zurück

Für Hoeneß ergibt Klopp bei Red Bull keinen Sinn: „Wie soll man in Leipzig etwas bewirken, wenn ...?“

Leipzig/München – Seit Anfang 2025 ist Jürgen Klopp (58) im Red-Bull-Universum als "Head of Global Soccer" tätig. Der ehemalige Coach von unter anderem Borussia Dortmund und dem FC Liverpool ist viel unterwegs und schaut gelegentlich auch bei RB Leipzig vorbei. Dennoch können nicht alle mit seiner Position etwas anfangen.

Ein Kritiker ist offensichtlich der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß (74).

„Das ist für mich keine Rolle, die zu ihm passt. Jürgen Klopp gehört auf den Fußballplatz, er ist nicht der Typ, der für Vorträge rund um den Globus reist“, sagte Hoeneß im Interview mit der „Bild“.

Er erläuterte auch seine Sichtweise: „Seine größte Stärke liegt im zwischenmenschlichen Bereich, darin, wie er Spieler motivieren kann. Aber wie soll er in Leipzig etwas bewegen, wenn er schon in Salzburg ist und anschließend nach Brasilien fliegt?“

Die Red-Bull-Vereine sind an zahlreichen Standorten weltweit präsent, sodass Klopp immer wieder persönlich vor Ort sein muss.

Außerdem begleitete er RB Leipzig Anfang des Jahres ins Trainingslager nach Portugal, wo er natürlich auch intensiven Kontakt zu den Spielern hatte.

Für Hoeneß ist dieser Einfluss jedoch nicht ausreichend, um wirklich etwas zu verändern. Vielmehr könne er sich gut vorstellen, dass Klopp Bundestrainer wird. „Ich schätze ihn sehr, sehe ihn aber ausschließlich als Trainer und nichts anderes.“

Aus diesem Grund versuchte er auch, ihn bereits 2008 zum FC Bayern zu holen.

„Wir waren uns damals schon einig. Ich rief ihn an, als er noch in Mainz war, und fragte: ‚Können Sie sich vorstellen, den FC Bayern zu trainieren?‘ Er antwortete: ‚Ja, natürlich.‘ Letztlich entschieden wir uns jedoch für Jürgen Klinsmann, den Karl-Heinz Rummenigge empfohlen hatte“, berichtete Hoeneß.

Schlussendlich wechselte Klopp zum BVB und prägte dort eine ganze Ära.