Union Berlin Blog: Geht die Reise nach oben oder nach unten?
Berlin – Eisern: TAG24 präsentiert den Union-Berlin-Blog, geschrieben von drei echten Berliner Fußball-Fans mit Herzblut.
Die Autoren:
Icke (Jürgen Heinemann) ist seit Mitte der 70er Jahre Union-Fan. Als Betriebswirt ist er seit über 30 Jahren im Vertrieb tätig, lebt in Grünheide, ist verheiratet und Vater eines erwachsenen Kindes. Er gründete diesen Blog und schreibt regelmäßig darüber.
Unionfux (Tobias Saalfeld) begleitet Union seit mehr als 40 Jahren. Er arbeitet freiberuflich im Theater, Hörfunk und Fernsehen, wo er ebenfalls schreibt.
Beecke (Christian Beeck), ehemaliger Bundesliga-Profi (unter anderem bei Hansa Rostock und Cottbus), langjähriger Union-Manager und 21-facher DDR-Junioren-Nationalspieler, entstammt dem Union-Nachwuchs. Er hat zwei Kinder und berät den Blog mit seiner Erfahrung.
Icke: Am 2. Februar 2026 endet endlich das viel zu lange Transferfenster, das inzwischen sogar während der laufenden Saison geöffnet ist. Wer sich so etwas ausdenkt, ist mir ein Rätsel. Noch schlimmer: In dieser Zeit wird nicht nur gemeldet, sondern Manager und Spieler feilschen weiter – obwohl eigentlich nur Transfers abgeschlossen werden sollten. Das ist einfach erniedrigend und unfassbar.
Wir sollten nun aber durch sein. Der Verkauf von Kral nach Griechenland für knapp eine Million Euro ist bestätigt, auch die Leihe von Ogbemudia nach Mannheim steht. Leider zog sich der Spieler frühzeitig eine schwere Verletzung zu. Ein Lichtblick bleibt: Ab der Saison 26/27 wird es eine freiwillige U21-Liga geben. Hoffentlich ist der 1. FC Union von Anfang an dabei – das wäre eine optimale Chance für unseren Talente-Pool.
Am Samstag, 31. Januar, reisen wir um 15:30 Uhr nach „Hoppenheim“. Eine schwere Aufgabe, denn die letzten sechs Partien haben die Gastgeber fünfmal gewonnen und ein Unentschieden erreicht – ein wahrer Lauf. Asllani wurde zuletzt in Bremen geschont, wahrscheinlich um gegen uns fit zu sein. Nur wenn wir unser schlechtes Spiel gegen Dortmund vergessen und zu unseren Stärken zurückfinden, können wir etwas erreichen.
Abgesehen vom Dortmund-Spiel blieb unsere letzte Niederlage im Dezember 2025 in Wolfsburg. Danach gab es sechs Spiele ohne Niederlage, darunter drei Siege und drei Remis, fünf Bundesliga- und ein Testspiel. Die Mannschaft zeigt damit weiterhin Erfolge, die viele nicht für möglich gehalten hatten.
Ein frischer Impuls für den Angriff ist nicht mehr zu erwarten. Dafür scheint die Defensive stabil zu bleiben. Weder Doekhi noch Leite deuten auf einen Abgang hin, sodass aktuell nur van den Bosch als Neuzugang für den Sommer geplant ist. Linksfuß Uduokhai, der als Leite-Ersatz gehandelt wird, muss noch warten. Ob Doekhi oder Leite tatsächlich gehen, bleibt abzuwarten.
Doekhi zählt inzwischen zu unseren Topverdienern. Solange er sich wohlfühlt und gutes Geld verdient, müssen potenzielle Interessenten überzeugende Argumente vorlegen, auch englische Vereine ohne internationalen Wettbewerb hätten es schwerer. Wir warten ab. Eisern.
Unionfux: Positiv betrachtet: Im Spiel gegen Dortmund war ein Sieg unrealistisch, mit viel Glück hätte es vielleicht einen Punkt geben können – doch selbst dafür fehlte uns das Quäntchen Glück. Die erste Chance hatte Ilic nach einer Juranovic-Freistoßflanke, doch Kobel parierte den Kopfball. Dortmund führte früh durch einen unglücklichen Elfmeter, als Querfeld und Rönnow gegen Guirassy wirkungslos blieben. Unser Keeper ahnte zwar die Ecke, doch der Strafstoß von Can war einfach zu präzise.
Die Borussia kontrollierte das Spiel und wir konnten froh sein, nicht früh den zweiten Gegentreffer zu kassieren: Nach Ballverlust vor dem eigenen Strafraum passte Nmecha zu Guirassy, der jedoch zu unentschlossen agierte. Sein Abschluss wurde geblockt und Silva setzte den Nachschuss daneben.
Danach hatten wir die beste Phase, konnten das Übergewicht jedoch nicht in Tore ummünzen. Diogo Leites Kopfball wurde sicher gehalten, Juranovics Freistoß ging deutlich drüber, und kurz vor der Pause vergab Jeong nach einer Ecke von Juranovic frei. Viele Standards und Flanken blieben ungenutzt, wir hatten zwar mehr Ballbesitz, doch gingen mit Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel führte ein unnötiger Ballverlust zu einer Bellingham-Chance, die Rönnow zur Ecke lenkte – aus dieser resultierte das zweite Dortmunder Tor durch Schlotterbeck per Kopf. Dortmund verteidigte nun sicher, machte kaum Fehler, lange Bälle waren oft zu lang oder leicht zu verteidigen.
Unser Team bemühte sich, doch es reichte kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Ilic hatte eine Möglichkeit, doch diese brachte nichts Zählbares. In der 84. Minute erzielte Dortmund den dritten Treffer durch Beier. Ein kurz vor Schluss verweigerter Handelfmeter war folgenlos.
Dortmund zeigte sich als verdienter Sieger mit sicherem Auftreten, wir machten kein schlechtes Spiel, aber auch keines, das herausstach. Wir scheiterten an mangelnder Torgefahr und hatten kaum Chancen. Damit können wir leben – ein Sieg gegen Dortmund braucht eine ganze Menge Glück und schwächere Dortmunder. Es war nicht unser Tag, aber auch keine Blamage. Weiter geht’s!
Unionfux: Der Präsident weiß, was die Fans wollen: Gestern wurde auf der 60-Jahr-Feier eine Vertragsverlängerung bekannt gegeben – Christopher Trimmel bleibt bis 2027 und geht damit in sein zwölftes Jahr als Union-Profi. Der Autor der Mitteilung auf der Homepage ist so begeistert, dass er das Dutzend betont, obwohl es die dreizehnte Saison ist (fünf im Unterhaus, acht in der Bundesliga). Ein kleiner Fehler, der bei vielen Verständnis findet.
Diese Vertragsverlängerung ist eine tolle Nachricht, denn Trimmel bringt als ältester Feldspieler der Liga weiterhin konstant gute Leistungen über volle 90 Minuten. Er ist wichtig für die Mannschaftsstruktur und ein Vorbild für den Verein. Bei Vertragsende wird er bemerkenswerte 40 Jahre alt sein, eine absolute Ausnahme im Verein. Trimmel verdient den Titel „Fußballgott“ – herzlichen Glückwunsch!
Die Stimmung im Team ist ausgezeichnet, wir stehen solide in der Liga, die Mannschaft scheint wieder auf Kurs, und der verlängerte Trainer verspricht Kontinuität, was uns immer gutgetan hat. Ein Gegner wie Borussia Dortmund passt da gut ins Bild. Gegen die Dortmunder haben wir an der Alten Försterei oft gut ausgesehen – vier Siege aus sechs Begegnungen sprechen eine klare Sprache.
Dortmund hat aktuell Schwierigkeiten, nach einem glücklichen Last-Minute-Sieg gegen St. Pauli folgte eine verdiente Niederlage in der Champions League bei Tottenham. Trotz des harten Programms können wir fast sorgenfrei aufspielen – mit der Hoffnung, die jüngste Leistungssteigerung fortzusetzen. Die Aufstellung offenbart einige Optionen, die Außenpositionen sind besonders umkämpft, und die Abwehr dürfte unverändert bleiben. Eine kleine Diskussion um den strikten Nicht-Jubel von Jeong in Stuttgart gibt es auch, doch der Trainer findet solche Gesten albern. Jubel bleibt eben Geschmackssache.
Wir freuen uns aufs Hamburger Abendspiel, wollen die Heimbilanz gegen Dortmund ausbauen und weitere Schritte Richtung Klassenerhalt machen – gern auch mit den bewährten Einwechslungen von Trainer Baumgart.
Icke: Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag, lieber 1. FC Union Berlin! Heute Abend findet im Stadion ein Festakt statt. Die Kapazität eines Festzeltes für 4.000 Mitglieder reicht bei weitem nicht aus, denn über 6.000 Gäste werden erwartet, die das Geschehen live verfolgen können. Mal sehen, welche Überraschungen der Verein bereithält. Eigentlich feiern wir sogar 120 Jahre Fußballtradition.
Im Frühjahr 1906 gründeten einige Fußballfreunde in der Luisenstraße in Oberschöneweide den Club „Olympia“. Organisatorisch hielt diese Verbindung nicht lange, doch die Fußballbegeisterten machten weiter. Am 17. Juni 1906 entstand der FC Olympia Oberschöneweide, der bald mit Union 1892, dem Deutschen Meister von 1905, eine Verbindung einging und bis 1909 als „Union 1892 / Abteilung Oberschöneweide“ spielte. Danach trennten sich die Oberschöneweider und gründeten im Januar 1910 den SC Union Oberschöneweide.
Seit 1920 spielt Union auf dem heutigen Gelände der Alten Försterei, die seit Ende 2022 dem Verein gehört. Im gleichen Jahr wurde Union zum ersten Mal Berliner Meister und nahm an der deutschen Endrunde teil. 1923 folgte der Erfolg als Deutscher Vize-Meister. Nach politischen Umwälzungen und der Gründung der DDR wurde 1966 der 1. FC Union Berlin ins Leben gerufen. 1968 gewann Union sensationell den DDR-Pokal, doch der Köpenicker Fußball wurde politisch klein gehalten.
Nach der Wende profitierte Union nicht von den alten Strukturen, während einige Vereine von staatlichen Hintergründen profitierten. Mehrfach stand der Verein vor dem Aus, bis die treue Fanszene ihn immer wieder rettete, etwa beim Stadionbau mit 2.000 freiwilligen Helfern – eine für sich einzigartige Aktion. 2026 hat Union über 70.000 Mitglieder, mehr als 500 Sponsoren und spielt seit sieben Jahren in der Bundesliga, inklusive mehrerer internationaler Teilnahmen und Champions-League-Erfahrungen. Heute feiern wir all das – unsere Union-Väter wären stolz! Eisern Union!
Icke: „Union war die bessere Mannschaft“: Diese Überschrift überrascht viele Fußballfans, die vor dem Spiel kaum Hoffnungen auf einen Erfolg hatten. Doch die Statistik zeigt: Union hatte 20 Torschüsse, Stuttgart nur 13, und dazu bessere Chancen. Die Köpenicker liefen fast zwei Kilometer mehr, schlugen 14 Flanken ins Zentrum – mehr als die Schwaben mit 8 – und hatten eine Dribbling-Erfolgsquote von 50 Prozent, während Stuttgart nur 30 Prozent erreichte. Auch bei Eckbällen führte Union klar mit 8:3. Zahlen, die überzeugen.
Besonders hervorzuheben ist Schiedsrichter Aytekin, der das Spiel gut leitete und sich nicht von Schauspiel-Einlagen der Stuttgarter, vor allem von Nationalspieler und Ex-Unioner Leweling, täuschen ließ. Einzig fehlten einige gelbe Karten für die Schwaben. Trainer Baumgart veränderte die Außenpositionen aufgrund der Belastung durch acht Spiele in drei Tagen, ließ Haberer und Juranovic neu starten, während Burke als Mittelstürmer agierte. Ilic vergab eine hundertprozentige Möglichkeit allein vor dem Tor, traf nur den Pfosten. Nationalspieler Führich drehte das Spiel mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze.
Die Stuttgarter hatten kurzzeitig Druck, doch Baumgarts Team konterte stark. Der eingewechselte Nsoki bereitete den Ausgleich durch Jeong vor, der kaltblütig einköpfte. Stuttgart konnte mit dem einen Punkt gut leben. Union hatte weitere Chancen, zwei davon hochbrisant. Vor dem Spiel wäre ein Punkt „blind“ gekauft worden, nach dem Spiel wären drei Punkte verdient gewesen. Union sammelt weiter fleißig Punkte – am kommenden Samstag kommt Dortmund. Eisern!
Unionfux: Die letzte Partie der Hinrunde in Augsburg verlief nicht spielerisch berauschend, doch glücklicherweise auch für beide Teams recht überschaubar. Im Gegensatz zum Mainz-Spiel begannen wir diesmal mit Trimmel, Schäfer, Ansah und Jeong in der Startelf, dafür fehlten Haberer, Kemlein, Ilic und Burcu. In der ersten halben Stunde hatten wir zwar mehr vom Spiel und die besseren Chancen, darunter Schäfers knapp übers Tor gezielten Kopfball und Jeongs Abschluss, den der Keeper abwehrte. Augsburg protestierte gegen den Spieltermin mit Flummi-Würfen aufs Spielfeld – eine unschöne Aktion, aber wohl Teil der TV-Gelder.
Im weiteren Verlauf machte Augsburg Druck, erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ein Traumtor aus 28 Metern, das unser Keeper Rönnow nicht verhindern konnte. Die zweite Hälfte gehörte den Gastgebern, die weitere Chancen hatten, doch wir hielten mit konzentrierter Defensive dagegen. Einige kritische Entscheidungen wie nicht gegebene Elfmeter und nicht geahndete Handspiele belasteten uns, ebenso ein Platzverweis gegen Köhn, der zu einer Roten Karte führte. Doch in der Nachspielzeit gelang durch Ljubicic, der einen gut vorbereiteten Angriff abschloss, der glückliche Ausgleich zum 1:1.
Unterm Strich war der Punkt verdient, auch wenn das Spiel wenig Freude bereitete und wir wenig Spielglück hatten. Der Blick richtet sich nun auf die Rückrunde, die am Sonntag in Stuttgart beginnt. Unser Kader ist breit besetzt, und mit dem richtigen Einsatz und etwas Glück sollte ein sicherer Klassenerhalt möglich sein. Baumgarts Einwechselhändchen bleibt weiterhin ein Trumpf. Eisern!
Icke: Das Bundesliga-Spiel gegen Mainz 05 am 10. Januar 2026 um 15:30 Uhr wird voraussichtlich stattfinden, bestätigt auch Stadionsprecher Christian Arbeit. Die Wetterwarnungen wurden zurückgezogen, es bleibt zwar frostig bei -4 Grad, aber kein Grund für eine Verlegung. Die Schneemengen müssen noch geräumt werden, was Union und einige Fans übernehmen.
Mainz stellt einen interessanten Gegner dar: Mit Urs Fischer trainiert der frühere Union-Trainer den Tabellenletzten, der sich aber nicht hinten reinstellen wird, da er Punkte braucht. Die Mainzer Qualität liegt im Aufbauspiel mit Spielern wie Nebel, Amiri und Lee, ergänzt durch neue Stürmer wie Tietz aus Augsburg. Röll findet sich eher auf der Bank. Eine Gedenkminute und Choreografie zu Ehren des verstorbenen Andre Rolle, unserem ehemaligen Stadionsprecher, werden das Spiel begleiten.
Union könnte mit einem Sieg seinen Tabellenplatz festigen und die Eintracht Frankfurt unter Druck setzen. Doch wir wollen nicht zu hoch pokern – wollen vielmehr in Erinnerung an Andre Rolle bescheiden und konzentriert punkten. Eisern!
Icke: Eine traurige Nachricht erreichte uns: Andre Rolle, unser langjähriger Stadionsprecher und großer Unioner, ist am 5. Januar 2026 friedlich verstorben. Er konnte sich vor seinem Tod noch von seinen Liebsten verabschieden. Viele schätzen ihn als großartigen Menschen, Freund und Verfechter unseres Vereins.
Christian Beeck würdigte ihn als einen außergewöhnlichen Menschen. Andre war immer klar in seinen Aussagen und mit viel Herzblut bei der Sache. Besonders gerne erinnere ich mich an das Fan-Fußballspiel FC User 04, das er maßgeblich mitorganisierte – mit Flutlicht, TV-Übertragung und großer Begeisterung. Wir werden ihn schmerzlich vermissen. EISERN.
Unionfux: André Rolle war bereits in den Neunzigern einer der Stimmen von Union, die uns durch schwere Zeiten geführt haben. Seine intelligenten und oft streitbaren Beiträge im Unionforum machten ihn zu einer wichtigen Persönlichkeit. Als Mensch war er klug, aufgeschlossen und manchmal legendär eigensinnig, was ihn umso sympathischer machte.
Seine gesundheitliche Lage verschlechterte sich in den letzten Jahren, dennoch trug er die Herausforderungen mit Würde. Er sehnte sich danach, die Entwicklung seiner Enkel mitzuverfolgen, was ihm leider verwehrt blieb. Seine große Lücke wird nicht zu schließen sein, doch er lebt weiter in unseren Herzen. Gute Reise, André – wir denken an dich und sind dankbar, dass wir Freunde sein durften.
Unionfux: Die Winterpause ist vorbei – das Training hat begonnen und schon in einer Woche geht es weiter mit dem Heimspiel gegen Mainz 05, die derzeit Letzter sind und von Urs Fischer trainiert werden. Das Januarprogramm ist anspruchsvoll: fünf Spiele in drei Wochen, darunter drei noch zur Hinrunde, und ein schwieriges Transferfenster, das Unruhe bringen wird, vor allem in der Defensive.
Der mögliche Abgang von Leite und Doekhi bereitet Sorgen, wobei der Verlust von Doekhi schwerer wiegt. Die Situation um Ilic und mögliche weitere Abgänge oder Verstärkungen bleibt unklar. Einige Spieler, wie Ljubicic (zuletzt an Waldhof Mannheim ausgeliehen), werden wohl kaum entscheidend ins Geschehen eingreifen.
Das Wintertransferfenster ist schwieriger als der Sommer. Es wäre wünschenswert, wenn sich der Zeitraum an die wechselnden Bedingungen anpassen würde. Die Mannschaft muss mit der aktuellen Situation und wenig Zeit für Veränderungen umgehen. Der Test gegen Wismut Aue wird zeigen, wie es weitergeht. Wir hoffen auf ein erfolgreiches Jahr 2026 und bitten um Unterstützung. Tief Luft holen – es gibt viel zu tun! Eisern!
Icke: Gerüchte zu einem möglichen Wechsel von Doekhi nach Leeds United halten sich hartnäckig. Der Trainer Farke plant dort eine Umstellung auf Dreierkette, für die ein torgefährlicher Innenverteidiger wie Doekhi ideal wäre. Leeds steht aktuell auf einem Abstiegsplatz, daher macht ein Transfer Sinn.
Eine Ablösesumme von 6 Millionen Euro wäre ein großer Erfolg für Union. Ähnliches gilt für Leite, für den Angebote von etwa 6 Millionen kursieren, wobei Lazio Rom Interesse zeigen soll. Ein weiterer Abgang im zentralen Mittelfeld wird ausgeschlossen, da Kral eventuell als Innenverteidiger gebraucht wird.
Andere Gerüchte, etwa ein Wechsel von Ilic nach Glasgow oder Burnley, oder ein defensive Mittelfeldspieler aus der Türkei, erscheinen wenig sinnvoll. Auch diverse Rechtsverteidiger-Gerüchte sind für Union kaum relevant, da mit Trimmel, Juranovic und Skov Nationalspieler vorhanden sind. Derzeit sind die Zukunft von Leite und Doekhi sowie die Kadersituation unklar. Eisern!
Icke: Heinz Werner, die erste Trainerlegende von Union, feiert am 27. Dezember 90. Jahre. 1977 gab er einst den berühmten Satz aus: „Wenn ihr schon fußballerisch nicht besser seid als andere, dann müsst ihr wenigstens besser laufen.“ Diese Philosophie prägte ihn und die Mannschaft damals erfolgreich.
In jenem Jahr gewann Union beide Derbys gegen den Stasi-Verein mit 1:0 und sicherte die Klasse. Werner war ein harter, aber empathischer Trainer, der auch mal Spielerfrauen ins Trainingslager einlud, um die Stimmung zu heben. Er spielte selbst Fußball in Lok Stendal, Schwerin, Paderborn, Rostock und mehr, arbeitete beim DFB und überstand schwierige Zeiten. Eine beeindruckende Persönlichkeit, die Union geprägt hat – immer „kerzengerade, erfolgreich und eisern“.
Unionfux: Das goldene Tor von Schäfer in Köln war mehr als ein Siegtreffer – es war ein perfekter Schlusspunkt einer schwierigen Phase und zeigte, dass auch in der Offensive wieder Chancen genutzt werden können. Die Marke von 20 Punkten ist geknackt, was uns in der Tabelle etwas Luft verschafft. Die Sorgenfalten nach Wolfsburg sind verschwunden, die Mannschaft präsentiert sich stabil.
Es ist jedoch unklar, wie gut die Mannschaft wirklich ist und ob sich das Potential voll ausschöpfen lässt. Einige Spieler bleiben unkonstant, andere haben ihre Möglichkeiten noch nicht genutzt. Die kommende Partie gegen Dortmund wird richtungsweisend sein. Die Mannschaft will weiter Punkte sammeln – Eisern.
Icke: Unser 3:1-Sieg gegen Gladbach war hochverdient und zeigte eine konzentrierte Leistung. Baumgart stellte Skarke auf rechts auf, was sich als gute Entscheidung erwies, während Burke zunächst auf der Bank blieb. Doekhi und Khedira stabilisierten die Defensive. Zwei Tore erzielte Doekhi per Kopf, das letzte machte Khedira mit einem platzierten Volley.
Gladbach war vor allem in der zweiten Hälfte auf der Suche nach dem Anschlusstreffer, doch unsere Defensive hielt stand. Die Mannschaft zeigte sich engagiert und setzte gute Konter. Der Sieg bringt uns wichtige Punkte und Selbstvertrauen – weiter so!
Unionfux: Am Freitag steht das Heimspiel gegen Gladbach an, das wir aufgrund der Tabellensituation und der sportlichen Entwicklung unbedingt gewinnen müssen. Gladbach ist zwar schwach gestartet, hat aber viel Potential und ist im Aufwind, so dass wir gewarnt sein müssen.
Die Aufstellung wird spannend, da sich einige Positionen noch nicht endgültig besetzt haben. Skov, Jeong und Benes hoffen auf mehr Einsatzzeiten. Verletzungsbedingt fehlen einige Spieler. Wir müssen mit Leidenschaft und Disziplin auftreten, um die drei Punkte zu holen. Die Fans werden das Team wie immer lautstark unterstützen. Auf geht’s – Eisern!
Icke: Union steht vor einer wichtigen Phase: Am 23. November geht es nach Wolfsburg, dann folgt das Heimspiel gegen Leverkusen, anschließend Stuttgart, Bochum und Bremen. Es gilt, möglichst viele Punkte zu holen, um im sicheren Tabellenmittelfeld zu bleiben.
Die Defensive ist stabil, allerdings fehlt es vorne an Durchschlagskraft. Benes könnte mit seiner Kreativität im Mittelfeld helfen, dazu sind weitere Verstärkungen nötig, insbesondere ein treffsicherer Mittelstürmer. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Team die Aufgaben meistert. Eisern!