor der Tür, Geduld ist gefragt. Eisern!
Unionfux: Die UEFA Nations League endet mit einem spannenden Finale zwischen Portugal und Spanien. Deutschland zeigte gegen Frankreich Schwächen, vor allem in der Defensive. Nagelsmann muss an der Struktur arbeiten. Hoffnung liegt auf jungen Talenten wie Wirtz und Musiala. Eisern!
Icke: Ansah-Verpflichtung zeigt Potenzial. Der junge Stürmer aus Paderborn bringt Geschwindigkeit, Technik und Robustheit mit. Ilic und Jeong bleiben bei uns, auch wenn sie noch nicht konstant überzeugten. Ljubicic soll ebenfalls bleiben. Die Offensive ist zumindest besser aufgestellt als zuvor. Eisern!
Unionfux: Sponsorensuche gestaltet sich schwierig. Raisin wird neuer Hauptpartner – ein Berliner Fintech, das nach Rebranding auftritt. Die Partnerschaft soll langfristig sein. Die Trikots für die neue Saison sind neu und in himmelblau als Ausweichset. Die Vorbereitung läuft; der Ball rollt wieder. Eisern!
Icke: Matheo Raab wird überraschend als neuer zweiter Torwart verpflichtet. Baumgart kennt ihn aus Leeds. Raab soll Nummer zwei hinter Rönnow werden. Stein wird wohl erneut verliehen. Der Saisonstart ist mit einigen Unbekannten versehen. Eisern!
Unionfux: Trainingsstart in Herzogenaurach – der Adidas-Stützpunkt. Testspiele gegen Fürth und Schweinfurt stehen an. Nsoki aus Hoffenheim ist angekommen, muss aber verletzt pausieren. Doekhis Zukunft ungewiss. Interesse an Aurelio Buta von Frankfurt besteht. Saisonstart naht. Eisern!
Icke: Die letzten Testspiele offenbaren Defizite. Nur ein Sieg in Gütersloh. Probleme im Mittelfeld, kein klarer Spielmacher. Baumgart experimentiert mit Dreierkette und Außenbahnbesetzung. Ansah macht Fortschritte, Burke und Ljubicic noch unbeständig. Eisern!
Unionfux: Auch wenn es nur Testspiele sind, die Leistungen gegen Espanyol und Olympiakos sind enttäuschend. Offensiv fehlt es an Kreativität und Durchschlagskraft. Die Mannschaft wirkt zerfahren. Das Transferfenster wirft Fragen auf. Eisern!
Icke: Saisonstart gegen Espanyol Barcelona. Favorit ist Union, aber Vorsicht ist geboten. Espanyol hat einige starke Spieler. Baumgart setzt auf bewährte Formation mit offensivem Personal. Eisern!
Unionfux: Niederlage gegen Schweinfurt 05 im letzten Testspiel. Chancen waren vorhanden, aber die Leistung insgesamt schwach. Fragen bleiben, ob die Mannschaft bereit für die neue Saison ist. Die Viererkette ist Geschichte, neue Trikots kommen. Eisern!
Icke: Die Verpflichtung von Ilic und Ansah bringt frischen Wind. Jeong bleibt, soll sich aber steigern. Burke kommt aus Bremen. Die Offensive soll schneller und dynamischer werden. Die Zeit bis Saisonstart ist knapp. Eisern!
Unionfux: Union steht vor großen Veränderungen. Viele Spieler verlassen den Klub oder suchen einen neuen Verein. Hollerbach wechselt nach Mainz. Der Kader braucht dringend frische Impulse, vor allem im Mittelfeld und Angriff. Eisern!
Icke: Vogt und Juranovic werden wohl gehen. Der Kader steht vor einem Umbruch. Ersatz muss gefunden werden, vor allem in der Innenverteidigung. Kapuadi von Legia Warschau und Schlotterbeck von Augsburg sind mögliche Kandidaten. Eisern!
Unionfux: Der Kader hat nur wenige Sprinter, Burke und Ansah sind Ausnahmen. Yannic Stein wird zurückgeholt, Raab ist neu. Die Jugendspieler Sliskovic und Ali zeigen Potenzial. Eisern!
Icke: Nach wochenlangem Poker und Verzögerungen deutet sich ein Sommer der Veränderungen an. Nsoki kommt, Leite und Doekhi sind begehrt. Ein kreativer Mittelfeldspieler wird noch gesucht. Die Vorbereitung beginnt. Eisern!
Unionfux: Die Saison ist vorbei. Union belegt Rang 13 nach einer schwierigen, aber erfolgreichen Spielzeit. Es gab viele Höhen und Tiefen, Trainerwechsel, schwankende Leistungen. Die Offensive war schwach, die Defensive stabil. Rönnow ist Spieler der Saison. Für die Zukunft sind Verbesserungen nötig. Eisern!